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Solaranlagen 2022

Methode

Die beiden Kartenthemen bestehen jeweils aus mehreren thematischen und räumlich unterschiedlichen Ebenen; dies hat datenschutzrechtliche, aber auch fachliche Gründe. Die Ebenen sind voneinander unabhängig aussagekräftig; Überlagerungen der einzelnen flächig ausgeprägten Ebenen erzeugen keinen zusätzlichen Informationsgehalt.

Im Einzelnen bestehen die Karten aus folgenden Fachlayern:

Karte 08.09.1 Photovoltaik enthält 10 Ebenen:

  • Standorte der PV-Anlagen für Kleinanlagen bis 30 kW (nicht lagegetreu) und über 30 kW
  • Installierte Leistung der PV-Anlagen getrennt pro Bezirk und pro Postleitzahlbereich
  • PV-Stromeinspeisung getrennt pro Bezirk und pro Postleitzahlbereich
  • PV-Potenzial (theoretisch) – Gebäude und
  • PV-Potenzial (theoretisch) – Dachfläche
  • Relative Deckungsrate PV getrennt pro Bezirk und pro Postleitzahlbereich (Verhältnis der theoretisch erzielbaren zur bereits installierten Erzeugungsleistung).

Karte 08.09.2 Solarthermie enthält 5 Ebenen:

  • Standorte der ST-Anlagen (Darstellung aus Datenschutzgründen im Maßstabsbereich eingeschränkt)
  • Summe der ST-Anlagen getrennt pro Bezirk und pro Postleitzahlbereich
  • ST-Potenzial (theoretisch) – Gebäude und
  • ST-Potenzial (theoretisch) – Dachfläche.

Karte 08.09.3 Solarpotenzial – Einstrahlung enthält nur 1 Ebene „Einstrahlung“.

Karte 08.09.1 Photovoltaik

Eine Besonderheit in der Methodik zur Erstellung der PV-Karten besteht darin, dass mit der Novellierung des EEG im August 2014 die Bundesnetzagentur als zentrale und deutschlandweit einheitliche Institution die Pflicht der Veröffentlichung von PV-Anlagendaten übernahm. Bis zu diesem Zeitpunkt lag die Pflicht der Veröffentlichung der PV-Anlagendaten bei den Netzbetreibern, die in der Regel zu allen Anlagen Angaben zu Adresse und Generatorleistung über eine eigene Internetseite veröffentlicht hatten. Die Bundesnetzagentur publiziert auf Grund von Datenschutzvorgaben zu Anlagen kleiner 30 kWp nur die Postleitzahl des Anlagenstandortes, die detaillierte Adresse mit Straße und Hausnummer wird erst ab einer Leistung ab 30 kWp angegeben.

Kartenebene „Standorte der PV-Anlagen für Kleinanlagen bis 30 kW (nicht lagegetreu) und über 30 kW”

Der Datensatz beinhaltet nur Anlagen, die nach EEG gefördert werden. Anlagen, die nicht in das Stromnetz einspeisen und den Strom ausschließlich zur Eigenversorgung nutzen, sind in der Darstellung nicht berücksichtigt. Dies gilt z.B. für netzferne Anlagen bzw. Inselanlagen, wie beispielsweise PV-Module auf Parkautomaten, Parkbeleuchtungsanlagen und in Kleingartenanlagen.

Die Verortung für Anlagen über 30 kW erfolgte anhand der Adressangaben der gemeldeten Anlagendaten. Es ist nicht auszuschließen, dass im Einzelfall geringe räumliche Abweichungen zum tatsächlichen Anlagenstandort entstehen, da eine dachspezifische Verortung nicht immer erfolgen konnte. Aufgrund von datenschutzrechtlichen Vorgaben werden Anlagen bis 30 kW nicht lagegetreu dargestellt, sondern auf die Mitte des jeweiligen Postleitzahlengebietes zusammengefasst.

Die Daten der PV-Anlagen für die Jahre 2017 – Januar 2021 basieren auf vorläufigen Darstellungen des Markstammdatenregisters bzw. der EEG-Anlagenregister der Bundesnetzagentur. Aufgrund der noch anhaltenden Einpflege von Bestandsanlagen sind die Darstellungen aktuell noch unvollständig. Diese werden im Rahmen der Fortschreibung jedoch sukzessive ergänzt, so dass die Darstellungen schrittweise vervollständigt werden.

Kartenebenen „Installierte Leistung der PV-Anlagen pro Bezirk und pro Postleitzahlbereich”

Der Datensatz beinhaltet nur Anlagen, die nach EEG gefördert werden. In der (bis August 2017 in Kraft befindlichen) Anlagenregisterverordnung wurden alle Stamm- und Abrechnungsdaten für in der Vergangenheit von den Übertragungsnetzbetreibern gemeldeten PV-Anlagen zusammengefasst. Diese Daten sind adressscharf und wurden je Bezirk und Postleitzahlgebieten aufsummiert.

Kartenebenen „PV-Stromeinspeisung pro Bezirk und pro Postleitzahlbereich”

Die dargestellten Daten zur Stromeinspeisung umfassen die durch die Stromnetz Berlin GmbH ermittelten, abgerechneten Mengen, aggregiert auf Bezirke und Postleitzahlgebiete. Bei den Stromeinspeisungen liegen die gemessenen und die gemäß der gültigen, festgelegten Marktprozesse abgerechneten Daten vor. Die vorliegenden Jahreswerte sind nicht als abschließend zu betrachten, sondern es können sich beispielsweise aufgrund von Rechnungskorrekturen im Einzelfall noch Änderungen ergeben haben.

In einzelnen Gebieten können nennenswerte jährliche Schwankungen von Stromeinspeisungen auftreten. Konkrete Gründe dafür können z. B. Witterungsschwankungen, Anlagenzubau oder Betriebsausfall sein. Auf Grundlage der vorhandenen Daten ist es jedoch nicht möglich, die ursächlichen Gründe eindeutig zu bestimmen.

Kartenebene „Theoretisches PV-Potenzial pro Gebäude”

Die Kartenebene bildet die Photovoltaik-Potenziale auf den Dachflächen der Berliner Gebäude ab. Neben dem lokalen Globalstrahlungswert sind Verschattung, Ausrichtung und Neigung der Dachfläche entscheidende Parameter bei der Planung einer Photovoltaikanlage. Die geeigneten Dachflächen wurden im Rahmen einer Potenzialanalyse berechnet. Die Einstrahlungsverhältnisse werden auf der Karte durch eine farbliche Skala dargestellt. Diese geben einen ersten Hinweis für die Nutzung von Solarenergie.

Über die Sachdatenanzeige pro Gebäude lassen sich genauere Informationen aufrufen. Neben einer Einschätzung der Eignung des Gebäudes zur Installation einer PV-Anlage, sind unter anderem die installierbare Leistung [kWp], die Anzahl installierbarer Module und der mögliche Stromertrag pro Jahr [kWh/a] aufgeführt. Diese Informationen ersetzen jedoch nicht die weiterhin erforderliche fachliche Begutachtung des Einzelobjekts vor einer Detailplanung und Bau einer Solaranlage, hinsichtlich weiterer Parameter wie z. B. der Statik des Daches. Eine technische Eignung wird daher nicht zugesichert und bedarf der Prüfung des Einzelfalls. Weiterführende Informationen und eine kostenlose Beratung stellt Ihnen das SolarZentrum Berlin zur Verfügung.

Zur Ermittlung der Solarpotenziale wurden bestehende Datengrundlagen wie beispielsweise Luftbilder und ALKIS-Gebäudegrundrisse verwendet, sowie transparente Berechnungsgrundlagen zu Grunde gelegt, die in der Abschlussdokumentation im Detail nachgelesen werden können (IP SYSCON 2022). In der Karte werden nur Dachflächen dargestellt, die als geeignet bewertet wurden. Die ausgewählten Eignungskriterien sind u.a. eine zur Verfügung stehende Mindestfläche von 7 m² und das Erreichen eines spezifischen Stromertrags von 650 kWh/kWp. Dachflächen, die bereits mit PV-Anlagen belegt sind, werden aufgrund der Datengrundlage in der Karte nicht differenziert dargestellt. Zudem sind Entwicklungen an Gebäuden, die nach dem Datenerhebungsstand (22.04.2021) errichtet, verändert, abgerissen bzw. in das Liegenschaftskataster aufgenommen wurden, nicht berücksichtigt.

Kartenebenen „Relative Deckungsrate der tatsächlichen zur theoretisch erzielbaren PV-Leistung pro Bezirk und pro Postleitzahlbereich“

Die Daten sind das Ergebnis einer Berechnung aus den theoretisch erzielbaren PV-Potenzialen für sehr gut geeignete Dachflächen, die im Rahmen der Potenzialanalyse des Solaratlas Berlin ermittelt wurden (siehe vorheriger Abschnitt), und den Bestandsdaten der (bis August 2017 in Kraft befindlichen) Anlagenregisterverordnung (siehe Abschnitte oben), über die die tatsächlich gemessenen Einspeisungen vorlagen.

Die ermittelten relativen Deckungsraten zwischen Potenzial und Bestand für die Bezirke und Postleitzahlgebiete fallen auf den ersten Blick verhältnismäßig niedrig aus. Die Gründe dafür liegen jedoch in der Abweichung des theoretisch berechneten vom technisch realisierbaren Potenzial, die, um verlässliche Aussagen treffen zu können, im Einzelnen durch weitere Untersuchungen und Berechnungen konkretisiert werden müssten.

Karte 08.09.2 Solarthermie

Auf die Tasache, dass im Solaranlagenkataster mit seinem finalen Stand 31.12.2015 nicht alle realen Anlagen erfasst werden konnten, wird an dieser Stelle nochmals hingewiesen. Die Differenz zwischen den Standortdaten des Katasters und dem Fortschreibungsstand Ende 2020 auf aggregierter Ebene beträgt rund 468 Anlagen Zubau in sechs Jahren.

Kartenebene „Standorte der ST-Anlagen“

Die Darstellung der Anlagenstandorte (Erfassungsstand 31.12.2015) ist aufgrund von Datenschutzauflagen nur für bestimmte Maßstabsbereiche zulässig, so dass die Solarthermie-Anlagen erst ab einem Zoom von 1:15.000 dargestellt werden.

Kartenebenen „Summe der ST-Anlagen getrennt pro Bezirk und pro Postleitzahlgebiet“

Die dargestellten Daten umfassen auch Aktualisierungen für die Jahre 2016 bis 2021 durch Ergänzungen auf der Basis von Zulieferungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Diese Daten sind allerdings nur auf Postleitzahlebene als kleinsträumigster Einheit verfügbar, so dass zwar summenmäßig auf Postleitzahl- und Bezirksebene eine Ergänzung der Gesamtzahl erfolgen konnte, jedoch nicht bei der Verortung von Einzelanlagen.

Kartenebene „Theoretisches ST-Potenzial auf Gebäudeebene“

Die Kartenebene bildet die Solarthermie-Potenziale auf den Dachflächen der Berliner Gebäude ab. Neben dem lokalen Globalstrahlungswert sind Verschattung, Ausrichtung und Neigung der Dachfläche entscheidende Parameter bei der Planung einer Solarthermieanlage. Die geeigneten Dachflächen wurden im Rahmen einer Potenzialanalyse berechnet. Die Einstrahlungsverhältnisse werden auf der Karte durch eine farbliche Skala dargestellt. Diese geben Ihnen einen ersten Hinweis für die Nutzung von Solarenergie.

Über die Sachdatenanzeige pro Gebäude lassen sich genauere Informationen aufrufen. Neben einer Einschätzung der Eignung zur Installation einer Solarthermieanlage, ist zudem der mögliche Wärmeertrag [kWh/a] aufgeführt. Diese Informationen ersetzen jedoch nicht die weiterhin erforderliche fachliche Begutachtung des Einzelobjekts vor einer Detailplanung und Bau einer Solaranlage hinsichtlich von Parametern wie z. B. der Statik des Daches. Eine technische Eignung wird daher nicht zugesichert und bedarf der Prüfung des Einzelfalls. Weiterführende Informationen und eine kostenlose Beratung stellt Ihnen das SolarZentrum Berlin zur Verfügung.

Zur Ermittlung der Solarpotenziale wurden bestehende Datengrundlagen wie beispielsweise Luftbilder und ALKIS-Gebäudegrundrisse verwendet, sowie transparente Berechnungsgrundlagen zu Grunde gelegt, die in der Abschlussdokumentation im Detail nachgelesen werden können. In der Karte werden nur Dachflächen dargestellt, die als geeignet bewertet wurden. Die ausgewählten Eignungskriterien sind eine zur Verfügung stehende Mindestfläche von 4 m² und das Erreichen einer potenziellen Wärmemenge pro m² von 350 kWh/m² und Jahr. Zudem sind Entwicklungen an Gebäuden, die nach dem Datenerhebungsstand (22.04.2021) errichtet, verändert, abgerissen bzw. in das Liegenschaftskataster aufgenommen wurden, nicht berücksichtigt.

Karte 08.09.3 Solarpotenzial - Einstrahlung

Die Berechnung der Einstrahlung in Berlin umfasst alle Oberflächenelemente der Stadt, nicht nur die Gebäude- und Bauteile. Sie ist damit auch für andere Auswertungszwecke, als sie im Rahmen der Solarpotenzialanalyse benötigt wurden, geeignet. Die Methode zur Erstellung der hochaufgelösten Rasterdaten wird ausführlich im Endbericht zur Solarpotenzialanalyse beschrieben (IP SYSCON 2022) und soll hier nur zusammengefasst beschrieben werden

Grundlage der Analyse waren Befliegungsdaten des Jahres 2020 (SenStadtWohn 2020). Aus diesen Daten wurde ein 3D-Modell abgeleitet, womit vor allem eine dreidimensionale Analyse möglich wurde, die etwa Verschattungseinflüsse durch Baum- und Gebäudestrukturen sowie unterschiedliche Sonnenstände, die je nach Jahreszeit einen großen Einfluß ausüben, einbeziehen konnte. Grundlage zur Kalibrierung des Berechnungsverfahrens waren die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) bereitgestellten Monatsmittelwerte der Globalstrahlung im langjährigen Mittel, hier im Mittel der Jahre 1981 – 2020 (vgl. Abb. 3).

Über die hier dargestellten Jahressummenwerte hinaus wurden für die Berechnung der durch Solarthermie möglichen Heizungsunterstützung auch die Einstrahlungswerte für die Heizperiode vom 01.10. – 30.04. ermittelt.