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Bodengesellschaften 2015

Methode

Entstehung der ersten Gesamtberliner Bodengesellschaftskarte

Ausgangssituation

Die von Grenzius (1987) beschriebene Methode für das Erarbeiten der Bodengesellschaftskarte von Berlin (West) sowie die durch Fahrenhorst, Haubrok und Sydow (1990) in das räumliche Bezugssystem des Informationssystems Stadt und Umwelt (ISU) überführte Karte der Bodengesellschaften von Grenzius bildeten die Grundlagen für eine von Aey (1991) erarbeitete Anleitung zur Anfertigung der Konzeptkarte der Bodengesellschaften für das gesamte Stadtgebiet. Für den Ostteil Berlins existierte bisher keine derartige oder ähnliche Karte der Bodengesellschaften. Grundlage für die Entwicklung der Bodengesellschaftskarte von West-Berlin waren über den gesamten westlichen Stadtteil verteilte Aufgrabungen und Bohrstockeinschläge, die in den Wäldern und auf landwirtschaftlichen Flächen unter Beachtung geomorphologisch-hydrologischer Verhältnisse und im Siedlungsbereich unter Berücksichtigung der Nutzung durchgeführt wurden. Alle vorkommenden Ausgangsgesteine und die meisten Nutzungen (Ausnahme Industriegebiete) wurden mehrmals erfasst und entsprechende bodenkundliche Kartierungen vorgenommen. Die Auswertung dieser Kartierungen ermöglichte Analogieschlüsse auf Bodenverhältnisse von nicht kartierten Flächen.

Die Karte der Bodengesellschaften für Berlin (West) ist aufgrund der umfangreichen bodenkundlichen Untersuchungen eine für sehr viele Bereiche (z. B. Forsten, Ackerland) bestätigte (verifizierte) Bodenkarte. Für Gebiete mit geringerem Grad an bodenkundlichen Erkundungen ist sie als teilbestätigte (teilverifizierte) Karte anzusehen. Für das Ost-Berliner Stadtgebiet waren derartig detaillierte Bodenkartierungen allerdings nur für Forststandorte vorhanden und die vorliegende Karte daher nur in diesen Bereichen als bestätigte Karte und ansonsten als Konzeptkarte anzusehen. Später wurden auch für einzelne Flächen Kartierungen hinzugefügt. Alle Ableitungen und Bestimmungen von Bodengesellschaften für Flächen in Ost-Berlin – außer in den Forsten – mussten auf der Basis von Analogieschlüssen und vorhandenem Informationsmaterial (geologische und topographische Karten, Bodenkarten, Flächennutzungen usw. mit sehr variierender Genauigkeit, Informationsgehalt und Aktualität) vorgenommen werden.

Zudem ermöglichten weitere Kartierungen und Bodenuntersuchungen in West-Berlin nach dem Erscheinen der Karte der Bodengesellschaften von Berlin (West) und vorhandene Bodenkartierungen für Ost-Berlin (insbesondere für Forstflächen) das Präzisieren der Zuweisungsregeln für die Bodengesellschaften und die Definition neuer, bisher von Grenzius nicht beschriebener Bodengesellschaften.

Da die räumliche Verbreitung einzelner Bodentypen in einem Maßstab 1 : 50.000 nicht hinreichend differenziert darstellbar ist, wurde die Methodik der Bodengesellschaften nach Grenzius beibehalten, bei der zusammenfassende geomorphe Einheiten gewählt werden, in denen räumlich und stofflich zusammenhängende Böden zu Bodengesellschaften zusammengefasst werden.

Zusammenfassend kann die gesamte Karte nun als Konzeptkarte mit bestätigten Teilbereichen (teilverifizierte Konzeptkarte) betrachtet werden, die sich ausschließlich auf unversiegelte Böden bezieht.

Benennung

Die Benennung der Bodengesellschaft erfolgte aufgrund der das Wirkungsgefüge charakterisierenden Böden, wobei Anfangs- und Endboden der Bodengesellschaft und meist ein den stofflichen Transport charakterisierender Boden angegeben sind (Grenzius 1987). Dieses Wirkungsgefüge bzw. die Kopplung zwischen den Böden der weitgehend naturnah erhaltenen Bereiche wird in der Legende durch die Verbindung mit “-” charakterisiert.

Naturnahe Böden sind nur noch in locker besiedelten Bereichen zu finden.

Die im besiedelten Bereich auftretenden Böden sind in ihrem Aufbau durch menschliche Einflüsse teilweise stark verändert. Diese stark anthropogen veränderten Böden treten regellos nebeneinander auf und sind in der Legende durch “+” verbunden.

Die Legende ist nach dem Grad der anthropogenen Beeinflussung und Veränderung der Böden gegliedert. Zu Beginn stehen die naturnahen Bodengesellschaften, dabei zunächst die terrestrischen Böden, gefolgt von semiterrestrischen Böden. Am Ende sind die Bodengesellschaften der anthropogenen Auf- und Abtragsböden zu finden.

Grenzziehung

Die Grenzziehung zwischen den Bodengesellschaften erfolgte nach dem Relief in Kuppenbereichen und Senken. Daher können benachbarte Einheiten gleiche Anfangs- und Endglieder aufweisen. Gleichzeitig musste die flächenhafte Abgrenzung der Bodengesellschaften an das digitale, auf nutzungshomogenen Block- und Blockteilflächen basierende räumliche Bezugssystem angepasst werden. Verursachte diese Verfahrensweise, insbesondere in unbebauten oder wenig bebauten Gebieten (Wald, landwirtschaftliche Nutzfläche, gering versiegelter Siedlungsbereich), zu große Informationsverluste, wurden diese Flächen der Blockkarte entsprechend den Grenzen der Bodengesellschaften weiter unterteilt. Entscheidend waren in diesem Fall die Grenzen geomorphologischer und geologischer Einheiten, Höhenlinien, Bodentypen (Detailkartierungen) und Aufschüttungsgrenzen. Für die Abgrenzung der Bodengesellschaften anthropogen veränderter Böden waren Flächennutzungen und Grenzen von Aufschüttungen bzw. Abträgen maßgebend. Die weitere Unterteilung der Bodengesellschaften hat somit direkte Auswirkungen auf die Blockteilflächenbildung in den Blockkarten 1 : 5.000 und 1 : 50.000 und deren regelmäßigen Aktualisierungen.

Naturnahe und anthropogen geprägte Bodengesellschaften

Das Ausgangsmaterial, die vorherrschende Bodenart, das Relief (Hang, Senke, Rinne, Stärke des Gefälles usw.) und die Wasser- und Klimaverhältnisse sind bestimmend für die Bodenentwicklung. Hinzu kommt der Grad des menschlichen Einflusses auf die Böden. Dieser ist durch Aufschüttungen natürlichen Bodenmaterials als auch nicht natürlicher Materialien (z. B. Trümmerschutt, Bauschutt, Schlacken) und Abträge natürlich gewachsener Böden gekennzeichnet. Neben der gegenwärtigen und ehemaligen Nutzung der Flächen ist der Grad der Versiegelung ein Zeichen für das Maß der anthropogenen Veränderung der Böden. In der Karte sind unabhängig vom Versiegelungsgrad ausschließlich unversiegelte Böden kartiert. Der Versiegelungsgrad wird lediglich als Hilfe zur Beurteilung des Grades der anthropogenen Veränderung der in diesem Gebiet auftretenden unversiegelten Böden genutzt.

Die naturnahen Bodengesellschaften sind durch ihre charakteristischen Bodentypen, geomorphologische Bildung, Substrat/Bodenart und Wassereinfluss gekennzeichnet. Die Veränderungen durch den Menschen sind gering.

Bei den Böden anthropogen geprägter Bodengesellschaften sind der Bodenaufbau und die Vergesellschaftung der Böden nicht vom Relief, sondern durch die Nutzungsart sowie vom Auftreten und der Art von Aufschüttungen geprägt. Bei einigen Übergangsformen sind Einflüsse des Ausgangsmateriales, der Geomorphologie, der Grundwasserstände und teilweise natürliche Böden vorhanden. Das betrifft die Böden der Truppenübungsplätze, ehemaliger Tagebaue, der Friedhöfe und eingeebneter einstiger Rieselfelder.

Die Folgen des menschlichen Einwirkens auf die Böden werden in Tab. 4 aufgezeigt. Demzufolge lässt sich der städtische Raum unter Berücksichtigung der historischen und aktuellen Flächennutzung, der Gebäudeschäden im 2. Weltkrieg, des Bebauungstyps und des Versiegelungsgrades in unterschiedliche Bodentypengruppen (anthropogene Bodengesellschaften) gliedern.

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Tab. 4: Landschaftsteile, Flächennutzungen und deren Folgen für den Boden
Bild: nach Blume et al. 1978 und Grenzius 1987

Bodengesellschaften / Sammelgesellschaften / Konzept-Bodengesellschaften

Die von Grenzius für West-Berlin definierten naturnahen und anthropogenen Bodengesellschaften waren mit Hilfe der vorhandenen Datengrundlagen und Analogieschlüsse auf vergleichbare Gebiete (Geomorphologie, Nutzung, Wasserverhältnisse usw.) Ost-Berlins zu übertragen. Probleme ergaben sich für Gebiete, für die aus dem vorhandenen Datenmaterial eine eindeutige Zuordnung der Bodengesellschaften über Analogieschlüsse nicht möglich war bzw. wo bisher im Stadtgebiet von West-Berlin unberücksichtigte oder nicht vorkommende Kombinationen von Nutzungen und Geomorphologie auftraten (z. B. ehemalige Rieselfelder, Beckenbildungen in Hochflächen, kartierte Podsole der Endmoräne). Neben den in der Bodengesellschaftskarte von Berlin (West) verwendeten Bodengesellschaften wurden bei Vorhandensein entsprechender Kartierungen neue Bodengesellschaften und bei unzureichenden Vorinformationen Konzept-Bodengesellschaften sowie Sammelgesellschaften entwickelt. Somit haben die in der Karte verwendeten Bodengesellschaften drei unterschiedliche Differenzierungsniveaus und Bezeichnungen:

  1. Bodengesellschaften (BG) – Vergesellschaftungen von Böden in Abhängigkeit von Geomorphologie und Nutzung, die durch Untersuchungen im Gelände in Form von Detailkartierungen, Leitprofilen und Landschaftsschnitten tatsächlich nachgewiesen wurden.
  2. Sammelgesellschaften (SG) – Zusammenfassung von Bodengesellschaften, da in Ost-Berlin aufgrund des mangelnden Datenmaterials die einzelnen Bodengesellschaften der entsprechenden Sammelgesellschaft nicht differenziert zugewiesen werden können.
  3. Konzept-Bodengesellschaften – bisher in West-Berlin nicht ausgewiesene bzw. nicht vorkommende Kombination von Nutzung und Geomorphologie (z. B. eingeebnete bebaute Rieselfelder), für die eine Bestätigung durch Bodenuntersuchungen noch aussteht.
Zuweisung der Bodengesellschaften
Abb. 1: Schematischer Ablauf der Zuweisung der Bodengesellschaften
Bild: Umweltatlas Berlin

Zuweisung der Bodengesellschaften

Die Zuweisung der Bodengesellschaften erfolgte in mehreren Bearbeitungsschritten:

  1. Aus dem Datensatz der Flächennutzungen konnte die jeweilige reale Nutzung der betrachteten Fläche ermittelt werden. Für jede Art der Flächennutzung – im Folgenden als Nutzungskategorie bezeichnet – bestand ein spezieller Zielbaum zur Zuweisung der Bodengesellschaften (vgl. Abb. 1).
  2. Über die Nutzung und den Versiegelungsgrad als Kriterien für das Ausmaß der anthropogenen Bodenveränderungen sowie das vorhandene Datenmaterial (Altlastenkataster, geologische und topographische Karten unterschiedlichen Alters, Gebäudeschadenskarten usw.) konnte entschieden werden, ob auf den Flächen weitgehend natürlich gewachsene Böden oder stark anthropogen veränderte Böden auftreten (vgl. Tab. 5).
  3. Flächen mit wenig veränderten Böden (ohne Aufschüttungen oder Abträge und Versiegelungsgrad < 30 %, bei großflächiger Neubebauung < 25 %) wurden die Bodengesellschaften der naturnahen Böden entsprechend dem Zielbaum in Tab. 6 zugewiesen.
  4. Flächen mit Versiegelungsgraden >/= 30 % (bei großflächiger Neubebauung >/= 25 %) erhielten die Bodengesellschaften der anthropogen stark veränderten Böden in Abhängigkeit von der Art der Nutzung und dem Bebauungstyp (vgl. Tab. 5).
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Tab. 5: Zuweisungsrichtlinien für Bodengesellschaften in Abhängigkeit von Nutzungskategorie und Versiegelungsgrad
Bild: Umweltatlas Berlin

Die in den Abbildungen und Tabellen gezeigten Zuweisungsregeln sind als allgemeine Regeln anzusehen. Da die aktuelle Nutzung sowie der Versiegelungsgrad der Flächen häufig keine ausreichenden Informationen zur Zuweisung der Bodengesellschaften ergaben, mussten zahlreiche Einzelfallentscheidungen getroffen werden. Im besiedelten Bereich waren für die Vergabe der Bodengesellschaften neben dem Bebauungstyp auch historische Flächennutzungen von Bedeutung. Wohngebiete auf ehemaligen Industriestandorten wurden als Industriegelände gewertet, z. B. die Wohnanlage Thälmannpark. Ebenso musste zur Beurteilung von Deponiestandorten, Militärstandorten, Rieselfeldern und sonstigen Aufschüttungen weiteres Informationsmaterial (Karten, Altlastenkataster, Luftbilder, Gutachten usw.) hinzugezogen werden.

Konnten stärkere anthropogene Bodenveränderungen ausgeschlossen werden, erfolgte die Bestimmung der naturnahen Bodengesellschaften nach dem in Tab. 6 dargestellten Verfahren.

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Tab. 6: Zuweisung der Bodengesellschaften natürlicher Lithogenese
Bild: nach Aey 1991

Für nahezu alle Bodengesellschaften existieren typische Landschaftsschnitte mit charakteristischen Bodentypen und Leitprofilen sowie deren wichtigsten ökologischen Eigenschaften.

Darstellung in der Karte

Für die Darstellung in der Karte wurden Bodengesellschaften, Konzept-Bodengesellschaften und Sammelgesellschaften zu Gruppen mit einheitlicher Farbgebung zusammengefasst. Bei der Gruppenbildung der naturnahen Bodengesellschaften war die geomorphe Einheit und für die anthropogenen Bodengesellschaften die Nutzung maßgebend.

Fortschreibung der Karte im Jahre 2003

Aufgrund der veränderten Geometrie der Kartengrundlage (Flächenaufteilungen und -zusammenlegungen) und der aktualisierten Flächennutzung und Versiegelung musste die Karte nach einem Jahrzehnt im Jahre 2003 überarbeitet und fortgeschrieben werden.

Für alle neuen Flächen wurde die Bodengesellschaft der bestehenden Karte dann übernommen, wenn eine eindeutige geometrische Zuordnung möglich war, keine entscheidende Nutzungsänderung stattgefunden hatte und der Versiegelungsgrad im Definitionsbereich der alten Bodengesellschaft lag. Bei einer Nutzungsänderung von einer baulich geprägten zu einer Freiflächennutzung wurde die alte Bodengesellschaft ebenfalls beibehalten.

Beim Auftreten einer Nutzungsänderung von einer Freiflächennutzung zu einer baulich geprägten wurde bei entsprechender Versiegelung eine „anthropogene“ Bodengesellschaft zugeordnet – ebenso bei einer schwellenüberschreitenden Erhöhung der Versiegelung.

Bei allen anderen neuen Flächen ist gutachterlich eine Bodengesellschaft bestimmt worden.

Eine wesentliche Ergänzung gegenüber der Bodengesellschaftskarte aus dem Jahre 1998 ist die zwischenzeitlich erfolgte zusätzliche Differenzierung der Bodengesellschaft BG 50 (Regosol + Pararendzina + Hortisol) und BG 50a (Pararendzina + Lockersyrosem + Regosol) in Abhängigkeit der Ausgangsgesteine Geschiebesand, Flugsand, Talsand und Geschiebelehm. Die Zuordnung erfolgte auf der Grundlage der Geologischen Übersichtskarte von Berlin und Umgebung im Maßstab 1 : 100.000 (GÜK 100) Dadurch erhöhte sich die Zahl der Legendeneinheiten auf 76. Außerdem wurde zusätzlich in der Legende eine vierstellige Nummer der Bodengesellschaft eingeführt. Unter dieser Nummer werden die Bodengesellschaft und ihre Eigenschaften in der Bodendatenbank geführt. Die im Maßstab 1 : 50.000 vorliegende Karte ist eine Übersichtskarte für die Ableitung von Zielen und Maßnahmen im Rahmen der Landesplanung. Detaillierte Aussagen zu einzelnen Grundstücken sind nicht möglich. Für derartige Aussagen sind projektbezogene Detailkartierungen notwendig.

Fortschreibung der Karte im Jahre 2008

Aufgrund der veränderten Geometrie der Kartengrundlage (Flächenaufteilungen und -zusammenlegungen mit Stand vom 31.12.2005) und der aktualisierten Flächennutzung und Versiegelung musste die Karte im Jahre 2008 abermals überarbeitet und fortgeschrieben werden.

Bei neuen Flächen, Nutzungsänderungen und schwellenüberschreitenden Änderungen des Versiegelungsgrades wurde wie im Jahre 2003 verfahren.

Die Bodengesellschaft 1251 © (Übergangsniedermoor – Moorgley – Podsol-Gley auf Toteissenke in Grundmoränenhochfläche) wurde neu ausgewiesen. Es handelt sich dabei um ein im Düppeler Forst gelegenes oligotrophes Übergangsmoor.

Darüber hinaus wurden die Erkenntnisse folgender großmaßstäblicher bodenkundlicher Kartierungen des Geographischen Instituts der HU Berlin in die Karte eingearbeitet (Makki und Bíró 2008):

  • Rieselfelder Blankenfelde,
  • Landschafts- und Naturschutzgebiet Johannisthal,
  • Landschaftsschutzgebiet Tiefwerder Wiesen sowie
  • Flughafen Tempelhof.

Fortschreibung der Karte im Jahre 2012

Aufgrund der veränderten Geometrie der Kartengrundlage (Flächenaufteilungen und
-zusammenlegungen mit Stand vom 31.12.2010) und der aktualisierten Flächennutzung, Versiegelung und des Flurabstandes musste die Karte im Jahre 2012 abermals überarbeitet und fortgeschrieben werden.

Bei neuen Flächen, Nutzungsänderungen und schwellenüberschreitenden Änderungen des Versiegelungsgrades wurde wie im Jahre 2003 verfahren.

Darüber hinaus wurden die Erkenntnisse einer großmaßstäblicher bodenkundlichen Kartierung des Geographischen Instituts der HU – Berlin in die Karte eingearbeitet (Kissner 2010):

  • Königsheide.

Fortschreibung der Karte im Jahre 2017

Aufgrund der veränderten Geometrie der Kartengrundlage (Flächenaufteilungen und -zusammenlegungen mit Stand vom 31.12.2015) und der aktualisierten Flächennutzung und Versiegelung musste die Karte im Jahre 2017 abermals überarbeitet und fortgeschrieben werden.

Bei neuen Flächen, Nutzungsänderungen und schwellenüberschreitenden Änderungen des Versiegelungsgrades wurde weitgehend wie im Jahre 2003 verfahren. Eine ausführliche Beschreibung des Verfahrens liegt in Gerstenberg (2017a) vor.

Darüber hinaus wurden die Erkenntnisse diverse Einzelkartierungen des Instituts für Bodenkunde der TU Berlin und des Lehrstuhls für Bodengeographie des Geographischen Instituts der HU Berlin eingearbeitet (Böhme 2009, Makki et al. 2014a, Makki et al. 2014b, Godbersen 2007, Edelmann 2014). Durch die Einarbeitung der Ergebnisse des Forschungsvorhabens “Berliner Moorböden im Klimawandel” (Klingenfuß et al. 2015, Gerstenberg 2014) konnte die Lage / Ausdehnung von Moorbodengesellschaften und deren Eigenschaften präzisiert werden.

Die Bodengesellschaft 2441 [43a] (Pararendzina + Regosol + Lockersyrosem auf Truppenübungsplatz auf (Sander über) Moränenfläche aus geschiebehaltigem Sand und Trümmer- und Bauschutt) wurde neu ausgewiesen. Es handelt sich dabei um einen Teil des ehemaligen Truppenübungsplatzes Parks Range in Lichterfelde Süd.