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Zu erwartender höchster Grundwasserstand (zeHGW)

Zusammenfassung

Der Keller des Neubaus soll nicht plötzlich voller Wasser laufen, das aus dem Erdreich nach oben drückt. In Berlin ist das aber in vielen Gebieten eine Gefahr, weil das Grundwasser nur knapp unter der Erdoberfläche steht. Planer und Bauherren müssen deshalb wissen, wie hoch es maximal steigen kann.

Der Grundwasserstand wird schon seit vielen Jahrzehnten im ganzen Stadtgebiet regelmäßig erfasst. So ist dokumentiert, dass beispielsweise der Mensch in der Vergangenheit durch den Bau von Kanälen, U-Bahnschächten oder bewusstes Wassersparen den Pegel immer wieder zum Fallen und Steigen gebracht hat. Vermutlich wird das Grundwasser unter den derzeitigen Rahmenbedingungen aber in Zukunft witterungsbedingt auch mal höher klettern, als es bislang der Fall war.

Aus diesem Grund simulieren Fachkundige den zu erwartenden höchsten Grundwasserstand (zeHGW) mit einem mathematischen Grundwasserströmungsmodell. Dazu kombinieren sie z. B. erhöhte Regenmengen mit den in der Vergangenheit gemessenen Grundwasserständen. Zudem berücksichtigen sie, wie die Gesteinsschichten im Untergrund sortiert sind, nicht einkalkuliert sind hingegen künstliche Eingriffe – beispielsweise die Grundwasserentnahme für die Trinkwassergewinnung in den Wasserwerken oder zukünftige wasserbauliche Maßnahmen an der Spree.

Die entsprechenden Werte liegen derzeit für drei Viertel des Stadtgebiets vor. Sie umfassen die folgenden Flächen: Berliner Urstromtal, Panketal, Teltow-Hochfläche und Nauener Platte, wofür die Grundwasserstände von fast 3500 Messstellen ausgewertet wurden. Sehr wichtig für Baumaßnahmen ist zusätzlich auch, dass in den Hochflächenbereichen oberflächennah auch sog. Schichtenwasser zeitweise über wasserstauenden Schichten vorkommen kann.

Mehr über die konkreten Werte und ihre Ermittlung erfahren Sie in diesem Thema.