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Städtebauliche Dichte 2019

Einleitung

Mit den Karten „Reale Nutzung der bebauten Flächen“ (06.01), „Reale Nutzung“ (06.01.1), „Grün- und Freiflächenbestand“ (06.02), „Reale Nutzung und Vegetationsbedeckung“ (06.02.1),„Stadtstruktur“ (06.07) und „Stadtstruktur – Flächentypen differenziert“ (06.08) wird die Art der Nutzung des Stadtgebietes differenziert beschrieben. Aussagen zum Maß der baulichen Nutzung sind jedoch mit diesen Karten nur indirekt möglich.

Erst mit dem Maß der baulichen Nutzung kann die städtebauliche Dichte und die Nutzungsintensität und damit neben der Ausstattung und Freiflächenversorgung auch die städtebauliche Qualität eines Wohngebietes beschrieben werden.

In den vorliegenden Karten wurde daher auf der Ebene der Blöcke und Teilblöcke für die gesamte Stadt das vorhandene Maß der baulichen Nutzung in Form der Grundflächenzahl (GRZ) und der Geschossflächenzahl (GFZ) kartiert. Die Karten „Geschossflächenzahl (GFZ)“ (06.09.1) und „Grundflächenzahl (GRZ)“ (06.09.2) ermöglichen einen detaillierten Überblick der städtebaulichen Dichte Berlins.

Bei den beiden Kenngrößen Grundflächen- und Geschossflächenzahl handelt es sich um baurechtliche Planungswerte, die die Ausnutzung der Baugrundstücke darstellen. Grundlage für die Berechnung sind die Regelungen der Baunutzungsverordnung 2017 (im folgenden BauNVO). Die abweichenden Regelungen der Baunutzungsverordnungen 1962, 1968, 1977 und 1990 bleiben unberücksichtigt, da sie bei der Darstellung der städtebaulichen Dichte nicht ins Gewicht fallen.

Die Grundflächenzahl (GRZ) gibt den Anteil der mit baulichen Anlagen überdeckten Fläche im Verhältnis zum Baugrundstück an (vgl. § 19 Abs. 1 BauNVO).

Die Geschossflächenzahl (GFZ) ist eine Größe, die die Intensität der Nutzung einer Fläche widerspiegelt. Sie gibt an, wie viel Quadratmeter Geschossfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche vorhanden sind und berechnet sich nach den Außenmaßen aller Vollgeschosse der Gebäude (vgl. § 20 Abs. 2 und 3 BauNVO).

In Anlehnung an die Definitionen der Baunutzungsverordnung zeigen die Karten die Kennwerte der städtebaulichen Dichte auf der Ebene der einzelnen Blöcke und Blockteilflächen, da eine grundstücksscharfe Darstellung für eine Übersichtskarte nicht geeignet ist. Bei der vorliegenden Untersuchung wurde der real vorliegende Bestand dieser beiden Planungsgrößen ermittelt; die Karten zeigen somit die aktuelle Nutzungsintensität aller mit Gebäuden bebauten Flächen.

Die Auswertungen sollen einen Vergleich der realisierten Bauflächenausnutzung mit den Darstellungen und Festsetzungen der Berliner Bauleitpläne (Flächennutzungsplan, Baunutzungsplan und Bebauungspläne) und Hinweise für die Lokalisierung von Über- oder Unternutzung von Flächen ermöglichen. Deshalb sind die Schwellenwerte der Darstellung bzw. die Klassengrenzen in Anlehnung an diejenigen des Baunutzungs- und Flächennutzungsplanes definiert worden. Um in den dicht bebauten Altbaugebieten eine differenziertere Aussage zu erhalten, wurden oberhalb der Geschoßflächenzahl von 1,5 weitere Klassen gebildet.