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Biologische Gewässergüte (Trophie) 2003

Einleitung

Sämtliche Berliner Hauptfließgewässer sind rückgestaut und extrem langsamfließend, wobei die seenartigen Erweiterungen von Spree und Havel sehr große Aufenthaltzeiten aufweisen.

Bildvergrößerung: Tab.1: Kenngrößen der seenartigen Erweiterungen von Spree und Havel
Tab.1: Kenngrößen der seenartigen Erweiterungen von Spree und Havel
Bild: Umweltatlas Berlin

In Abgrenzung zu reinen Fließgewässern sind rückgestaute Fließbereiche ebenso wie Landseen empfindlich gegenüber Nährstoffeinträgen. Die Wasserqualität der Berliner Fließabschnitte wird wegen der hohen Nährstoffpräsenz im Spree-Havel-Raum vorrangig durch die Folgen der Eutrophierung geprägt, weniger durch den externen Eintrag an leicht abbaubaren organischen Stoffen. Eine Güteklassifikation nach dem Saprobiensystem ist für Berlin somit nicht praktikabel.