Im Zuge der Fortschreibung der ISU5 UA auf den Stand 31.12.2024 wurden 736 Flächen entweder hinsichtlich der Geometrie, des Block(teil)flächenschlüssels oder der Nutzungsattribute angepasst.
Die meisten Änderungen zur Nachführung von neuen RBS-Blöcke wurden an Block(teil)flächen vorgenommen, die im Zuge der Erweiterung der Stadtautobahn A100 zwischen Grenzallee und Puschkinallee aktualisiert werden mussten. Dabei handelt es sich sowohl um geometrische Änderungen, die durch den neuen Straßenverlauf entstanden als auch um Nutzungsänderungen aufgrund der Baustellensituation. In anderen Fällen wurden, wie zum Beispiel rund um das Rechenzentrum Mahlsdorf oder an der Möllendorfstraße in Berlin Lichtenberg, die Grenzen der RBS-Blöcke besser auf die bestehenden Nutzungen angepasst und es kam aus diesem Grund zu Änderungen der Blockaußengrenzen. In Bebauungsgebieten entstehen meist auf Brachflächen neue Baublöcke und neue Straßen, die die betreffenden Areale kleinräumig differenzierter strukturieren. Ein entsprechend umstrukturiertes Gebiet war in der vorliegenden Fortschreibung der Zwieseler Hof in Berlin Karlshorst. Durch die beschriebenen Anpassungsbedarfe wurden 248
Block(teil)flächen hinsichtlich des Schlüssels und 622 Flächen nur geometrisch angepasst.
Insgesamt führte nur auf ca. 9 % (22 Flächen) der Prüfflächen die neue Bebauung zu einer Änderung der Nutzungsattribute. Hier wechselte die Nutzung meist von „Baustelle“, „Brachfläche“ oder „Gewerbefläche“ zu einer Wohnnutzung. Der geringe Prozentanteil der Flächen, deren Nutzung durch neue Bebauung geändert wurde, ist darauf zurückzuführen, dass auf den entsprechenden Flächen der Flächentyp bereits stimmte, auch wenn im Laufe des vergangenen Jahres eine weitere Nachverdichtung stattfand (z. B. Einfa-milienhaus in einem Einfamilienhausgebiet ergänzt) oder die neue Bebauung fertiggestellt wurde. Dies traf auf 41 Flächen zu. Die Nutzungsattribute wurden in 60 Fällen aufgrund der Prüfflächen des Grünanlagen- bzw.- Kleingartenbestands angepasst.
Im Rahmen der vorliegenden Fortschreibung wurden Blockteilflächengrenzen aufgrund von aktualisierten Datensätzen der Bodengesellschaften geändert oder neu gebildet. Dabei handelte es sich um die Anpassung aufgrund der folgenden Bodenthemen: Rieselfelder (117 Flächen), Dünen (344 Flächen), Moore (69 Flächen) und Bodenneubewertung (27 Flächen). 5 Flächen wurden dabei sowohl aufgrund von Dünen- als auch Moorgrenzen angepasst.
Anpassungen aufgrund des Themas „Dünen“ wurden insbesondere in den Forstgebieten in Köpenick und Reinickendorf vorgenommen. Block(teil)flächen, die aufgrund von Moorgrenzen angepasst wurden, lagen verstreuter, z. B. im Bucher Forst, Tegeler Fließ und auch im Forst Köpenick. Ein weiteres Bodenthema, das zu Anpassungen führte, sind ehemalige Rieselfelder. Diese liegen fast ausschließlich im Norden von Berlin in den Bezirken Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Reinickendorf. Schließlich wurden noch einige Flächen aufgrund von Bodenneubewertungen in der Wuhlheide und der Köllnischen Heide geändert.
Die größten Flächenverschiebungen stehen in Zusammenhang mit neuen Bebauungen. So verzeichnet der Flächentyp 73 (Geschosswohnungsbau der 1990er Jahre und jünger) ein Plus von 34 ha und der Flächentyp 31 (Gewerbe- und Industriegebiet, großflächiger Einzelhandel, dichte Bebauung) von 39 ha. Die neue Bebauung entstand auf Brachflächen (Flächentyp 57: – 4 ha oder Gewerbeflächen mit geringer Bebauungsdichte (Flächentyp 30: – 63 ha). Die Bildung von Block(teil)flächen aufgrund angepasster Bodengrenzen zeigt sich in der gestiegenen Zahl von Waldflächen (Flächentyp 55: + 147 ha) bei etwa gleichbleibender Flächengröße.