Zur Bestimmung der Anzahl der klimatologischen Kenntage erfolgt eine Disaggregierung der Regionalmodelldaten (d.h. eine räumliche Aufschlüsselung der grob aufgelösten Regionalmodelldaten, Abb. 1). Hierbei werden für die FITNAH-Daten für jeden Gitterpunkt die Differenz der Temperaturwerte (Tmin bzw. Tmax) zum jeweiligen, globalen Mittelwert bestimmt. Diese Differenzen werden mit den Ergebnissen aus dem Regionalmodellensemble über einen empirischen Korrekturfaktor verrechnet. Hierdurch ergeben sich langfristige, hoch aufgelöste tägliche Temperaturminima und -maxima, mit denen die Auswertung erfolgen kann, für wie viele Tage in den betrachteten Perioden das Kriterium für einen Sommertag, einen Hitzetag oder eine Tropennacht erfüllt wird.
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Entwicklung der Anzahl ausgewählter klimatologischer Kenntage 2022
Abb. 1: Repräsentative Fläche eines Regionalmodellgitterpunkts (RCM) und die zugehörigen Rasterwerte aus der hochaufgelösten FITNAH-Modellierung.
Bild: Umweltatlas Berlin
Das Ergebnis wird angegeben als die durchschnittliche jährliche Anzahl der jeweiligen klimatologischen Kenntage pro Jahr innerhalb von drei Perioden (Referenzperiode 1971-2000, nahe Zukunft 2030-2061 und ferne Zukunft 2071-2100). Neben den rasterbasierten Ergebnissen werden aggregierte Ergebnisse auf Basis von Blockteilflächen (ISU5) sowie die Zunahme der jeweiligen Kenntage in den zukünftigen Perioden im Vergleich zur Referenzperiode 1971-2000 zur Verfügung gestellt. Eine ausführliche Beschreibung der Methode findet sich in der Dokumentation.
In der Berechnung der Anzahl der Kenntage für die zukünftigen Perioden wird der Effekt durch den Klimawandel berücksichtigt. Städtebauliche Planungen und die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen konnten in der Berechnung hingegen nicht berücksichtigt werden.