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Flächenpotenziale für dezentrale Versickerungsmaßnahmen 2019

Methode

Maßnahmenauswahl

Potenzialkarten lassen sich nicht für sämtliche blau-grünen Infrastrukturen in gleicher Detailtiefe und Aussagekraft erstellen. In einigen Fällen fehlen geeignete Datengrundlagen zur räumlichen Abbildung von Umsetzungspotenzialen, in anderen Fällen sind für bestimmte Maßnahmen keine eindeutig defi-nierbaren technischen Randbedingungen vorhanden, sodass eine differenzierte geografische Darstel-lung nicht möglich ist. Vor diesem Hintergrund wurden auf Basis der verfügbaren Daten folgende dezentrale Versickerungsmaßnahmen in die Analyse einbezogen (s.a. Abb. 1):

Flächenversickerung

Eine wasserdurchlässige Oberfläche mit einer möglichen Eintiefung von bis zu 10cm, die als Versi-ckerungsfläche genutzt wird.

Muldenversickerung

Mulden sind dauerhaft begrünte Versickerungsanlagen, die einen kurzfristigen oberirdischen Speicher vorweisen mit einer Einstautiefe von 20 – 30 cm.

Rigolensystem

Rigolen können entweder in Form von Kunststoffkörpern oder in Form von mit Kies oder anderen Materialien gefüllte unterirdische Speicherräume auftreten, die das Niederschlagswasser an-schließend gedrosselt weiterversickern lassen.

Mulden-Rigolen-Element (mit Drossel)

Ein Mulden-Rigolen-Element ist die Kopplung einer Muldenversickerung mit unterirdischen Rigolen.

Tiefbeet-Rigole

Tiefbeete sind eine Sonderform von Versickerungsmulden, die eine Beton- oder Natursteineinfassung aufweisen.

Baum-Rigole

Bei dieser Anlage handelt es sich um ein mit Bäumen bepflanztes Mulden-Rigolen-Element. Es kann sowohl mit als auch ohne Speicher verwendet werden, der sich unterhalb der Rigole befindet.

Abbildung 1: Abbildungen der betrachteten Versickerungsmaßnahmen

Abbildung 1: Abbildungen der betrachteten Versickerungsmaßnahmen

Erstellung des GIS-Modells

Die unter Datengrundlage beschriebenen Geodaten fließen als Eingangsdaten in das GIS-Model und werden je nach Maßnahme und Randbedingung verarbeitet, sodass die Ausgangsdatei die entsprechenden Bereiche kennzeichnet, die entweder für eine Umsetzung geeignet sind, oder Flächen dar-stellen, die eine Umsetzung ausschließen oder einschränken. Die einzelnen Randbedingungen und deren Bedeutung für die verschiedenen Versickerungsmaßnahmen werden in der Kartenbeschreibung erläutert. Dabei ist hervorzuheben, dass eine Randbedingung eine Ebene erzeugt, die entweder allgemein gültig ist für alle betrachteten Maßnahmen (allgemein geltende Planungshilfen), oder für jede Maßnahme einzeln angepasst werden muss. Für eine vollständige Ermittlung der Potenzialräume einer Maßnahme müssen die einzelnen zur Maßnahme zugehörigen Ebenen übereinandergelegt werden.

Fachlicher Kontakt

Berliner Wasserbetriebe
Fr. Kriegebaum

Umweltatlas Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Fr. Haag