Potenzialkarten lassen sich nicht für sämtliche blau-grünen Infrastrukturen in gleicher Detailtiefe und Aussagekraft erstellen. In einigen Fällen fehlen geeignete Datengrundlagen zur räumlichen Abbildung von Umsetzungspotenzialen, in anderen Fällen sind für bestimmte Maßnahmen keine eindeutig defi-nierbaren technischen Randbedingungen vorhanden, sodass eine differenzierte geografische Darstel-lung nicht möglich ist. Vor diesem Hintergrund wurden auf Basis der verfügbaren Daten folgende dezentrale Versickerungsmaßnahmen in die Analyse einbezogen (s.a. Abb. 1):
Flächenversickerung
Eine wasserdurchlässige Oberfläche mit einer möglichen Eintiefung von bis zu 10cm, die als Versi-ckerungsfläche genutzt wird.
Muldenversickerung
Mulden sind dauerhaft begrünte Versickerungsanlagen, die einen kurzfristigen oberirdischen Speicher vorweisen mit einer Einstautiefe von 20 – 30 cm.
Rigolensystem
Rigolen können entweder in Form von Kunststoffkörpern oder in Form von mit Kies oder anderen Materialien gefüllte unterirdische Speicherräume auftreten, die das Niederschlagswasser an-schließend gedrosselt weiterversickern lassen.
Mulden-Rigolen-Element (mit Drossel)
Ein Mulden-Rigolen-Element ist die Kopplung einer Muldenversickerung mit unterirdischen Rigolen.
Tiefbeet-Rigole
Tiefbeete sind eine Sonderform von Versickerungsmulden, die eine Beton- oder Natursteineinfassung aufweisen.
Baum-Rigole
Bei dieser Anlage handelt es sich um ein mit Bäumen bepflanztes Mulden-Rigolen-Element. Es kann sowohl mit als auch ohne Speicher verwendet werden, der sich unterhalb der Rigole befindet.