Verkehr  
 

Fußverkehrsstrategie - Modellprojekt 5

Begegnungszone Maaßenstraße in Schöneberg


Stand der Umsetzung


Die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Schöneberger Maaßenstraße wurden Ende 2015 abgeschlossen. Es wurden u.a. Maßnahmen zur Verlangsamung des fließenden Verkehrs sowie zur Erhöhung der Sicherheit, der Aufenthaltsqualität und der Barrierefreiheit umgesetzt.
Die Stelen im Bereich der "Eingangsportale" erhöhen den Wiedererkennungswert für diese besonderen Straßenräume.
Im Mai 2017 wurden die Begleit­unter­suchungen zur Bewertung der umgesetzten Maßnahmen aus verkehrlicher Sicht durch das beauftragte Büro abgeschlossen. Vertieft untersucht wurden dabei verschiedene Kennziffern wie z.B. Verkehrs­ablauf, Geschwindigkeits­verhalten, Unfall­situation und Akzeptanz.
Auch wenn die Auswertung des Berichtes noch nicht abgeschlossen ist, steht fest, dass alle wesentlichen Planungsziele erreicht wurden:
  • Senkung der Kfz-Verkehrsmenge
  • Reduzierung der Kfz- Fahrgeschwindigkeit
  • Vermeidung von Konflikten auf dem Gehweg
  • Erhöhung der Attraktivität für zu Fuß Gehende
  • Erhöhung der Sicherheit für zu Fuß Gehende
  • Vergrößerung der Aufenthaltsflächen


Vorher

Maaßenstraße in Schöneberg
Nachher

Maaßenstraße in Schöneberg, Nov. 2015; Foto: SenUVK / Dirk Bartel
Foto: SenUVK, November 2015
Die zweite Evaluierung der Maaßenstraße, die die Begegnungszone aus der Sicht von Menschen mit Behinderungen untersucht, hat festgestellt, dass
  • die Idee der Begegnungszone von den meisten Befragten grundsätzlich begrüßt wird,
  • die reduzierte Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs positiv bewertet wird,
  • das langsame Fahren grundsätzlich das Queren erleichtert und die Hörqualität der schwerhörigen Befragten steigert,
  • die Aufenthaltsqualität in der Maaßenstraße aufgrund des belebten Straßenraumes, der vielfältigen gastronomischen Angebote, der "schönen Kiez-Atmosphäre" hoch ist,
  • das Platzangebot zum Sitzen begrüßt wird und
  • die barrierefreie Gestaltung der Knotenpunkte und Querungsstellen - insbesondere von geh- und sehbeeinträchtigten Personen - positiv wahrgenommen wird.
Für das erste Halbjahr 2018 planen die Senats­ver­wal­tung und der Bezirk eine weitere Evaluierung in Form von mindestens zwei Bürger­beteiligungs­work­shops zum Thema Straßen­raum­gestaltung. Deren Ergebnisse fließen zusammen mit den Ergeb­nissen der genannten Fach­evalu­ierungen in eine Gesamt­empfehlung für den Umbau der bestehenden "Begegnungs­zone" Maaßen­straße mit ein.

Im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Maaßenstraße zur Begegnungszone hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt einen Regelungskatalog für die Sicherung und Weiterentwicklung der Aufenthalts- und Gestaltungsqualität im öffentlichen Raum entwickelt.
Dieses Statut wurde im Juli 2015 von der BVV beschlossen und soll als verbindlicher Gestaltungsrahmen für die Maaßenstraße und zugleich als Instrument zur Regelung der Zulässigkeit jeglicher, vor allem jedoch kommerzieller Aktivitäten im öffentlichen Raum (genehmigungsfähige Sondernutzungen) dienen.
 
Logo www.begegnungszonen.berlin.de

Nutzungsstatut Maaßenstraße

Sondernutzungen auf dem öffentlichen Straßenland (Down­load von Beschluss und Lageplan unter "Antrag" im letzten Absatz) mehr

Download

Nutzungsstatut

Flyer
Besseres Miteinander - Begegnungszone Maaßenstraße

Archiv

Modellprojekt Maaßenstraße
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Öffentlichkeits­beteiligung Pilotvorhaben "Begegnungszone Maaßenstraße"
Ergebnisvorstellung

Auswertungs­bericht zur Öffent­lich­keits­beteiligung

Auszeichnung für das Pilotvorhaben "Begegnungszone Maaßenstraße" beim 17. Wettbewerb für Städte und Gemeinden mehr