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NSG Grunewaldsee (südlicher Teil)

Grunewaldsee
Bild: Florian Möllers
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Luftbild Grunewaldsee
Bild: Bruno D'Amicis

Der Grunewaldsee ist Teil einer Schmelzwasserrinne. Seine Ufer sind heute nur noch von lichten Röhrichtbeständen gesäumt, auch die Schwimmblattzone ist kaum noch erhalten. Dafür wachsen in den feuchten Ufer- und Moorbereichen einige nach der Berliner Roten Liste gefährdete Pflanzenarten wie Gemeine Strandsimse, Flügel-Braunwurz, Nickender Zweizahn, Wasserschierling oder Europäische Seide.

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Grunewaldsee
Bild: Florian Möllers

Die Uferzonen sind zudem Brutgebiet verschiedener Wasservogelarten und auch als Amphibienlaichplatz ist das Gebiet vor allem für Erdkröten, Teich- und Seefrösche wichtig.

Bildvergrößerung: Weidengebüsche säumen das Ufer
Weidengebüsche säumen das Ufer
Bild: Florian Möllers

Auffällig ist der artenreiche Bestand heimischer Laubgehölze. Im grundwassernahen Bereich stehen Schwarz-Erlen, Berg- und Feldahorn, Flatterulmen , Silber- und Bruchweiden. Im oberen Bereich wachsen Rot- und Hainbuchen sowie Kiefern. Einer der wertvollsten Eichenbestände Berlins ist an der Südwestseite des Grunewaldsees am Hang zu finden.

  • Bezirk

    Charlottenburg-Wilmersdorf

  • Lage

    Am Südufer des Grunewaldsees, nördlich des Hüttenweges

  • Karte

  • Fläche

    9,5 ha

  • Unterschutzstellung

    Erstmals 17. November 1960 gültige Verordnung 20. Dezember 2017
  • Bestandteil von

  • Besonderheiten

    Erlebbar, interessante Flora, landschaftlich reizvoll

Besuchertipps

Karte des NSG
Karte des NSG
Bild: SenUVK

Das südliche Ende des Grunewaldsees ist vom Hüttenweg gut zu erreichen. Hier liegt das Forsthaus Paulsborn, eine historische Gaststätte, in der im Sommer ein Biergarten Wanderer und Spaziergänger anlockt. Von dort führen Wanderwege zu beiden Seiten des Sees am Schutzgebiet entlang. Während der höher gelegene westliche Weg interessante Einblicke in das NSG und einen schönen Überblick über See und Schloss gewährt, führt der östliche an der kleinen Wiese vorbei zum sehenswerten Jagdschloss, das direkt am Seeufer liegt. Der ehemals von einem Wassergraben umgebene Renaissance-Bau wurde 1542 im Auftrag des Kurfürsten Joachim II. erbaut. Dieser nannte das Schloss “Haus zum gruenen Walde”. Der heutige Name “Grunewald” für das umliegende Waldgebiet geht auf diese Benennung zurück. Neben einer Gemäldegalerie lädt ein Jagdzeugmagazin den historisch Interessierten zum Besuch ein.

Bei Spaziergängen in der Umgebung des Grunewaldsees und des Jagdschlosses Grunewald ist mit einer großen Zahl freilaufender Hunde zu rechnen, da sich hier das größte Berliner Hundeauslaufgebiet befindet.

Karte des Gebietes

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