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Technische Sehenswürdigkeiten

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3
Bildvergrößerung: Ein dunkelhaariger Mann und ein blonder Junge betrachten die imposante Dampflokomotive 50 3707. Sie stehen vom Betrachter abgewandt, der Mann trägt den Jungen auf seinen Schultern. Die etwa 23 Meter lange und 4,5 Meter hohe schwarze Lok hat ein rotes Fahrwerk mit großen Rädern. An ihrer Außenseite verlaufen zahlreiche Rohre. Vorne an der Rauchkammer mit kurzem Schornstein prangt eine Tafel mit der Aufschrift „50 3707-2“.„50” bezeichnet die Baureihe, „3707“ die Ordnungsnummer. Im Hintergrund der dichte Baumbestand des Natur-Parks Südgelände.
Dampflokomotive 50 3707
Bild: Konstantin Börner

Dampflokomotive 50 3707

Für den allgemeinen Güterzugdienst wurde 1938/39 diese flexibel einsetzbare, relativ sparsame Baureihe entwickelt und damit eine Standardisierung der vielen Baugruppen und Ersatzteile erreicht.
Die Einheits-Güterzuglokomotiven fanden ihren Einsatz bei Güter-, Personen und Eilzügen. “50” bedeutet die Baureihe, 3707 die Ordnungsnummer. Die Baureihe wurde auch im Hinblick auf die Kriegsvorbereitungen des Hitler-Regimes konstruiert.
Die Deutsche Bahn musterte die letzten Lokomotiven dieser Baureihe 1977 aus, die Reichsbahn 10 Jahre später.
Die im Natur-Park Südgelände 1997 aufgestellte Dampflokomotive wurde 1940 in Kassel gebaut und von der Reichsbahn erworben. Nach dem Krieg verblieb sie in der DDR, wurde modernisiert und beendete Mitte der 80er Jahre ihren Dienst. Nach der Wende kaufte sie ein Eisenbahnfreund aus Celle. Seit 1997 ist die Grün Berlin GmbH Eigentümer. Die gewaltige schwarze Lok mit ihrem roten Fahrwerk ist ca. 23 m lang und 4,5 m hoch.

Drehscheibe

Bildvergrößerung: Die Drehscheibe in der Bildmitte hat einen Durchmesser von circa 23 Metern. Sie diente dazu, Dampflokomotiven in verschiedene Gleise zu fahren. Mittig verlaufen zwei Eisenbahnschienen, an die sich in beide Richtungen fest verlegte Schienen anschließen. Die Stahlkonstruktion ist von einem Geländer umgeben. Auf der linken Bildhälfte grenzt ein rot gestrichenes Häuschen mit Fensterfront an die Plattform an. Von dort aus konnte die Drehscheibe gesteuert werden. Rechts im Hintergrund erstreckt sich parallel zu den Schienen die Mauer eines Bahndamms. Die Anlage liegt zwischen Bäumen mit Herbstlaub.
Drehscheibe
Bild: Holger Koppatsch

Im Eisenbahnwesen wurden Drehscheiben bereits Mitte des 19.Jahrhunderts entwickelt, um Dampflokomotiven platzsparend in verschiedene Gleise fahren zu können. Der Antrieb erfolgte zunächst im Handbetrieb, später elektrisch.
Sie sind konstruiert als eine Brücke, die in der Mitte ein sehr stabiles Drehlager – den sogenannten Königsstuhl – und an den Enden jeweils Laufräder besitzt. Die im Gelände erhaltene und restaurierte Drehscheibe hat einen Durchmesser von circa 23 Metern.

Beschleunigungsröhre

Bildvergrößerung: Ein Blick durch die tunnelartige Beschleunigungsröhre ins Freie. Hand in Hand laufen ein Mann und ein Junge über ein Riffelblech hindurch. Ihre dunklen Silhouetten zeichnen sich im Gegenlicht ab. Vor ihnen führt ein Weg ins helle Grün des Natur-Parks Südgelände. Die begehbare Installation aus der Ausstellung „Sieben Hügel – Bilder und Zeichen des 21. Jahrhunderts“ ist etwa 10 Meter lang, 2,70 Meter hoch.
Beschleunigungsröhre
Bild: Konstantin Börner

Die ursprünglich U-förmige Installation stammt aus der Ausstellung „Sieben Hügel – Bilder und Zeichen des 21.Jahrhunderts“. Die von den Berliner Festspielen im Martin-Gropius-Bau Berlin im Jahr 2000 organisierte Schau versuchte das Wissen der Gegenwart mit einem ahnungsweisen Ausblick in die Zukunft zu vermitteln.
Die Installation wurde nach der Ausstellung demontiert und im Natur-Park Südgelände in zwei L-förmigen Hälften wiederaufgebaut. Eine der rostroten Röhren befindet sich im Moosgarten, die andere vor der Pergola. Jede Röhre ist etwa 10 Meter lang, 2,70 Meter hoch und auf einem Riffelblech begehbar. Die tunnelartigen Röhren fokussieren den Blick und verbinden verschiedene Landschaftsräume miteinander.

Wasserturm

Bildvergrößerung: Der 50 Meter hohe Wasserturm ragt in den hellblauen Himmel. Das gewaltige rostrote Turmgestell mit Verbindungsstreben trägt einen Behälter mit fünfeckiger Grundfläche und halbkugelförmigem Kuppel-Dach. Er hat einen Durchmesser von circa 9 Metern und fasst 400 Kubikmeter Wasser. Am unteren Bildrand einige grüne Baumkronen.
Wasserturm
Bild: Frank Sperling

Der 50 Meter hohe Wasserturm aus Stahl entstand 1927 während der Erweiterung der vorhandenen Bahnanlagen zu einem leistungsfähigen Rangierbahnhof. Auf dem rostroten Turmgestell thront ein Behälter mit fünfeckiger Grundfläche und halbkugelförmigem Kuppel-Dach. Er hat einen Durchmesser von circa 9 Metern und fasst 400 Kubikmeter.
Der Wasserturm wurde bis 2019 umfassend saniert.
Dampflokomotiven hatten einen hohen Verbrauch an Wasser. Um die nötigen Wasservorräte schnell ergänzen zu können, wurden an wichtigen Eisenbahn-Betriebsstellen Wasserkräne mit dickrohrigen Zuleitungen aufgestellt. Sie erhielten ihr Wasser per Schwerkraft aus Wassertürmen. In deren Hochbehälter wurde kontinuierlich Wasser gepumpt.