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Freilandausstellung Bahnbrechende Natur

Einführung in die Ausstellung

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3
Bildvergrößerung: Ein Gitterrost-Steg führt im Zentrum des Natur-Parks über eine große Wiese. Besucher, zwei Frauen und ein Mann mit Kinderwagen, stehen vor einer Informationstafel, die neben dem Steg im Gras aufgestellt ist. Auf der Wiese wachsen Birken und andere Laubbäume locker verteilt. Sonnenlicht malt helle Flecken auf das saftig grüne Gras. Im Hintergrund verläuft der Steg weiter und wird vom üppigen Grün zahlreicher Büsche und Bäume begrenzt.
Steg im Naturschutzgebiet
Bild: Jacob Schmidt

Auf einem Rundgang mit 42 Tafeln – davon 30 Tafeln mit außergewöhnlichen, detailstarken Fotos und 12 inklusiven Tafeln mit taktilen Elementen und einem Kunstobjekt – regt die Ausstellung „Bahnbrechende Natur“ dazu an, die Stadtnatur zu entdecken.

  • Die taktile Ausstellung soll für alle Besucher auch unter Coronabedingungen nutzbar sein. Bitte desinfizieren Sie vor und nach Gebrauch der taktilen Tafeln Ihre Hände. Hygienespender stehen vor Ort zur Verfügung: neben dem Ausstellungstisch auf dem Platz und am Beginn und Ende des Gleissteges.

Audiodateien zur Ausstellung

Zu allen Themen finden Sie auf den folgenden Seiten eine Hörfassung mit den Ausstellungstexten, ausführlichen Bildbeschreibungen und vereinzelt auch Tierstimmen.

Sounddesign: picaroMedia
Tierstimmen: Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin

Auf einzelnen Seiten finden Sie außerdem Gebärdenvideos.

Natur-Park Schöneberger Südgelände – Wildnis mitten in der Stadt

Bildvergrößerung: Ausstellungstisch
Ausstellungstisch
Bild: Grün Berlin

Der Natur-Park Schöneberger Südgelände ist eine Naturoase, die sich mitten in der Großstadt Berlin auf dem ehemaligen Rangierbahnhof Tempelhof entwickelt hat. Eine Besonderheit ist seine Verbindung von Natur, Bahnrelikten und Kunst. Um den Artenreichtum und die Naturentwicklung langfristig zu erhalten, wurde er 1999 als Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet gesichert. Rücksichtnahme und die Achtung vor Tieren und Pflanzen tragen dazu bei, den Natur-Park Schöneberger Südgelände und seine Einrichtungen zu erhalten.

Bildvergrößerung: Logo „Barrierefreiheit geprüft: teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer, Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen“
Bild: Reisen für Alle

Der Natur-Park Schöneberger Südgelände wurde 2021 erstmals von »Reisen für Alle« auf Barrierefreiheit geprüft und erhält die Zertifizierung bis Mai 2024.

Bitte beachten Sie die Schutzgebietsverordnung vom 3. März 1999 und die Parkordnung (Auszug):

Bildvergrößerung: Auf dem hochformatigen Foto schiebt sich am unteren Rand die schwarze Dampflok ins Bild. Sonnenlicht fällt auf üppig grüne Büsche und hohe Bäume, die zu beiden Seiten des Gleises wachsen. Etwas entfernt hinter Baumwipfeln ragt das weithin sichtbare bedeutende Bauwerk des Parks in den hellblauen Himmel: der 1927 erbaute 50 Meter hohe stählerne Wasserturm. Auf dem rostroten Gestell thront ein Aufbau mit fünfeckiger Grundfläche und halbkugelförmigem Kuppel-Dach.
Dampflok mit Wasserturm
Bild: Holger Koppatsch
  • Hunde dürfen in den Natur-Park nicht mitgenommen werden.
  • Im Natur-Park ist das Fahrradfahren nicht gestattet. Für Fahrräder stehen Stellplätze zur Verfügung.
  • Das Verlassen des Steges im Naturschutzgebiet ist nicht erlaubt.
  • Lassen Sie Blumen und Pflanzen an Ort und Stelle.
  • Wild lebende Tiere dürfen nicht beunruhigt und Nester nicht zerstört werden.
  • Das Sammeln von Früchten und Pilzen ist nicht gestattet.
  • Müll ist in den dafür vorgesehenen Abfalleimern zu entsorgen.
  • Grillen oder das Anlegen von Feuer ist nicht erlaubt.
Plan Natur-Park Schöneberger Südgelände
Bild: Max Ley (Illustration)

Der Besuch des Natur-Parks ist kostenpflichtig. Bitte lösen Sie Ihre Eintrittskarte an den Automaten der Eingänge (siehe Plan).

Natur-Park Schöneberger Südgelände

Link zu: Natur-Park Schöneberger Südgelände
Bild: Holger Koppatsch

Der Natur-Park verdankt seine Entstehung den politischen Entwicklungen nach Kriegsende, der Aufgabe des Rangierbahnhofs im geteilten Berlin, seinem besonderen ökologischen Wert inmitten der Stadt und dem Engagement einer Bürgerinitiative. Das Konzept einer Grüntangente wird entwickelt. Weitere Informationen

Bahnbrechende Natur

Link zu: Bahnbrechende Natur
Bild: Andreas Langer

Der Natur-Park ist Lebensraum seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Ein Großteil der Fläche steht unter Naturschutz. Der etwa 18 Hektar große Park verfügt über zwei behindertengerechte Rundwege. Veranstaltungen und neue Wege der Umweltbildung verbinden Wissenschaft, Kunst und Naturschutz. Weitere Informationen

Technische Sehenswürdigkeiten

Link zu: Technische Sehenswürdigkeiten
Bild: Konstantin Börner

Im Gelände finden sich einige Sehenswürdigkeiten. Solche aus der Bahnära wie der 50 Meter hohe, restaurierte Wasserturm - Wahrzeichen des Geländes, die 1940 gebaute Dampflokomotive 50 3707 sowie die restaurierte Drehscheibe. Die Beschleunigungsröhren sind zwei L-förmige, tunnelartige Installationen. Weitere Informationen

Geschichte und Entwicklung

Link zu: Geschichte und Entwicklung
Bild: Carl Bellingrodt, Archiv Alfred Gottwald

Der Natur-Park verdankt seine Entstehung den politischen Entwicklungen nach Kriegsende, der Aufgabe des Rangierbahnhofs im geteilten Berlin, seinem besonderen ökologischen Wert inmitten der Stadt und dem Engagement einer Bürgerinitiative. Das Konzept einer Grüntangente wird entwickelt. Weitere Informationen

Verschiebebahnhof Tempelhof

Link zu: Verschiebebahnhof Tempelhof
Bild: Archiv Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, Stadtentwicklungsamt

Ende des 19.Jahrhunderts erforderte zunehmender Personen- und Güterverkehr den Neubau von Werkstätten und Rangierbahnhöfen. Die Gesamtleistung des Verschiebebahnhofs Tempelhof lag an zweiter Stelle unter den neun Rangierbahnhöfen Berlins. Hier wurden Züge der Dresdener und Anhalter Bahn abgewickelt. Weitere Informationen

Luftbilder 1953 · 1989 · 2015

Link zu: Luftbilder 1953 · 1989 · 2015
Bild: Archiv Geoportal Berlin

Luftbilder von 1953, 1989 und 2015 lassen erkennen, wie sich die Natur das ehemalige Bahngelände nach und nach zurückerobert und sich immer stärker Gehölze ausbreiten. Inzwischen bedecken sie mehr als Zweidrittel des Geländes. Weitere Informationen

Schutz und Pflege

Link zu: Schutz und Pflege
Bild: Josef Vorholt

Der Natur-Park wird ab 1996 durch die Grün Berlin GmbH entwickelt, Baumaßnahmen werden großzügig durch die Allianz Umweltstiftung gefördert. 1999 wird das Gelände unter Schutz gestellt. Pflegemaßnahmen der Obersten Naturschutzbehörde steuern die Sukzession und verhindern eine vollständige Bewaldung. Weitere Informationen

Die Natur kehrt zurück

Link zu: Die Natur kehrt zurück
Bild: Sebastian Hennigs

Mit der Aufgabe der Bahnnutzung nehmen Tiere und Pflanzen das Gelände wieder in Besitz. Die Veränderung und zeitliche Abfolge unterschiedlicher Gemeinschaften aus Pflanzen und Tierarten wird „Sukzession“ genannt. Das Endstadium ist ein Waldtyp, der den jeweiligen Standortbedingungen entspricht. Weitere Informationen

Grüntangente und Biotopverbund

Link zu: Grüntangente und Biotopverbund
Bild: Archiv Geoportal Berlin/Luftbild 2011

Der Natur-Park ist mit dem Park am Gleisdreieck durch die Fuß- und Radwegeverbindung über den Flaschenhals-Park verbunden. Für den Erhalt der biologischen Vielfalt spielt der Biotopverbund eine große Rolle. Gerade Bahndämme sind dabei von besondere Bedeutung. Weitere Informationen

Natur und Kultur verbinden

Link zu: Natur und Kultur verbinden
Bild: Archiv Stiftung Naturschutz Berlin

Die Stahl-Kunst von ODIOUS, Bahnrelikte und wilde Natur geben dem Natur-Park seinen besonderen Charakter. Im Gelände werden vielfältige Aktivitäten und Projekte rund um oder in Verbindung mit der Natur angeboten. Weitere Informationen

Giardino Segreto

Link zu: Giardino Segreto
Bild: Konstantin Börner

Die Künstlergruppe ODIOUS errichtete mit 30 stählernen Kuben und Skulpturen auf dem 130 Meter langen und 22 Meter breiten ehemaligen Lagerplatz des Rangierbahnhofs einen Giardino Segreto, italienisch: „geheimer Garten“ . Weitere Informationen

Kunstobjekt Waldohreule

Link zu: Kunstobjekt Waldohreule
Bild: Grün Berlin/Frank Sperling

Die Waldohreule ist Symbol für den Naturschutz. Für die Freilandausstellung schuf der Bildhauer Stephan Hüsch 2019 ein Kunstobjekt aus Kunststein, das in wesentlichen Zügen dem natürlichen Vorbild entspricht. Wie Waldohreulen aussehen und was sie besonders auszeichnet, erfahren Sie hier. Weitere Informationen

Artenvielfalt dank Schutz und Pflege

Link zu: Artenvielfalt dank Schutz und Pflege
Bild: Josef Vorholt

Auf den nährstoffarmen, trockenen Kies- und Schotterböden des ehemaligen Bahngeländes siedelte sich eine an diese Bedingungen angepasste Tier- und Pflanzenwelt an. Um die Lichtungen zu erhalten, wird dem Vordringen von Bäumen und Sträuchern durch Pflegemaßnahmen Einhalt geboten. Weitere Informationen

Gefährdete Arten zwischen den Gleisen

Link zu: Gefährdete Arten zwischen den Gleisen
Bild: Paul Westrich

Viele gefährdete Insektenarten, wie Langhorn- und Seidenbiene, Heidegrashüpfer und Blauflügelige Ödlandschrecke kommen auf den Offenflächen vor. Das Wiesen-Habichtskraut hat hier eines seiner wenigen Vorkommen in Berlin. Ideale Lebensbedingungen findet die europaweit geschützte Zauneidechse. Weitere Informationen

Blütenmeer im Gleisbett

Link zu: Blütenmeer im Gleisbett
Bild: Andreas Langer

Die blütenreichen Wiesen ziehen viele Insekten, darunter Schmetterlinge an. Wie auch bei den Wildbienen sind viele an bestimmte Futterpflanzen gebunden. Der Schwalbenschwanz bevorzugt rotviolette bis blaue Blumen wie Natternkopf und Flockenblume, seine Raupe aromatische Doldenblütler wie Wilde Möhre. Weitere Informationen

Artenreichtum auf engem Raum

Link zu: Artenreichtum auf engem Raum
Bild: Kühne & Saure

Wildbienen ernähren sich von Pollen und Nektar der Blüten. Etwa 30 % der Arten sind auf bestimmte Blühpflanzen angewiesen. Bienen sind weltweit die wichtigsten Bestäuber. Anders als die Honigbiene nisten Wildbienen im Boden, andere in Pflanzenstängeln. Mehr über ihren Lebenszyklus lesen sie hier. Weitere Informationen

Lautstarke Hüpfer

Link zu: Lautstarke Hüpfer
Bild: Konrad Zwingmann

Im Natur-Park kommt u.a. der Heidegrashüpfer vor, eine typische Art der Sandtrockenrasen. Heuschrecken unterscheiden sich in ihrer Gestalt, aber auch in ihren Lauten, an denen sie sich wie Vögel erkennen lassen. Die Lauterzeugung geschieht auf unterschiedliche Weise. Weitere Informationen

Gefiederte Rückkehrer

Link zu: Gefiederte Rückkehrer
Bild: Wolfgang Brandmeier

Der Wald nimmt mehr als zwei Drittel des Geländes ein. Nachtigall und Buntspecht gehören zu den Vogelarten, die die parkartigen Waldbereiche bevorzugen. Der Neuntöter fühlt sich in den nur locker mit Gehölzen durchsetzten Flächen wohl. Stieglitze finden hier Samen aller Art und der Turmfalke Mäuse. Weitere Informationen

Der Wald ist auf dem Vormarsch

Link zu: Der Wald ist auf dem Vormarsch
Bild: Holger Koppatsch

Hier lässt sich die Waldentwicklung auf einer innerstädtischen Brache verfolgen. Birken und Robinien, die sich als Pioniergehölze angesiedelt hatten, werden nun durch die nächste Baumgeneration aus nährstoffliebenden Arten wie Linde, Spitzahorn und Stieleiche abgelöst. Weitere Informationen

Baumporträts

Link zu: Baumporträts
Bild: Josef Vorholt

Im Gelände kommen verschiedene Baumarten vor. Ausgewählte Arten werden vorgestellt. Was Hänge-Birke, Zitterpappel, Robinie und Stieleiche unterscheidet, erfahren sie hier. Weitere Informationen

Plan Natur-Park Schöneberger Südgelände

JPG-Dokument (2.7 MB) Bild: Max Ley (Illustration)

Bildvergrößerung: Ein Blick von oben auf viele leuchtend gelbe Blüten der Mauerpfefferpflanze, einige sind bereits geöffnet, andere noch verschlossen. Die sternförmigen zierlichen Blüten bestehen aus fünf Kronblättern. Der Scharfe Mauerpfeffer, auch als Scharfe Fetthenne bekannt, gehört zur Familie der Dickblattgewächse. Die fleischigen Blätter dienen als Wasserspeicher. Die teppichbildende Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von maximal 10 Zentimetern und wächst bevorzugt auf trockenen, sonnigen, sandigen bis steinigen Plätzen wie z.B. auf Mauern und Bahndämmen.
Mauerpfefferblüte
Bild: Andreas Langer

Öffnungszeiten

von 09:00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit – bei Abendveranstaltungen auch länger.
Bitte beachten Sie, dass das Gelände abgeschlossen wird.

Führungen und Veranstaltungen

Hinweise entnehmen Sie bitte den aktuellen Aushängen oder der Website Natur-Park Schöneberger Südgelände.

Einen angenehmen und erholsamen Besuch wünschen Ihnen die Parkverwaltung Grün Berlin GmbH, das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin und die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz – Oberste Naturschutzbehörde.

Die Informationstafeln im Natur-Park wurden von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz – Oberste Naturschutzbehörde erstellt. Erschließung und Gestaltung des Natur-Parks wurden unterstützt durch die Allianz Umweltstiftung. Das Planungskonzept wurde von der Arbeitsgemeinschaft planland/ÖkoCon entwickelt.

Gebärdenvideo „Einführung in die Ausstellung“

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