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Entwicklungsziele

Auf der Basis der Steckbriefe der 34 Zielarten wurde eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen zusammengestellt. Bei der Aggregation auf Lebensraumkomplexe überwiegen deutlich Maßnahmen, die sich auf feuchte und nasse Standorte beziehen. Rund 50 % der Zielarten sind an diese Lebensräume gebunden. Durch einige dieser Maßnahmen (wie z. B. die Umgestaltung von Uferbereichen) können besonders viele Zielarten gefördert werden.

Flusssysteme wie Havel und Spree sind für die an Wasserlebensräume gebundenen Arten von großer Bedeutung und sind die Verbindung zwischen dem Umland und dem Zentrum der Stadt. Daher ist die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Gewässer für Wasserorganismen, wie sie im Rahmen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der EU angestrebt wird, auch eine wichtige Aufgabe im Sinne des Biotopverbundes. In Berlin stellen mehrere Schleusen ein unüberwindbares Hindernis dar. Der Bau von Fischtreppen ist für einige Schleusen, Wehre und Stauanlagen an den Flüssen und kleineren Fließen in Planung.

Übersicht der Lebensräume für Maßnahmen zum Biotopverbund
Übersicht der Lebensräume für Maßnahmen zum Biotopverbund

Das Erfordernis, Maßnahmen zur Förderung des Biotopverbundes auf Potenzialflächen vorrangig umzusetzen, betrifft vor allem die Berliner Wälder, auch wenn diese seit langem naturnah gepflegt und bewirtschaftet werden. Waldflächen weisen die ausgedehntesten potenziellen Kernflächen im Stadtgebiet auf; unter den Zielarten des Biotopverbunds treten 10 Arten in Wäldern auf. Hierzu zählen auch Arten des Offenlandes und der Waldlichtungen, für die zu dichte Gehölzbestände zur Barriere werden. Dies gilt ebenso für Holzkäfer, die Bäume an offenen, halboffenen oder besonnten Standorten bevorzugen. Für die Zielarten sind partielle Auflichtungen und die Verbindung bestehender Populationen im Wald durch Schneisen wirksame und vordringliche Maßnahmen. Hierzu zählen das Offenhalten von Waldlichtungen, die Entwicklung von Waldrändern zu strukturreichen Saumbiotopen ebenso wie die Förderung heimischer Laubbaumarten im Bestand oder die Pflanzung von Stieleichen im Grunewald und im Gebiet des Schlossparks Niederschönhausen.

Weitere Schwerpunktgebiete für Maßnahmen zur Förderung des Biotopverbundes im Bereich terrestrischer Lebensräume liegen im Bereich Flughafen Tegel / Forst und Park Jungfernheide, im nordöstlichen Bereich der Wuhlheide und am Neuenhagener Mühlenfließ. Hier können durch geeignete Waldpflege bzw. wasserbauliche Maßnahmen Wanderkorridore für eine Vielzahl von Zielarten naturnaher Wälder, der Feuchtstandorte, aber auch von Arten ruderaler Standorte und der Grünanlagenbiotope geschafften werden.