Coronavirus

Inhaltsspalte

Gefährdete Arten zwischen den Gleisen

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3

Auf den Trockenrasen-Flächen haben sich viele bedrohte Tiere und Pflanzen angesiedelt. Sie stellen den besonderen Wert des Naturschutzgebietes dar.

Um die offenen Flächen mit ihrer Artenvielfalt zu erhalten, werden sie regelmäßig von Schafen beweidet. Mit begleitenden Untersuchungen wird der Erfolg der Maßnahmen kontrolliert.

Bildvergrößerung: Seidenbiene
Seidenbiene
Bild: Paul Westrich
Sehr artenreich vertreten sind die Wildbienen, darunter viele gefährdete. Einige Arten besuchen bei ihrer Nahrungssuche nur bestimmte Pflanzen, wie die Langhornbiene, die auf Rispen-Flockenblumen fliegt, oder die Seidenbiene, die Sandstrohblume und Rainfarn bevorzugt. Interessant sind auch die Kuckucksbienen, die ihre Eier in die Brutzellen fremder Wirtsbienen legen.
Bildvergrößerung: Der Kopf einer männlichen Zauneidechse in Nahaufnahme. Das Tier hat eine leuchtend grüne, schwarz gefleckte Schuppenhaut, die nur während der Paarungszeit diese Färbung aufweist. Das etwa 24 Zentimeter lange Reptil hat einen platten Kopf mit breiter, stumpfer Schnauze und hoch sitzenden kleinen Augen. Über Kopf und Rücken verläuft ein bräunlich gescheckter Streifen. Das Ohr hebt sich als große dunkle Öffnung seitlich am Hals ab.
Zauneidechse
Bild: Josef Vorholt

Europaweit geschützt und Zielart des Berliner Biotopverbundes ist die Zauneidechse. Sie findet hier ideale Lebensbedingungen. Zur Paarungszeit haben die Männchen grün gefärbte Körperpartien.

Bildvergrößerung: Auf einer Kante sitzt ein kontrastreich gefärbter Heidegrashüpfer. Er hat einen großen grünlichen Kopf, ovale schwarz-braune Facettenaugen und dunkle Fühler. Der Halsschild weist zahlreiche kleine Falten auf. Die transparenten, dunkel geäderten Flügel sind so lang wie der gelblich-grün gesprenkelte Hinterleib. Dieser ist zum Teil schwarz gebändert und endet in einer orangefarbenen Spitze mit feinen weißen Härchen. Die keulenförmigen Oberschenkel der Sprungbeine haben eine filigrane Zeichnung.
Heidegrashüpfer
Bild: Josef Vorholt

Die Vielzahl der Heuschrecken macht die Flächen auch akustisch zu einem Erlebnis. Stark gefährdete Arten wie der Heidegrashüpfer und die Blauflügelige Ödlandschrecke haben hier eine Heimat gefunden.

Bildvergrößerung: Wiesen-Habichtskraut
Wiesen-Habichtskraut
Bild: Justus Meissner / Stiftung Naturschutz Berlin

Das Wiesen-Habichtskraut besitzt im Südgelände eines seiner wenigen dauerhaften Vorkommen in Berlin. Es ist im Florenschutzkonzept als Zielart mit hoher Schutzpriorität aufgeführt.

Bildvergrößerung: Kronen-Nachtkerze
Kronen-Nachtkerze
Bild: Ingo Kowarik

Ein auffälliger Blühaspekt ist die Nachtkerze. Nachtkerzen wurden im 17. Jahrhundert aus Nordamerika als Zierpflanzen nach Europa eingeführt, wo neue Arten wie die Kronen-Nachtkerze entstanden. Sie wächst bevorzugt auf Bahngeländen und ist aktuell nicht gefährdet.

Bildvergrößerung: Wein-Rose
Wein-Rose
Bild: Hanna Köstler

Eine Besonderheit sind die neun hier nachgewiesenen Wildrosenarten. Die gefährdete Wein-Rose ist im Unterschied zu der häufigen Hundsrose dicht mit Drüsen besetzt und duftet fruchtig.