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Gefiederte Rückkehrer

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3
Bildvergrößerung: Vor unscharfem grünem Hintergrund sitzt ein Neuntöter-Männchen auf einem dünnen Zweig mit Dornen. Der etwa 16 bis 18 Zentimeter lange Vogel hat einen grauen Kopf und einen kräftigen dunklen Schnabel. Sein Blick ist auf eine grüne Heuschrecke gerichtet, die auf einen Dorn gespießt ist. Besonders markant ist der schwarze Streifen im Gefieder, der von der Wurzel des Schnabels über die kleinen Augen bis zum Hinterkopf verläuft. Der Bauch des Neuntöters ist hellrosa, der Rücken und die Flügel sind rostbraun gefärbt. Das Gefieder an der Körperunterseite ist grau-weiß. Sein Gesang klingt leise schwätzend und wird meist mit dschä Rufen eingeleitet. Häufig enthält er Imitationen anderer Singvögel.
Neuntöter
Bild: Wolfgang Brandmeier

Die nur locker mit Gehölzen durchsetzten Flächen bieten Vögeln wie dem Neuntöter ideale Brut- und Aussichtsplätze. Er hat eine auffällige schwarze Gesichtsmaske und ist vor allem durch sein Verhalten bekannt, Beutetiere auf Dornen aufzuspießen oder in Astgabeln zu klemmen.

Bildvergrößerung: Mit ihren dünnen dunkelgrauen Beinen klammert sich eine Schwanzmeise an einen Forsythienzweig mit gelben Blütenknospen. In ihrem kurzen schwarzen Schnabel hält sie einige weiße Flaumfedern. Der zierliche Vogel ist 14 Zentimeter lang, wovon 9 Zentimeter allein den Schwanz ausmachen. Das Gefieder ist an Kopf und Brust weißlich und geht am Bauch in eine rötlich braune Färbung über. Vom Nacken zieht sich ein breiter dunkler Streifen über die Flügel bis zum Schwanz. Das durchdringende „iiez“ der Schwanzmeise ist oft schon von weitem zuhören.
Schwanzmeise
Bild: Josef Vorholt

Der Wald nimmt inzwischen mehr als zwei Drittel des Geländes ein. Die Mehrzahl der im Natur-Park festgestellten Vogelarten bevorzugt parkartige Waldbereiche. Hierzu gehört auch die Nachtigall. Der Ende April aus Afrika kommende eher unscheinbare Zugvogel fühlt sich in dem Mosaik aus dichtem Gebüsch und Offenflächen wohl. Die Ankunft wird von intensivem melodischem Reviergesang begleitet, der auch nachts zu hören ist. Aufgrund der dichten Besiedlung der Stadt gilt Berlin als Hauptstadt der Nachtigallen.

Vogelwelt

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3

Vögel haben sich ihrem Lebensraum angepasst. Die Schnabelform verrät, wovon sie sich ernähren. Die bunten Stieglitze lieben Samen aller Art. Die Hauptnahrung der Nachtigall sind Insekten. Sie ist für ihren Gesang bekannt. Spechte hämmern Löcher in Bäume, um Insekten zu finden und Nisthöhlen zu meißeln. Gleichzeitig dient das Trommeln der Reviermarkierung. Die Nahrung des Turmfalken besteht hauptsächlich aus Mäusen.

Stieglitz

Bildvergrößerung: Ein Stieglitz - oder Distelfink - sitzt auf einem abgeknickten vertrockneten Zweig. Der Stieglitz ist etwas kleiner als der Haussperling und gehört zu den buntesten Singvögeln. Auffällig ist sein weißer runder Kopf mit der kräftig roten Gesichtsmaske. Am Oberkopf und im Nacken ist das Gefieder schwarz abgesetzt. Sein heller Schnabel ist kräftig und spitz. Der Bauch ist braun und weiß gefiedert. Die braunen Flügeldecken ziert ein gelbes Band, die Flügelspitzen sind schwarz-weiß gemustert. Seinem charakteristischen Ruf verdankt der Vogel seinen Namen.
Stieglitz
Bild: Josef Vorholt

Auffällig ist sein weiß-schwarzer Kopf mit roter Gesichtsmaske. Die braunen Flügel ziert ein gelbes Band, die Spitzen sind schwarz-weiß gemustert. Der spitze Schnabel ist, wie bei Körnerfressern üblich, kegelförmig. Als Nahrungsbiotop mögen sie wilde ungenutzte Flächen mit vielen Stauden. Außerhalb der Brutzeit schließen sie sich zu Gruppen zusammen.

Der Stieglitz gehört zur Familie der Finken und ist etwas kleiner als ein Spatz. Er ernährt sich bevorzugt von verschiedenen Distelsamen, weshalb er auch Distelfink genannt wird. Der zunehmende Verlust an Brachflächen raubt ihm Lebensraum und Nahrungsquelle. „Wildwuchs“ an Wegrändern, in Grünanlagen und privaten Gärten sind ein kleiner Beitrag ihn zu schützen.

Nachtigall

Bildvergrößerung: Ein Blick von unten in das unscharfe Grün einer Baumkrone. Auf einem Ast sitzt eine handtellergroße Nachtigall mit weit geöffnetem Schnabel. Das feine Gefieder des zierlichen Vogels ist an Bauch und Brust hellgrau meliert und am Hals etwas bräunlicher. An der Körperoberseite, den Flügeln und dem Schwanz prägen braun bis rötlich-braune Farbnuancen das Federkleid. Die schwarzen Augen sind weiß umrandet. Der gelbliche Schnabel ist spitz und kurz.
Nachtigall
Bild: Josef Vorholt

Ihr betörender Gesang ist von April bis Juni hörbar, aber sie ist selten zu entdecken. Verborgen lebt sie im Unterholz, in Parks und auf Friedhöfen. Der Vogel ist unauffällig braun-grau, den Schwanz prägen rostbraune Farbnuancen. Der zierliche Schnabel ist für die Aufnahme von Insekten und Würmern geeignet.

Die Nachtigall ist etwa so groß wie ein Spatz und ist mit den Fliegenschnäppern verwandt. Sie ist ein Zugvogel und kommt im April aus ihrem Winterquartier in Afrika zurück. Eine naturnahe Pflege, wie das Belassen von Unterholz, Kraut- und Falllaubschicht, trägt zu ihrem Schutz bei.

Buntspecht

Bildvergrößerung: Ein Buntspecht füttert ein Junges. Mit aufgerissenem Schnabel reckt es seinen schwarz-weiß-roten Kopf aus einer Höhle in einem Baumstamm am rechten Bildrand. Der Buntspecht hat den Kopf schräg nach unten gedreht. Sein kräftiger, kantiger Meißelschnabel ist fast so lang wie der Kopf. Er hat einen leuchtend roten Hinterkopffleck und einen weiteren roten Fleck an der Unterseite. Das übrige Gefieder ist schwarz-weiß gefärbt. Auf der linken Bildhälfte erstreckt sich verschwommen ein Wald aus grünen Laubbäumen.
Buntspecht
Bild: Josef Vorholt

Charakteristisch ist die schwarz-weiß-rote Färbung seines Gefieders. Er hat einen kräftigen, kantigen Meißelschnabel, der fast so lang ist wie der Kopf. Zwischen Schnabel und Hirnschädel befindet sich bei den Spechten eine Art beweglicher “Stoßdämpfer”, der die Erschütterung abfedert, die beim Zimmern der Spechthöhle oder beim Trommeln entsteht.

Der Buntspecht lebt dort, wo es viele Bäume gibt. Er hat einen typischen Körperbau, der an das Leben an senkrechten Strukturen angepasst ist. Anders als die meisten Vögel, die drei Zehen nach vorn und eine Zehe nach hinten haben, besitzt der Specht sowohl vorn als auch hinten zwei Zehen. Sie ermöglichen ihm, sich gut festzuklammern. Die Schwanzfedern sind besonders stark und stabil ausgebildet. Dadurch ist die Stützfunktion am Stamm gewährleistet.

Es kommt vor, dass Buntspechte auch an Hausfassaden hämmern. Senkrechte Kanten wie Hausecken, an denen sie wie an Bäumen hinauf- und hinunterklettern können, kommen ihrer Lebensweise entgegen. Nahe liegt, dass sie bei Klopfversuchen den hohlen Klang gedämmter Fassaden mit dem Klang des gewohnten Totholzes gleichsetzen, das ihnen als Nahrungsquelle und Wohnstätte dient.

Turmfalke

Bildvergrößerung: Ein Turmfalkenweibchen sitzt mit dem Rücken zum Betrachter auf einem dünnen Baumstumpf. Es hat seinen grau braun melierten Kopf nach rechts gedreht. Der mit seinen 35 Zentimetern Körperlänge recht kleine Greifvogel hat gelb umrandete, schwarze Augen und einen kleinen gelben Hakenschnabel mit schwarzer Spitze. Sein braunes Gefieder ist schwarz gesprenkelt, die schmalen schwarzen Flügelspitzen liegen auf den grauen Schwanzfedern. Der markante, leicht abgerundete Schwanz endet in einer schwarzen Binde mit weißem Saum. Ein ganz charakteristischer Ruf des Turmfalken ist das ti,ti,ti.
Turmfalke
Bild: Josef Vorholt

Die Vögel sind braun gemustert, wobei die Männchen einen grauen Kopf und graue Schwanzfedern haben, die dunklen Augen sind gelb umrandet. Der hakenförmige Schnabel ist wie bei allen Falken mit einem „Falkenzahn“ ausgerüstet. Damit tötet er die Beute mit nur einem Biss. Manchmal lässt sich der schlanke, taubengroße Greifvogel an seinem Rüttelflug erkennen. Zum Jagen benötigt er freie Flächen mit niedrigem Bewuchs. Er brütet an Gebäuden, bevorzugt an Türmen.

Der Turmfalke gehört in Deutschland zu den kleinen Greifvögeln. Er zählt als ursprünglicher Felsbewohner zu den Gewinnern der Urbanisierung. Türme und hohe Häuser haben ihm einen neuen Lebensraum eröffnet. Vor allem das Vorhandensein von Beutetieren beeinflusst, wo er sich ansiedelt. Und die sind in Berlin reichlich zu finden. Jedoch sind natürliche Nistmöglichkeiten an Gebäuden wie Mauernischen und -löcher durch Sanierungen und Neubauten immer weniger zu finden. Daher werden gezielt in öffentlichen Gebäuden Nisthilfen eingebaut. Prominente Gebäude, wie die Rathäuser von Schöneberg, Pankow, Neukölln und Charlottenburg zeugen davon. Mehr als 70 Prozent der Berliner Turmfalkenpaare bezieht inzwischen die von Menschenhand bereit gestellten Kinderstuben!

Gebärdenvideo „Vogelwelt“

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Laute der Vögel

Quelle: Lokaler Server
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