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Blütenmeer im Gleisbett

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3
Bildvergrößerung: Die verzweigten, hier blattlosen, grünen Stängel des Habichtskrautes stehen aufrecht vor verschwommenem sonnigem Hintergrund. Die zarten gelben Blüten, mit zahllosen länglichen Blütenblättern, ragen pinselartig aus den körbchenförmigen Blütenständen. Weitere grüne Blütenstände sind noch geschlossen.
Wiesen-Habichtskraut
Bild: Andreas Langer
Bildvergrößerung: Eine Eidechse stützt sich vor unscharfem Hintergrund mit leicht angewinkelten Vorderbeinen auf eine Bodenerhebung. Ihr platter Kopf mit breiter geöffneter Schnauze ist in Nahaufnahme abgebildet. Das Tier hat kleine rotbraune Augen mit schwarzen Pupillen. An der Seite des Hinterkopfes hebt sich das Ohr als große dunkle Öffnung ab. Die schuppige Haut der Zauneidechse ist auf der Oberseite unregelmäßig braun-beige gemustert, die Schuppen auf der Bauchseite sind grau bis cremefarben und haben bräunliche Punkte.
Zauneidechse
Bild: Sebastian Hennigs

Der Natur-Park Südgelände gehört zu den artenreichsten Gebieten dieser Größe in der bebauten Stadt – über 350 Pflanzenarten sind hier gezählt worden. Einige seltene und gefährdete Arten weisen große Bestände auf. Die hier vorkommenden Habichtskräuter sind sogar von überregionaler Bedeutung. Die buntblühenden Rasen und Staudenfluren sind bevorzugter Lebensraum für Insekten, die den Blütenreichtum als Nahrungsquelle nutzen. Um das Überleben dieser Arten zu sichern, ist es notwendig, diese Flächen möglichst gehölzfrei zu halten.

Bildvergrößerung: Zahlreiche krautige Pflanzen mit gelben Blüten wachsen auf kargem Boden. Ihre Stängel und die schmalen, länglichen Blätter sind grau-filzig behaart. Die etwa zwanzig Zentimeter hohen Korbblütler tragen dolden-traubige Blütenstände, die aus bis zu zwanzig kugelförmigen Blütenkörbchen bestehen und an Katzenpfoten erinnern. Daher wird die Sandstrohblume auch Gelbes Katzenpfötchen genannt. Ihre strohig wirkenden Blüten bleiben auch nach der Blütezeit unverändert erhalten.
Die Sandstrohblume ist eine Vertreterin der Trockenrasen. Die weißwollige Behaarung schützt sie vor Sonnenstrahlen und Austrocknung.
Bild: Justus Meissner / Stiftung Naturschutz Berlin

Eine Besonderheit für Berlin ist, dass auf diesem Gelände bisher allein neun Wildrosenarten nachgewiesen wurden. Die nah miteinander verwandten Arten unterscheiden sich in der Art und Intensität der Behaarung sowie im Aufbau ihrer Früchte, der Hagebutten. Die Blüten der Wildrosen sind im Gegensatz zu den meisten Kulturrosen ungefüllt mit einem einfachen Kronenblattkreis. Am häufigsten findet man die Hundsrose.

Bildvergrößerung: Am linken Rand eines Steges, der durch dichtes Grün führt, wächst eine Hundsrose. Ihre schlichten, zart rosa Blüten bestehen aus je fünf Kelchblättern. In der Mitte der Blüte befinden sich zahlreiche feine gelbe Staubgefäße mit orangefarbenen Griffeln. Die Blütenkrone kann bis zu vier Zentimeter Durchmesser erreichen. An den Stängeln der Pflanze, die bis zu fünf Meter hohe Gebüsche bilden kann, sitzen kleine Stacheln, die als Fraßschutz, Kletterhilfe und Kondensationspunkte für Tau dienen. Die gefiederten dunkelgrünen Blätter der Hundsrose haben einen gesägten Rand.
Hundsrose
Bild: Lutz Griesbach

Besondere Arten der Offenflächen

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3
Bildvergrößerung: Zahlreiche krautige Pflanzen mit gelben Blüten wachsen auf kargem Boden. Ihre Stängel und die schmalen, länglichen Blätter sind grau-filzig behaart. Die etwa zwanzig Zentimeter hohen Korbblütler tragen dolden-traubige Blütenstände, die aus bis zu zwanzig kugelförmigen Blütenkörbchen bestehen und an Katzenpfoten erinnern. Daher wird die Sandstrohblume auch Gelbes Katzenpfötchen genannt. Ihre strohig wirkenden Blüten bleiben auch nach der Blütezeit unverändert erhalten.
Kleines Wiesenvögelchen
Bild: Josef Vorholt

Die blütenreichen Wiesen ziehen viele Insekten, darunter Schmetterlinge, an.
Tagfalter fliegen bei Sonnenlicht. Lautlos schweben sie von Blüte zu Blüte. Sie ernähren sich hauptsächlich von Nektar. Der feine Saugrüssel befindet sich aufgerollt unter dem Kopf.
Viele Arten sind gefährdet. Sie sind an spezielle Lebensräume und bestimmte Futterpflanzen gebunden. Fehlen die Futterpflanzen für ihre Raupen, bleiben auch die Falter aus. Artenreich gestaltete Gärten mit den verschiedenen Futterpflanzen für Raupe und Schmetterling helfen sie zu schützen. Entscheidend ist jedoch der Schutz und die Pflege ihrer Lebensräume.

Bildvergrößerung: Vor unscharfem, grünem Hintergrund segelt ein Schwalbenschwanz zwischen blauen Natternkopf-Blüten durch die Luft. Der Falter hat seine auffällig gezeichneten Flügel ausgebreitet. Der hellgelbe Grund der Flügelunterseiten ist mit feinen schwarzen Strichen durchsetzt. Sieben auffällige hellblaue Flecken sowie ein roter Augenfleck am Rand der Hinterflügel sind auf der Großaufnahme deutlich zu erkennen. Seinen Namen verdankt der Schwalbenschwanz kleinen schwanzförmigen Fortsätzen an den Hinterflügeln.
Schwalbenschwanz
Bild: Josef Vorholt

Der Schwalbenschwanz bevorzugt rotviolette bis blaue Blumen, wie Natternkopf, Rot-Klee und Flockenblume. Beeindruckend ist seine Zeichnung an den Flügelunterseiten: der gelbe Grund ist mit feinen schwarzen Strichen durchsetzt. Sieben auffällige hellblaue Flecken sowie ein roter Augenfleck am Rand der Hinterflügel machen das Muster einzigartig. Sein segelnder Flug ist besonders eindrucksvoll. Der Falter lebt nur drei bis vier Wochen.

Bildvergrößerung: Eine grüne Schwalbenschwanz-Raupe von Nahem. Schwarze, rot gepunktete Querstreifen überziehen ihren wulstigen Körper. Die unbehaarte Raupe wird etwa 4,5 Zentimeter lang. Sie hängt an einer grünen Dolde, die sich vom hellblauen Himmel abhebt.
Raupe des Schwalbenschwanzes
Bild: Josef Vorholt

Er ist mit bis zu acht Zentimetern Spannweite einer der größten und schönsten Tagfalter in Mitteleuropa. Ein markantes Merkmal ist der schwanzförmige Fortsatz an den Hinterflügeln, dem er seinen Namen verdankt. Die Flügel hält er in Ruhestellung ausgebreitet oder senkrecht nach oben zusammengeklappt. Sie sind wie sein Körper mit winzigen Schuppen bedeckt.

Seine grüne Raupe mit schwarzen, rot gepunkteten Querstreifen ist ebenso auffällig. Sie wird etwa 4,5 Zentimeter lang und ist unbehaart. Bevorzugte Pflanzen zur Eiablage und Nahrungsquelle der Raupe sind aromatische Doldenblütler wie Wilde Möhre, Dill oder Fenchel. Die Raupe lebt etwa sechs Wochen.