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Öffentliche und private Spielplätze

Kinderspielplatz Georg-Wilhelm-Straße
Bild: SenUVK

Öffentliche Spielplätze

Öffentliche Kinderspielplätze werden entsprechend den Spielbedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen angelegt. Es werden folgende Spielplatzarten unterschieden:

Kleinkinderspielplätze

Kleinkinderspielplätze geeignet für Kinder unter sechs Jahren. Das Spielplatzangebot besteht bei einer nutzbaren Spielfläche von mindestens 150 m² vorwiegend aus einem Sandkasten, einer Rutsche und einer Schaukel.

Allgemeine Spielplätze

Allgemeine Spielplätze für Kinder und Jugendliche mit einer nutzbaren Spielfläche von mindestens 2.000 m². Es gibt Spielangebote für Kleinkinder und für die über Sechsjährigen ist das Spielangebot durch unterschiedlichste Spielgeräte (z.B. Kletterkombinationen, Drehscheiben, Seilbahn) erweitert. Ferner können Ballspielmöglichkeiten, Abenteuerspielecken und Wasserspielbereiche integriert sein.

Spielplätze für ältere Kinder und Jugendliche

Spielplätze für ältere Kinder und Jugendliche geeignet für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Hierunter fallen beispielweise reine Ballspielbereiche, Bereiche zum Skaten und BMX-Rad-fahren sowie sportorientierte Ausstattungen wie z.B. Tischtennisplatten.

Pädogogisch betreute Spielplätze

Pädogogisch betreute Spielplätze für Kinder ab sechs Jahren mit einer nutzbaren Spielfläche von möglichst 4.000 m². Zu dieser Nutzungsart zählen Abenteuerspielplätze, Bauspielplätze und Kinderbauernhöfe. Das Angebot der pädagogisch betreuten Spielplätze steht nur an Wochentagen und während der Arbeitszeit der Betreuer zur Verfügung. Pflege, Wartung und Betreuung dieser Plätze erfolgt durch die Jugendeinrichtungen der Bezirke.

Spielplätze mit zeitlich begrenzter Nutzungsmöglichkeit

Spielplätze mit zeitlich begrenzter Nutzungsmöglichkeit für Kinder über sechs Jahre. Hierbei handelt es sich um die zusätzliche Nutzung von Spielflächen auf Schulhöfen außerhalb der Schulzeit.

Auch für Kinderspielplätze gilt das Gesetz zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen (Grünanlagengesetz), in dem u.a. untersagt wird, Hunde auf Kinderspielplätze mitzunehmen.

Die Pflege und Unterhaltung öffentlicher Spielplätze erfolgt in der Regel durch die Straßen- und Grünflächenämter der Bezirke bzw. durch die entsprechenden Fachbereiche dieser Ämter.

Private Spielplätze

Bei jedem Neubau mit mehr als sechs Wohnungen wird gemäß § 8 Absatz 2 der Bauordnung für Berlin die Anlage und Unterhaltung eines Spielplatzes gefordert. Je Wohneinheit sollen mindestens 4 m² nutzbare Spielfläche vorhanden sein. Die Größe des Platzes muss mindestens 50 m² betragen und für die Spiele von Kleinkindern geeignet sein. Ist ein Bauvorhaben mit mehr als 75 Wohnungen vorgesehen, soll der Spielplatz auch den Anforderungen älterer Kinder gerecht werden. Ausnahmen werden nur zugelassen, wenn aufgrund der Zweckbestimmung des Gebäudes mit der Anwesenheit von Kindern nicht zu rechnen ist. Auch bei bestehenden Gebäuden soll die Anlage und die Instandhaltung von Spielplätzen verlangt werden, wenn nicht im Einzelfall schwerwiegende Belange entgegenstehen.

Kann der Spielplatz nicht oder nur unter sehr großen Schwierigkeiten auf dem Baugrundstück angelegt werden, so kann durch öffentlich-rechtlichen Vertrag die Zahlung eines Geldbetrags an das Land Berlin vereinbart werden. Der Geldbetrag berechnet sich nach den durchschnittlichen Herstellungs- und Instandsetzungskosten eines Spielplatzes einschließlich der Kosten für den Grunderwerb.