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Gebietsmanagement und Managementplanung

Trauerseeschwalben
Trauerseeschwalben
Bild: Florian Möllers

Ziele des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000 sind die Bewahrung und die Verbesserung des Erhaltungszustandes der in der FFH- und Vogelschutz-Richtlinie genannten Arten und Lebensraumtypen. Neben der rechtlichen Sicherung der Natura 2000-Gebiete ist das Gebietsmanagement ein wesentliches Instrument hierfür. Das Gebietsmanagement umfasst das Zusammenspiel der Umsetzung geeigneter Maßnahmen und der Regelung bestehender Nutzungen.

Die Planungsgrundlage für das Gebietsmanagement wird in den Managementplänen erarbeitet. Für vergleichbare Aufgabenstellungen, die mehrere Gebiete betreffen, sind thematische Managementpläne aufgestellt; so zum Beispiel für die Lebensraumtypen der Wälder und für die Moore mehrerer Natura 2000-Gebiete. Für einige Gebiete ist die Managementplanung in mehrere Pläne für Teilflächen oder einzelne Schutzaspekte aufgeteilt worden.

Auch wenn die FFH-Richtlinie den Erhalt bestimmter Arten und Lebensraumtypen in den Vordergrund stellt, wird in der Managementplanung das Schutzgebiet jeweils mit seiner gesamten Vielfalt an schutzbedürftigen Lebensräumen und Arten berücksichtigt. Daher hat die Mehrzahl der Managementpläne die Form klassischer Pflege- und Entwicklungspläne (PEP) für Schutzgebiete. In Berlin werden Managementpläne, wo es sinnvolle Synergieeffekte gibt, außerdem in andere Planungsinstrumente wie beispielsweise die Gewässerentwicklungskonzepte integriert.

Bereits die Verordnungen zu den jeweiligen Schutzgebieten benennen die wesentlichen Pflege- und Entwicklungsziele, die dann in der Managementplanung konkretisiert werden. Berlin, wie andere Bundesländer auch, orientiert sich an den vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit den Bundesländern erarbeiteten Leitfäden für das Gebietsmanagement:

Das Gebietsmanagement ist ein dauerhafter Prozess, die Managementplanung wird entsprechend fortgeschrieben. Ein erfolgreiches Gebietsmanagement kann nicht durch die Naturschutzbehörden allein realisiert werden. Es bedarf der Kooperation mit Flächeneigentümern, Nutzern und anderen Behörden. Die Umsetzung der Managementplanung erfolgt also in enger und kontinuierlicher Abstimmung mit unterschiedlichen Ansprechpartner*innen.

Managementplanung für NATURA 2000-Gebiete des Landes Berlin

Für die Berliner Natura 2000-Gebiete liegen folgende Managementplanungen vor: