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Artenvielfalt dank Schutz und Pflege

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3
Bildvergrößerung: In der Bildmitte sitzt ein Amselmännchen leicht schräg nach unten geneigt auf einem Zweig mit kleinen, roten Beeren. In seinem gelben Schnabel hält es eins der Früchte. Der hellblau-rote Hintergrund ist stark verschwommen. Der etwa 25 Zentimeter lange Vogel hat ein pechschwarzes Gefieder, bei diesem Exemplar sind die Flügelspitzen bräunlich. Auffällig sind die gelb umrandeten dunklen Augen. Sein länglicher, schmaler Schwanz ragt in die Höhe. Der im Frühjahr weithin hörbare melodiöse Reviergesang der Amselmännchen ist vielen Menschen vertraut.
Amsel
Bild: Josef Vorholt

Der Natur-Park Südgelände besticht durch seine Artenvielfalt und die unterschiedlichen Lebensräume, die sich hier im Laufe der Zeit ausgebildet haben. Auf den nährstoffarmen, trockenen Kies- und Schotterböden des ehemaligen Bahngeländes siedelte sich eine speziell an diese Bedingungen angepasste Tier- und Pflanzenwelt an.

Bildvergrößerung: Steg im Natur-Park
Steg im Natur-Park
Bild: Jacob Schmidt

Die Offenbereiche des Naturschutzgebietes sind dabei die wertvollsten Flächen und Rückzugsgebiet für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Deshalb soll das Schutzgebiet nicht betreten werden. Von dem fast 600 Meter langen Steg sind aber dennoch Einblicke möglich.

Um die jetzige Ausdehnung der Lichtungen zu erhalten, wird dem Vordringen von Bäumen und Sträuchern durch Pflegemaßnahmen Einhalt geboten.

Bildvergrößerung: In einem unregelmäßigen Netz ist eine Höhlenspinne in Nahaufnahme aufgenommen. Markant sind ihre schwarz-gelb geringelten Beine. Alle vier Beinpaare scheinen mit den kreuz und quer verlaufenden Spinnenfäden beschäftigt zu sein. Der rundliche dunkle Hinterleib des Tieres schimmert gelblich und ist - wie auch die Beine - mit kurzen Härchen besetzt.
Französische Höhlenspinne
Bild: Archiv SenUVK

Andere Arten sind mit Bodenaushub und sonstigen Materialien auf das Gelände gebracht worden. Oder sie wanderten aus Gärten und Parks der näheren Umgebung ein.

Bildvergrößerung: Eine Nahaufnahme der gelben Blütenstände einer Sandstrohblume im Sonnenschein. Die graugrünen, filzig behaarten Stängel verzweigen sich nach oben hin mehrfach, so dass dolden-traubige Blütenstände entstehen. Am Ende eines jeden Stängels sitzt ein kleines, nahezu kugelförmiges Blütenkörbchen. Ihre kleinen schuppenartigen Hüllblätter sind trockenhäutig und kräftig gelb gefärbt. Auch nach der Blüte bleiben sie unverändert erhalten.
Sandstrohblume
Bild: Justus Meissner / Stiftung Naturschutz Berlin

Flugfähige Samen wie die Schirmchen der Korbblütler, zum Beispiel der Sandstrohblume, werden vom Winde verweht, andere durch Tiere eingeschleppt: klettenartig am Fell oder am Gefieder haftend oder durch Ausscheiden von an anderer Stelle gefressenen Pflanzensamen und Früchten, wie zum Beispiel Eberesche, Hartriegel, Wilder Wein und Holunder.

Bildvergrößerung: Eine Biene sitzt auf der hell-lila Blüte einer Wegwarte. Die häufig an Wegrändern anzutreffende krautige Pflanze sprießt hier zwischen verlassenen Gleisen. Die lanzettförmigen Blätter sind an der Unterseite zum Teil borstig behaart. Die etwa drei bis fünf Zentimeter großen Blütenkörbchen setzen sich aus einzelnen Zungenblüten mit je einem Blütenblatt zusammen. Die strahlenförmig angeordneten Blütenblätter haben sägezahnartige Enden und geben den Blütenkörbchen ihr kreisrundes Aussehen.
Wegwarte
Bild: Josef Vorholt