Coronavirus

Inhaltsspalte

Rote Liste und Gesamtartenliste der Moose (Bryophyta) von Berlin

Sphagnum russowii. Die Art war seit Ende der 1950er Jahre in Berlin verschollen. Aktuell wurde sie wieder in drei Berliner Mooren nachgewiesen.
Sphagnum russowii. Die Art war seit Ende der 1950er Jahre in Berlin verschollen. Aktuell wurde sie wieder in drei Berliner Mooren nachgewiesen.
Bild: Hanna Köstler

Rote Liste und Gesamtartenliste der Moose (Bryophyta) von Berlin

Jürgen Klawitter & Hanna Köstler

PDF-Dokument (735.6 kB) - Stand: 4. Fassung, Stand September 2016

Zusammenfassung:
Die Gesamtartenliste der Moose Berlins umfasst 411 Arten und Varietäten, darunter drei neophytische Arten. Von den 408 indigenen Arten wurden 270 (= 66 %) als gefährdet eingestuft. Der Anteil gefährdeter Lebermoose ist mit 76 % deutlich höher als der der Laubmoose (64 %). Sieben Arten wurden neu in die Liste aufgenommen, von denen fünf erstmalig für Berlin nachgewiesen wurden. Der Anteil der verschollenen Arten hat sich durch 11 Wiederfunde reduziert. Neu- und Wiederfunde sind hauptsächlich auf folgende Ursachen zurückzuführen. Zum einen hat die Luftverschmutzung nachgelassen, insbesondere die SO2-Immissionen sind deutlich gesunken. Als Folge davon konnten sich viele epiphytische Moose wieder in Berlin ausbreiten oder sich neu ansiedeln. Zum anderen hat es bei den Torfmoosen infolge gründlicher Untersuchungen der Berliner Moore überraschende Funde gegeben.