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Natur- und Freizeiterleben

Naturerfahrungsraum
Naturerfahrungsraum
Bild: Irma Stopka

Um sowohl die unterschiedlichen Ansprüche der Nutzer an die Flächen des Landschaftsschutzgebietes (LSG) als Erholungsraum einerseits und die Entwicklung und den Schutz von Natur und Landschaft andererseits in Einklang zu bringen, sieht der Pflege- und Entwicklungsplan spezielle Orte für das Natur- und Freizeiterleben vor. Folgende Angebote werden dabei vorgesehen:

Naturerfahrungsraum (NER)

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Naturerleben
Bild: Luftbild & Vegetation

Städtische Naturerfahrungsräume sind große “wilde” Freiräume für Kinder und Jugendliche zum Spielen in der Natur, die sie eigenständig aufsuchen und nutzen können. In Naturerfahrungsräumen sollen Kinder und Jugendliche (6 bis 12 Jahre) einzeln und in Gruppen vielfältige Aktivitäten ausüben, die nicht durch Geräte vorprogrammiert, sondern von den natürlichen Gegebenheiten inspiriert sind. Dies kann das Bauen von Höhlen und Burgen, Klettern auf Bäumen, Verstecken oder Spielen im Matsch umfassen (REIDL & SCHEMEL 2003). Die Erhaltung und Gestaltung naturnaher Flächen als Naturerfahrungsräume ist wichtiges Ziel der LSG-Verordnung.

Spielplatz

Auch klassische Spielplätze mit Spielgeräten, Sandkästen, befestigten Flächen und sonstiger intensiv gepflegter Infrastruktur und Flächengestaltung kommen im LSG vor. Es handelt es sich im Wesentlichen um schon bestehende Spielplätze, ein neu geplanter ist vorgesehen.

Naturnahe Spiel- und Sportangebote

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Naturnahe Spiel- und Sportangebote
Bild: Marlen Matthäus

Neben den Naturerfahrungsräumen und den klassischen Spielplätzen sind in den naturbelasseneren Freiflächen des ehemaligen Mauerstreifens weitere Möglichkeiten für Spiel und Sport angedacht. Um den “wilden”, landschaftlichen Charakter des Mauerstreifens zu bewahren, sollen diese möglichst naturnah und ohne versiegelte Flächen gestaltet werden. Beispiele sind Rasen-Bolzplätze oder zweckungebundene Rasenflächen für Frisbee, Federball oder Drachensteigen, kleinere Spiel-Sandflächen sowie Flächen mit Spiel- und Kletterelementen aus natürlichen, teilweise unbearbeiteten Materialien wie z.B. große Steine zum Klettern oder Baumstämme als Balancier-Vorrichtung.

Kinderbauernhof

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Kinderbauernhof Pinke Panke
Bild: Fugmann Janotta

Der Kinderbauernhof Pinke Panke als besonderer Lern- und Erlebnisort für Kinder und Jugendliche aus Pankow, Reinickendorf und Wedding soll erhalten bleiben. Mit seinem Bauerngarten, verschiedenen Tieren, Werkstatt, Bauplatz und vielen anderen Angeboten bietet er ein breites Spektrum an Erfahrungsfeldern und versteht sich als sozialer und ökologischer Lernort. Der Pflege- und Entwicklungsplan sieht Flächen für die Erweiterung der Einrichtung vor.

Sitzmöglichkeiten

Sitzgelegenheiten zum Ausruhen und Picknickplätze werden vorgesehen, um Bewohnern umliegender Wohngebiete als Treffpunkt und Spaziergängern sowie Radfahrern entlang des Mauerweges als Rastplatz zu dienen. Hierzu werden an geeigneten Orten im Mauerstreifen verteilt Sitzmöglichkeiten eingerichtet, die sich am naturnahen Erscheinungsbild des Grünzugs anlehnen. Dabei werden natürliche, weitgehend unbearbeitete Materialien wie große Steine oder Baumstämme als Sitzmöglichkeiten und Tische verwendet, die auch mit den naturnahen Spiel- und Sportangeboten kombiniert werden können.

Hundefreilauf

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Hundefreilauf
Bild: Pension Schwanburg / Geniushof

Gemäß LSG-Verordnung ist es verboten, Hunde oder andere Haustiere außerhalb der gekennzeichneten Flächen unangeleint umherlaufen zu lassen. Um den Bedarf an Flächen für den Hundefreilauf zu decken und gleichzeitig eine räumliche Trennung von frei laufenden Hunden und Erholungssuchenden ohne Hund herbeizuführen, ist die Einrichtung von speziellen Hundefreilaufgebieten vorgesehen.

Sport

Intensiv genutzte und ausgestaltete Sportflächen werden nur im Bestand ausgewiesen. Die Flächen sind geprägt durch regelmäßig gemähten Sportrasen, teil- bis komplettversiegelte Flächen sowie einzelne Gebäude. Teilweise sind die Flächen eingeschränkt betret- und nutzbar.

Schießplatz

Der Schießplatz in der Schönholzer Heide ist als spezielle Sportanlage mit nur eingeschränkter Nutzbarkeit markiert. Die Fläche ist durch Trittrasen, Parkbäume und bauliche Anlagen geprägt.

Skaten

Versiegelte oder anderweitig vorbelastete Flächen im LSG sollen als Flächen für das Befahren mit Skateboards, Rollerskates oder Snake-Boards vorgesehen werden. Als ergänzende Nutzung oder als Alternative könnten auf den versiegelten Flächen auch andere Sportarten wie Streetball oder Tischtennis angeboten werden.

BMX-Parcour

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BMX-Parcour
Bild: SenUVK

BMX- oder Mountainbike-Parcours können sowohl auf den Flächen für Skaten vorgesehen werden und mit dieser Nutzung parallel als auch in naturnahem Gelände ausgeübt werden. Aktuell wird ein Bereich zwischen Kopenhagener und Klemkestraße als Mountainbike-Parcours genutzt. Dieser soll, sofern sich ein Träger findet, erhalten oder in Absprache mit den Nutzern umgelagert werden.