Natur + Grün  

 

Ausstellung natürlich BERLIN!

Hotel Berlin

 Audiodatei zur Ausstellungstafel (mp3, 4:04 min; 9,5 MB)

Eine Personengruppe mit Taschenlampen beobachtet in einem niedrigen dunklen Gewölbe aus Ziegelsteinen Fledermäuse. Die Tiere hängen an einem der Bögen kopfüber und umklammern mit ihren Füßen die dünnen Ranken einer Pflanze. Glänzend heben sich die unbehaarten langen Ohren der Fledermäuse vom dunkelbraunen Rückenfell ab.
Fledermauswinterquartier im Wasserwerk Tegel; Foto: Florian Möllers

Vor hellblauem Hintergrund sitzt ein Star mit ausgebreiteten Flügeln auf einem kahlen Ast. Der etwa 20 Zentimeter lange Singvogel reckt den Kopf mit seinem spitzen gelben Schnabel nach oben. Sein Gefieder glänzt im sommerlichen Prachtkleid metallisch schwarz. Die Spitzen der Federn sind weiß. Der ganze Körper erscheint dadurch hell gepunktet. An Bauch und Hals mischen sich purpurne und türkisfarbene Farbverläufe ins Schwarz. Die Unterseite der Flügel ist hellbraun gefärbt.
Star; Foto: Josef Vorholt
Berlin ist auch für Fledermäuse eine Reise wert: Sie überwintern in den unterirdischen Gängen der Zitadelle Spandau, im Fort Hahneberg und in alten Wasserwerken der Stadt.

Im Herbst vollführen zehntausende Stare elegante Flugspiele beim Bezug ihres Nachtquartiers in den Bäumen rund um den Berliner Dom. Saatkrähen und Dohlen schätzen im Winter die etwas höheren Temperaturen – sie übernachten in bester Citylage.

Vorteile bieten auch die länger eisfreien Gewässer: Hier drängen sich Enten, Blessrallen und Gänsesäger. Zum Überwintern kommen immer mehr Möwen in die Stadt. Den gefahrvollen Weg in die Winterquartiere Südeuropas und Afrikas treten manche Vogelarten nicht mehr an.
 
Unzählige Lachmöwen stehen auf einer zugefrorenen Wasseroberfläche. Einige der etwa 40 Zentimeter langen Tiere haben den Kopf unter das Gefieder gesteckt. Im Winter tragen die Vögel ihr sogenanntes Schlichtkleid, welches sich durch eine weiße Färbung des Bauch- und Hals-Gefieders, sowie eine leichte Schwarzfärbung am Kopf vom sommerlichen Prachtkleid unterscheidet. Rücken und Flügel sind mittelgrau gefärbt. Am kurzen Schwanz sind einige Federn schwarz. Der lange Schnabel und die Füße sind rot.
Lachmöwen sammeln sich am innerstädtischen Winterschlafplatz an der Mühlendammschleuse in Mitte. Foto: Josef Vorholt