Mobilitätswende

Spielstraßen überall in Berlin

Berlin stellt die Verhältnisse auf den Kopf. Am Autofreien Tag gehört der Platz auf 35 Straßen den Kindern und Erwachsenen.

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Mobilitätswende

Kostenfrei mit Bus und Bahn

Erstmals führt Berlin einen fahrscheinlosen Tag ein. Busse und Bahnen dürfen am 22. September von allen kostenfrei genutzt werden.

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Mobilitätswende

Die Mobilitätswende macht Strecke

Die Radinfrastruktur wird in ganz Berlin massiv ausgebaut. Eine interaktive Karte von infraVelo zeigt, was sich derzeit alles tut.

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Mobilitätswende

M10 wächst über sich hinaus

Die Tramlinie M10 wird in beide Richtungen verlängert: In Zukunft wird sie von Neukölln bis zur Jungfernheide unterwegs sein.

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Lebendige Kieze und ein sicheres, komfortables und natürlich auch klimafreundliches Vorankommen sind für alle Menschen wichtig. Sie sind zentrale Aspekte einer stadtverträglichen Mobilität. Mit Deutschlands erstem Mobilitätsgesetz hat Berlin dafür den Grundstein gelegt. Seitdem haben wir bereits vieles erreicht. Dank zusätzlicher Bus- und Bahnangebote, sauberer Elektro-Busse, geschützter Radstreifen und verkehrsberuhigter Kieze können immer mehr Menschen in Berlin umweltfreundlich unterwegs sein.

Und das ist erst der Anfang: Berlin investiert so viel wie nie zuvor in einen zuverlässigen und leistungsfähigen Nahverkehr; in eine Radinfrastruktur, die zum Radfahren einlädt; in Ticketpreise, die für alle bezahlbar sind; in neue Schienenverbindungen für die Hauptstadtregion; in einen neu und fair aufgeteilten Straßenraum.

In einer echten Mobilitätswende liegen große Chancen: Wir gestalten unsere Stadt lebenswerter und klimafreundlicher und lassen eine bessere Mobilität für alle Wirklichkeit werden.

Bildrechte: SenUVK/Müller-Witte, Katatonia82/depositphotos.com, Ralf Rühmeier, BVG

Klimaschutz Berlin wird klimaneutral

Der Verkehr verursacht rund ein Drittel des Berliner CO2-Austoßes. Berlin braucht daher attraktive Alternativen zu fossil betriebenen Pkw und Lkw.

Lebenswertes Berlin Mehr Platz für Menschen

Der öffentliche Raum ist einseitig verteilt. Mehr Platz für die Menschen macht die Wege sicherer und schafft mehr Lebensqualität.

Mobilität für alle Starker Umweltverbund

Von attraktiven Alternativen zum Auto profitieren Berliner*innen in der ganzen Stadt – und gerade diejenigen mit kleinen Einkommen.

Vision Zero Sicher unterwegs

Zu viele Menschen kommen im Straßenverkehr zu Schaden. Berlin muss die schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen viel besser schützen.

Umdenken und Umlenken Neue Wege für alle

Immer mehr Menschen in Berlin nutzen Fahrrad, Bus oder Bahn. Berlin setzt dafür neue Standards und schafft neue Möglichkeiten für alle.

Fußverkehr

Mit den eigenen Füßen legen die Berliner*innen mehr Wege zurück als mit dem Rad, mit Bussen und Bahnen oder dem Auto. Gleichzeitig sind Fußgänger*innen im Straßenverkehr besonders gefährdet. Sie müssen also geschützt werden – und dafür baut Berlin eine entsprechende Infrastruktur. Aber nicht nur das: Neue Räume für Nachbarschaften entstehen durch temporäre Spielstraßen. Wo Kinder toben und Erwachsene sich gerne aufhalten, da gibt es eine neue Alltagsqualität direkt vor der Haustür.

Foto: SenUVK/Rühmeier
Projekt 1/5

Mobilitätsgesetz: Besser zu Fuß unterwegs

Im Mobilitätsgesetz schreibt erstmals ein Bundesland die Förderung des Fußverkehrs fest. Für eine bessere Mobilität sollen z.B. längere Grünphasen, abgesenkte Bordsteine oder mehr Zebrastreifen sorgen. Zusätzliches Personal in den Bezirksämtern speziell für den Fußverkehr wird Planung und Umsetzung voranbringen.

Foto: SenUVK/Müller-Witte
Projekt 2/5

Platz für Menschen: Autofreie Kieze

Wo der Stadtraum neu aufgeteilt wird, entsteht mehr Platz für die Menschen. Immer mehr temporäre Spielstraßen und verkehrsberuhigte Kieze lassen Nachbarschaften aufleben. Die neue Lebensqualität motiviert viele Anwohner*innen, sich für autofreie Kieze einzusetzen. Wir unterstützen sie dabei.

Foto: SenUVK/Rühmeier
Projekt 3/5

Neue Kreuzungen, längere Grünphasen

Verkehrssichere Kreuzungen sind wichtig für ein gutes und geschütztes Vorankommen. Berlin baut Kreuzungen um, an denen sich viele Unfälle ereignen. Dutzende dieser Kreuzungen wurden bereits neu gestaltet, viele weitere folgen. Die Grünphasen an Fußgängerampeln werden verlängert – und zwar deutlich.

Foto: SenUVK/Rühmeier
Projekt 4/5

Barrierefrei: Damit alle gut vorankommen

Eine Stadt für alle ist Berlin dann, wenn alle selbstständig mobil sein können. Deswegen werden Bordsteine abgesenkt, Gehwege erneuert, BVG-Haltestellen barrierefrei umgebaut. Die finanziellen Mittel dafür steigen deutlich. Mehr Barrierefreiheit nutzt den 350.000 Berliner*innen mit einer physischen Behinderung – und allen, die mit Kinderwagen oder Einkaufstrolleys unterwegs sind.

Foto: Stadt Wien/Christian Fürthner
Projekt 5/5

Aus Parkplätzen werden Kiez-Parklets

Parklets sind aus Holz gebaute und mit möglichst viel Grün ausgestattete Stadtmöbel im öffentlichen Raum, die anstelle von geparkten Autos auf Flächen des ruhenden Verkehrs errichtet werden. Wir unterstützen Initiativen und Vereine beim Bau von Kiez-Parklets mit bis zu 3.500 Euro.

Radverkehr

Nur jede*r Dritte in Berlin besitzt ein Auto, aber fast allen gehört ein Fahrrad. Und der Radverkehr boomt: Ein Plus von 25 Prozent gab es allein zwischen Juni 2019 und Juni 2020. Darauf reagieren wir mit mehr Investitionen für eine moderne Radinfrastruktur, mehr Stellen für die Radverkehrsplanung und neuen Leitlinien. Berlin ist damit bundesweit Vorreiter und auf dem Weg zur attraktiven Fahrrad-Metropole. Komfort und Sicherheit stehen dabei an erster Stelle.

Bild: Ralf Rühmeier
Projekt 1/8

Wer sich sicher fühlt, fährt lieber Rad.

Immer mehr geschützte Radstreifen trennen Rad- und Autoverkehr und sorgen so für ein unbeschwertes Vorankommen auf zwei Rädern, zum Beispiel an der Hasenheide oder der Holzmarktstraße. Wo jetzt noch temporäre Radstreifen installiert sind, werden diese bald dauerhaft eingerichtet.

Bild: Ralf Rühmeier
Projekt 2/8

Grün markiert:
Platz für Radfahrer*innen!

Grüne Radstreifen schaffen mehr Sicherheit durch Sichtbarkeit. Fast 30 Kilometer sind bereits realisiert, viele weitere Grünmarkierungen folgen. Sie sind rasch umsetzbar und verdeutlichen die gestiegene Bedeutung des Radverkehrs in Berlin. Mehr Infos hier.

Bild: SenUVK
Projekt 3/8

Radschnellverbindungen

Zehn Verbindungen zwischen Außenbezirken und Innenstadt mit insgesamt rund 100 Kilometer Länge sind in Planung; ab 2023 werden die ersten Abschnitte gebaut. Bequeme Breiten, ein hochwertiger Belag und eine gute Beleuchtung garantieren eine komfortable Mobilität auch über längere Strecken. Mehr Infos hier.

Bild: Minerva Studio - Fotolia.com
Projekt 4/8

Mehr Personal für bessere Radinfrastruktur

Ende 2016 arbeiteten in der Berliner Verwaltung nur eine Handvoll Verantwortlicher für den Radverkehr. Heute bringen rund 70 Beschäftigte in Senat, der landeseigenen infraVelo und den Bezirken den Radverkehr voran.

Foto: SenUVK/Rühmeier
Projekt 5/8

Abstellbügel: Überall sicher parken

Der Senat hat seit 2017 über 20.000 neue Stellplätze finanziert, viele weitere kommen dazu: an Haltestellen und Bahnhöfen, aber auch in den Quartieren überall in Berlin. Zusätzlich sind besonders geschützte Stationen und Fahrradparkhäuser geplant. Mehr Infos hier.

Bild: Stefanie Kunze
Projekt 6/8

fLotte kommunal: Lastenräder kostenlos ausleihen

Lastenräder sind klimafreundliche Alternativen zum eigenen Auto. Wer nur gelegentlich eins benötigt, kann es in vielen Bezirken kostenlos und unkompliziert ausleihen. Inzwischen ist die fLotte auf mehr als 150 Lastenräder angewachsen.

Foto: SenUVK/Rühmeier
Projekt 7/8

Leihräder für die Fahrt zwischendurch

Seit 2017 wird das Leihradsystem Nextbike mit heute rund 5.000 Fahrrädern mit Unterstützung des Berliner Senats aufgebaut. Das städtische Leihradsystem ist unschlagbar preiswert und schnell auf der Kurzstrecke. Ein wichtiges Puzzlestück umweltfreundlicher Mobilität in Berlin.

Bild: Ralf Rühmeier
Projekt 8/8

Lastenräder statt Lkw

Microhubs für eine grüne "letzte Meile" in der Paketzustellung werden in immer mehr Berliner Bezirken erprobt. Dabei sorgen klimafreundliche, leise und platzsparende Lastenräder für eine stadtverträgliche Auslieferung – ein Gewinn an Lebensqualität, gerade in dicht besiedelten Kiezen.

Leise und klimafreundlich 1600 E-Busse

Gut für Klima, Luftqualität und Lärmpegel: Kontinuierlich erneuert Berlin seine Bus-Flotte und stellt bis 2030 alle Fahrzeuge auf Elektro-Antrieb um.

Fahrradhauptstadt Berlin 34 Kilometer

Neue geschützte Radwege und Pop-Up-Bikelanes bringen Berlins Fahrradfahrer*innen mehr Sicherheit und Komfort. Viele weitere Kilometer sind in Planung.

Mehr Platz im Kiez 50 Spielstraßen

Neue Spielstraßen schaffen Freiräume für Kinder und sind Treffpunkte für Erwachsene. Lebensqualität pur vor der eigenen Haustür.

Stadt und Land verbinden 180 Kilometer

Mit bis zu 180 Kilometer neuen Schienen und 35 neuen Bahnhöfen starten Berlin und Brandenburg mit i2030 das größte Bahn-Ausbauprojekt der vergangenen 30 Jahre.

Busse & Bahnen

Busse und Bahnen sind das Rückgrat des Berliner Verkehrs: sicher, komfortabel, klimafreundlich – und entscheidend für alle, die sich kein Auto leisten können. Deshalb baut Berlin den Nah- und Regionalverkehr weiter aus. Mehr Wagen, mehr Strecken und bessere Technik machen ihn zuverlässiger und leistungsfähiger. Und mit Investitionen in Außenbezirken und Umlandgemeinden entstehen neue Bahnverbindungen zwischen Berlin und Brandenburg. So werden die Alternativen zum Auto immer attraktiver. Gleichzeitig machen mehr Ladesäulen für Elektro-Autos auch die individuelle Mobilität klimafreundlicher, wenn das Auto unverzichtbar ist.

Bild: matteo avanzi - stock.adobe.com
Projekt 1/12

Besser pendeln in der Hauptstadtregion

Die Hauptstadtregion wächst und darauf stellt sich der ÖPNV ein. Mit dem Projekt i2030 modernisieren Berlin und Brandenburg mit dem VBB und der DB den Regional- und S-Bahnverkehr. Bis zu 180 km Strecke, 99 Bahnhöfe und 6 Mrd. Euro Investitionen schaffen zuverlässige und leistungsfähige Verbindungen über die Stadtgrenze hinweg.

Bild: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang
Projekt 2/12

Neues Leben für die Siemensbahn

Im Nordwesten Berlins entsteht bis 2030 die Siemensstadt 2.0. Sie wird durch die Reaktivierung der Siemensbahn zwischen Jungfernheide und Gartenfeld per Schiene erschlossen – inklusive schneller Anbindung an Hauptbahnhof und BER. Die neuen Wohngebiete im Spandauer Norden profitieren ebenfalls. Erste Arbeiten haben begonnen.

NEB /Christian_Bedeschinski
Projekt 3/12

Mit der Heidekrautbahn in die Innenstadt

Mit der Wiederbelebung der Stammstrecke der Heidekrautbahn ist eine direkte Verbindung von Basdorf nach Berlin mit bis zu acht Haltepunkten geplant. Im 30-Minuten-Takt soll die Linie RE27 dann bis Berlin-Gesundbrunnen fahren. Spatenstich in Wilhelmsruh war bereits im Dezember 2020.

Bild: AdobeStock / Tobias Arhelger
Projekt 4/12

Mehr Takt im S-Bahn-Netz

Mit 35 Einzelprojekten macht i2030 das S-Bahn-Netz fit für die Zukunft: Immer mehr Fahrgäste profitieren bald vom 10-Minuten-Takt. Zusätzliche Gleise, Weichen und Signale sorgen für mehr Platz und Pünktlichkeit. Auch der Einsatz von Express-S-Bahnen wird untersucht. Für eine klimafreundliche Mobilität in der Stadt und im nahen Umland.

Bild: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont
Projekt 5/12

Schnell und elektrisch nach Stettin

In 90 Minuten von Berlin bis Stettin – das soll bis 2026 möglich sein. Die 135 km lange Bahnstrecke wird dazu zweigleisig ausgebaut und durchgehend elektrifiziert. Erstmals können Züge auch im Einstundentakt unterwegs sein. 2021 sollen die Bauarbeiten beginnen. Polen und Deutschland rücken zusammen.

Bild: BVG, Süß
Projekt 6/12

Gelb, groß – und elektrisch

Klimafreundlich, leise und abgasfrei so machen die neuen Elektro-Busse mit innovativer Technik den Berliner ÖPNV noch stadtverträglicher. Über 130 E Busse sind bereits im Einsatz, darunter leistungsstarke Gelenkbusse. Bis 2030 werden alle BVG Busse sauber unterwegs sein.

Bild: S-Bahn Berlin GmbH / J. Donath
Projekt 7/12

Eine Stadt für alle: Bezahlbar durch Berlin

Wir haben die Tarife des ÖPNV für hunderttausende Menschen deutlich gesenkt. Jetzt fahren alle Berliner Schüler*innen kostenlos, das Sozialticket ist um ein Viertel günstiger und Azubis können für einen Euro pro Tag in Berlin und Brandenburg unterwegs sein.

Bild: BVG, Chudy
Projekt 8/12

Neue Straßenbahnen für Berlin

Straßenbahnen sind leistungsfähig, sauber und klimafreundlich. Viel neue Strecken werden gebaut, Netz und Wagenbestand bis 2035 um jeweils fast 40 Prozent erweitert. Voran geht es unter anderem in Adlershof und zwischen Hauptbahnhof und Turmstraße. Das ermöglicht mehr Komfort und Zuverlässigkeit.

Foto: BVG/Süß
Projekt 9/12

Freie Fahrt für Berlins Busse

Über 1 Million Fahrgäste steigen jeden Werktag in einen BVG-Bus. Damit sie besser vorankommen, haben wir bereits 65 Kilometer Busspuren neu eingerichtet oder erweitert. Die BVG darf zudem falsch geparkte Autos eigenständig abschleppen. So wird Busfahren noch schneller und attraktiver.

Bild: BVG, Lang
Projekt 10/12

Neue U-Bahn-Wagen für Berlin

Zu einer wachsenden Stadt gehört eine leistungsfähige U-Bahn. Bis 2035 kauft Berlin neue U-Bahn-Wagen und erhöht den Bestand um ein Drittel auf fast 1.700 Wagen. Die U5 fährt seit Ende 2020 vom Stadtrand bis zum Hauptbahnhof. Perspektivisch werden weitere Strecken ausgebaut.

Bild: S-Bahn Berlin GmbH / J. Donath
Projekt 11/12

S-Bahn: Neue Wagen, mehr Qualität, bessere Preise

Seit Anfang 2021 fahren die ersten neuen S-Bahn-Wagen, viele weitere folgen. Künftig wird der komplette Wagenpark dem Land Berlin gehören. Betrieb und Unterhalt übernehmen Unternehmen, die sich über eine Ausschreibung bewerben. So zielen wir auf beste Qualität zu geringen Kosten. Mehr Infos hier.

Foto: Sopotniccy/depositphotos.com
Projekt 12/12

Mehr Ladesäulen für E-Autos

Berlin ist mit rund 1.400 öffentlichen Ladesäulen im Vergleich zu anderen deutschen Städten gut ausgestattet, weitere 1.000 kommen dazu. Das erleichtert den Umstieg auf ein Elektro-Auto. Denn wer wie Menschen mit Behinderung, Pflegedienste oder Handwerksunternehmen auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen ist, soll möglichst sauber unterwegs sein.

Nahverkehrsplan

ÖPNV-Zuschüsse

2018 1,1 Mrd. €
2028 2,1 Mrd. €
+90%

Berlin erhöht bis 2028 die jährlichen ÖPNV-Zuschüsse um fast das Doppelte und steckt bis 2035 insgesamt mehr als 28 Milliarden Euro in bessere Busse und Bahnen.

Straßenbahnen

2019 340 Fahrzeuge
2035 470 Fahrzeuge
+38%

Neue und zusätzliche Straßenbahnen ermöglichen höhere Taktzahlen und mehr Komfort.

U-Bahn

2019 1.270 Wagen
2035 1.700 Wagen
+33%

Der Bestand wird ausgetauscht und ausgebaut: So wird die U-Bahn noch leistungsfähiger.

Straßenbahn-Strecken

2019 194 km
2035 267 km
+38%

Auf vielen Strecken ist die Straßenbahn unschlagbar effizient. Neue Verbindungen soll es auch bei S- und U-Bahnen geben.

Häufige Fragen

Eine grundlegende Mobilitätswende in einer Millionenmetropole wie Berlin kann nicht von heute auf morgen geschehen – aber jeden Tag etwas mehr. Neue Gesetze müssen erst erarbeitet und verabschiedet, neue Stellen in den Verwaltungen geschaffen und besetzt und Haushaltsmittel bereitgestellt werden. Nicht zuletzt braucht die Planung und der Bau von Infrastruktur Zeit.
Bei der E-Bus-Flotte ist Berlin eine der Vorreiterinnen in Deutschland. Geschützte Radfahrstreifen gab es bis vor kurzem in Deutschland nicht; sie mussten erst entwickelt werden. Für viele dieser Fragen braucht es spezifische Lösungen, die zu Berlin passen. Andere Lösungen brauchen Zeit zur Umsetzung: So müssen die neuen S-Bahn- und U-Bahn-Wagen erst gebaut werden, davor sind europaweite Ausschreibungen vorgeschrieben.
Ziel ist es, dass 2030 eine deutlich verbesserte Situation für Fußgänger*innen, Radfahrende und Nutzer*innen des ÖPNV realisiert ist. Die Schritte, um dieses Ziel zu erreichen, werden jetzt und in den kommenden Jahren umgesetzt.

Die Berliner Verkehrspolitik beruht beim Straßenverkehr auf geteilten Zuständigkeiten: Der Senat definiert die Bedingungen für neue Fahrrad- oder Fußwege und übernimmt (teilweise) die Finanzierung. Die Bezirke sind für die Baumaßnahmen vor Ort zuständig. Sie setzen in eigener Regie und nach eigenen Prioritäten und den verfügbaren Ressourcen Schritt für Schritt die Maßnahmen um. In gemeinsamen Gremien wie dem Bündnis für Radverkehr und mit Unterstützung der GB infraVelo GmbH wird die Zusammenarbeit gestärkt und die Umsetzung verbessert.
Vor allem für bezirksübergreifende Projekte wie Radschnellverbindungen oder Grünmarkierungen gibt es die landeseigene GB infraVelo GmbH. Sie ist der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz unterstellt. Inzwischen haben alle Bezirke Kooperationsvereinbarungen mit ihr abgeschlossen, die die Grundlage für den beschleunigten Ausbau der Radinfrastruktur sind.
Im Bereich Linienbusse, Fähren, Straßen- und U-Bahnen beauftragt das Land Berlin die Berliner Verkehrsbetriebe mit der Erbringung von Transportleistungen. Qualität und Quantität sowie das finanzielle Volumen werden dafür in einem entsprechenden Vertrag festgelegt. Leistungen im S-Bahn-Verkehr kauft das Land Berlin bei der Deutschen Bahn AG ein. Federführend hier ist wie auch für die Leistungen der BVG die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Beteiligungsprozesse sind wichtig, um die Akzeptanz von Infrastruktur-Projekten zu sichern und berechtigte Anliegen zu erkennen, denn die Anwohner*innen sind die Expert*innen vor Ort. Die Hinweise aus der Bevölkerung werden in die Überlegungen aufgenommen. Gleichzeitig benötigen solche Verfahren Zeit und binden Ressourcen. Neben den Interessen der Anwohner*innen sind auch jene zu berücksichtigen, die beispielsweise als Pendler*innen von der neuen Infrastruktur profitieren. Auf Basis dieser Rückmeldungen treffen Senat und Bezirksverwaltungen dann Entscheidungen über die konkrete Umsetzung von Baumaßnahmen. So ist es auch in den „Leitlinien für die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Projekten und Prozessen der räumlichen Stadtentwicklung“ vorgesehen.

Rund 70 Prozent der Berliner*innen leben außerhalb des S-Bahn-Rings. Es ist also richtig, die Mobilitätswende in der gesamten Stadt voranzutreiben. Gerade vom neuen Nahverkehrsplan mit seinen Investitionen in Busse, Bahnen und die technische Infrastruktur wie Gleise oder Weichen profitieren die Menschen in den Außenbezirken besonders. Zudem sorgen wir dafür, dass der 10-Minuten-Takt auch in den Außenbezirken zum Standardtakt des ÖPNV wird. Das Projekt i2030 ermöglicht bessere Verbindungen zwischen der Metropolregion Berlin und Brandenburg. Die Radschnellverbindungen führen von den Außenbezirken in die Innenstadt und machen auch über lange Strecken das Fahrradfahren noch attraktiver.

In Berlin wird es auch in Zukunft Personen geben, die ohne eigenes Fahrzeug nicht mobil sein können, beispielsweise Menschen mit Behinderungen. Ihre Interessen werden natürlich berücksichtigt. Ebenfalls werden Polizei, Feuerwehr, die Müllabfuhr oder Baufirmen weiterhin eigene Fahrzeuge benötigen.
Für alle anderen bauen wir den ÖPNV und den Radverkehr aus, verbessern die Möglichkeiten, ein elektrisch betriebenes Auto zu nutzen oder sich einen Pkw zu teilen. Mittlerweile kostet die Nutzung von E-Autos über die gesamte Lebensdauer gerechnet etwa so viel wie bei Benzin- oder Diesel-Pkw.
Die aktuelle Pkw-Nutzung ist nicht sehr effizient: Durchschnittlich sitzt kaum mehr als eine Person in einem Pkw, der im Schnitt 23 Stunden am Tag am Straßenrand steht und mehr als 150 Stunden pro Jahr im Stau. Mit Bussen und Bahnen sowie mit dem Fahrrad kommt man schon heute häufig schneller und preiswerter durch Berlin. Die Mobilitätswende sorgt dafür, dass es immer weniger Gründe für ein eigenes Auto gibt.