Natur + Grün  

 

Ausstellung natürlich BERLIN!

Volkspark

 Audiodatei zur Ausstellungstafel (mp3, 4:00 min; 9,4 MB)

Auf der linken Seite des Bildes ein Fluss, daneben verläuft ein breiter Parkweg. Am Ufer stehen dicke Bäume mit ausladenden Baumkronen, die zum Teil über den Fußweg ragen. Im Hintergrund führt eine kleine Brücke über das Wasser. An der rechten Wegseite stehen einige Sitzbänke, eingerahmt von dichten Büschen. Etwas entfernt nähern sich Spaziergänger und ein Kind auf einem Fahrrad.
Volkspark Jungfernheide; Foto: Josef Vorholt

In der Bildmitte sitzt ein Habicht mit dem Rücken zum Betrachter auf dem Ast einer Birke. Er hat den Kopf zur Seite gedreht. Das Blau des Himmels im Hintergrund verschwimmt. Der Greifvogel erreicht eine Länge bis zu 60 Zentimeter, hat kurze, breite Flügel und lange abgerundete Schwanzfedern. Das Rückengefieder ist bräunlich, der Kopf etwas dunkler und weist einen hellen Überaugenstrich auf. Besonders markant ist die leuchtend rote Iris des ausgewachsenen Tieres. Der Ansatz des kräftigen, gekrümmten Schnabels ist gelb gefärbt.
Habicht; Foto: Josef Vorholt
Zeit für ein Picknick: Die Berlinerinnen und Berliner verbringen ihre Freizeit gerne in den Parkanlagen der Stadt.

Wiesen, Büsche, waldartige Bereiche und Gewässer locken natürlich auch viele Tiere an. Ringeltaube und Habicht – eigentlich Waldvögel – finden hier geeignete Rückzugsmöglichkeiten. Im Großen Tiergarten brütet auch der Mäusebussard; die Stadt bietet ihm einen reichgedeckten Tisch voller Nager und Tauben. Die ostasiatische Mandarinente fällt mit ihrem bunten Gefieder besonders auf: Einst aus der Tierhaltung geflüchtet, hat sich der Bestand in den Berliner Parks gut entwickelt.

 
Ein Blick von oben auf einen farbenprächtigen Mandarinen-Erpel, inmitten vieler Stockenten und Blessrallen in einem Gewässer. Das Männchen steht als einziges Tier auf einem Stein, die anderen schwimmen dicht gedrängt im Wasser. Die etwa 45 Zentimeter lange Mandarinente stammt ursprünglich aus Ostasien und gilt als einer der schönsten Vögel Deutschlands. Der abgebildete Erpel mit blassrosa Schnabel zeigt sein Prachtkleid, das zur Brutzeit getragen wird: der Kopf schillert in den Farben gelb, orange, dunkelblau und im Nacken dunkelgrün. Über die Augen zieht sich eine weiße Maske, die im Nacken schmaler wird. Die orange-braunen Federn am Hals stehen etwas ab. Das restliche Gefieder ist ebenfalls farblich stark variierend. Am Rücken ist es braun, blau und grün mit schwarzen und weißen Streifen. Auffällig sind zwei große orangefarbene Akzente an den Flügeln.
Mandarinenente in Gesellschaft von Stockenten und Blessrallen; Foto: Konrad Zwingmann