Natur + Grün  

 

Ausstellung natürlich BERLIN!

Kleingewässer ganz groß

 Audiodatei zur Ausstellungstafel (mp3, 3:34 min; 8,4 MB)

Im Gras am Seeufer sitzt ein kräftiger Mann in blauer Latzhose, T-Shirt und mit Basecap. Er hält eine lange Angelrute in Richtung Wasser, eine zweite liegt in einem Rutenhalter. Auf der glatten Wasseroberfläche schwimmen in Ufernähe einige Seerosen, am gegenüberliegenden Rand des Sees stehen Laubbäume. Zwischen ihnen ist die Böschung grasbewachsen. Die Bäume, der blaue Himmel und Wolken spiegeln sich im Wasser.
Grimnitzsee mit Angler; Foto: Josef Vorholt

Ein naher Blick von oben auf eine Ringelnatter, die sich zusammengekringelt hat. Ihr olivgrüner, durch schwarze Flecken gesprenkelter Körper glänzt in der Sonne. Die Rückenschuppen sind gekielt. Hinter dem ovalen flachen Kopf befinden sich die zwei gelben halbmondförmigen Flecken. Die Ringelnatter hat große Augen und runde Pupillen.
Ringelnatter; Foto: Dietmar Nill
Pfuhle und Seen sind Relikte der letzten Eiszeit. Fischteiche, Torfstiche und durch Kiesabbau entstandene Seen wurden vom Menschen angelegt.

Die Kleingewässer der Stadt bieten Ruhe und Entspannung. Besonders wichtig sind sie als Laichplatz für die stark gefährdeten Amphibienarten wie Erdkröte, Teichfrosch und Knoblauchkröte. Auch die Ringelnatter bewohnt strukturreiche Feucht- und Landlebensräume. Sie ist ein guter Schwimmer.

Im Naturschutzgebiet "Karower Teiche" lassen sich Graugänse, Rothalstaucher und Zwergtaucher beobachten. Die kleine Beutelmeise baut hier ihr kunstvolles Nest zwischen den Zweigen.
 
Zwischen flachen, bläulich schimmernden Wellen schwimmt ein Rothalstaucher. Seine Körperlänge beträgt zwischen 40 und 50 Zentimeter. Der Vogel ist in seinem sommerlichen Prachtkleid unverwechselbar: der Hals ist rotbraun, während das Gefieder am Rücken schwarz-braun gefärbt ist. Am Kopf zieht sich die schwarze Färbung über die Augen bis zum langen spitzen Schnabel. Nur der Schnabelansatz ist gelb. Wangen und Kehle des Rothalstauchers sind hellgrau.
Rothalstaucher; Foto: Josef Vorholt