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Metropolis

Aktuelles 2017


Gemeinsam nachhaltige Entwicklung betreiben:


Die Policy Transfer Platform und die „Localizing the SDGs“-Initiative verbinden sich

Nachhaltige Entwicklung ist nur vernetzt möglich. Diesen Grundsatz verfolgt die Berliner Metropolis-Initiative „Policy Transfer Platform“ nicht nur, indem sie weltweit Akteure zum Thema Nachhaltigkeit verbindet. Im August schloss sie eine Partnerschaft mit der durch UN-Habitat geförderten Initiative „Localizing the SDGs“. Wesentliches Ziel der Kooperation ist es, den Erfahrungsaustausch zwischen Städten zu fördern und so zur erfolgreichen Implementierung nachhaltiger Entwicklungsziele beizutragen.

Ein wichtiger Ausgangspunkt der Partnerschaft war die Verabschiedung der globalen Agenda für nachhaltige Entwicklung im September 2015. Die darin festgelegten Entwicklungsziele – die „Sustainable Development Goals“ (SDGs) – sollen innerhalb der nächsten 15 Jahre in allen Ländern der Welt erreicht werden. Vor allem auf der lokalen Ebene ist dieses ambitionierte Vorhaben stark von der Aktionsbereitschaft der Städte abhängig. Deshalb wurde die „Localizing the SDGs“-Initiative von den drei internationalen Organisationen UN-Habitat, UNDP und der Global Taskforce of Local and Regional Governments ins Leben gerufen. Sie soll das Verständnis lokaler Akteure für nachhaltige Entwicklungsziele verbessern und zu praktischem Handeln im Sinne einer Umsetzung der SDGs anregen. Mit der Initiative ist eine Internetplattform für Modellprojekte verbunden, ganz ähnlich der „Policy Transfer Platform“.

Im Verbund zeigen beide Projekte nun, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine abstrakte Idee ist, sondern auf vielfältige und kreative Weise im städtischen Alltag wie auch im Politischen umgesetzt wird. Ob urbane Landwirtschaft in São Paulo, partizipative Umgestaltung städtischer Plätze in Berlin oder ein öffentliches Leihsystem für Fahrräder in Hangzhou – die kooperie-renden Plattformen bieten inspirierende Instrumente, Fallbeispiele und Lernmaterialien. Sie ermutigen Akteure weltweit, aktiv zu werden und sich einfach zu vernetzen.

Zukünftig werden die „Policy Transfer Platform“ und „Localizing the SDGs“ integrierte, inklusive und nachhaltige territoriale Entwicklung weltweit unterstützen. Mehr zur Partnerschaft finden Sie unter Localizing the SDGs.



XII. Metropolis-Weltkongress in Montréal 2017:


„Global Challenges: Major Cities in Action“


Berlin fördert mit der Gründung des „Cities Sustainability Collaboratory“ den Austausch zwischen den Metropolen der Welt zur Umsetzung der Neuen Urbanen Agenda und der Sustainable Development Goals.

Vom 19. bis 22. Juni 2017 fand unter dem Motto "Global Challenges: Major Cities in Action" im kanadischen Montréal der zwölfte Weltkongress des internationalen Städtenetzwerks Metropolis statt, an dem etwa 800 politische Vertreter der Mitgliedsstädte sowie zahlreiche Vertreter der UN, des World Urban Forum, des World Economic Forum, der Weltbank, von UCLG, ICLEI und C40 teilnahmen.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, gründete im Rahmen des Weltkongresses in Montreal ein bisher einzigartiges Format der Zusammenarbeit für Bürgermeister, exzellente Wissenschaftler und Experten im Bereich Stadtentwicklung aus fünf Kontinenten. Gründungsmitglieder sind Bürgermeister, Vertreter von Finanz- und Kulturinstitutionen sowie Wissenschaftler aus Berlin, Buenos Aires, Madrid, Dakar, Guangzhou, Mexiko und Johannesburg. Mit dem Collaboratory stellt Berlin ein Instrument bereit, das die praktische Umsetzung der Neuen Urbanen Agenda (NUA), die von den großen Städten mitformuliert wurde, unterstützt.

Berlin hatte bereits 2015 die "PrepCity"-Taskforce gegründet, die der Vorbereitung der Habitat-III-Konferenz der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr diente. Dabei wurden Empfehlungen der Weltmetropolen an die UN entwickelt, welche direkt in die Ergebnisse der NUA einflossen.

In einer Zeit schnellen technologischen Fortschritts und Meinungswandels setzt der Berliner Bürgermeister mit dem Collaboratory auf den Wissensaustausch von Akteuren, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven beschäftigen.

Wie dies in der Praxis aussehen kann, verdeutlichte der Regierende Bürgermeister Michael Müller auf der von der Stadt Guangzhou initiierten Veranstaltung „Cities in Action: Urban Innovation and the Local Implementation of the Global Agendas“. Müller betonte die Notwendigkeit der Integration der großen Zahl von Flüchtlingen weltweit durch den Zugang zu Bildung und Arbeit. Beispielgebend stellte er dazu drei aktuelle Berliner Integrationsprojekte vor: die Initiativen „Beruflicher Einstieg für Geflüchtete“ (FairWelcome e.V.), „Entwicklung von Kooperationen Geflüchteter und deren neue Nachbarschaften“ (BENN – Berlin Entwickelt neue Nachbarschaften) und freiwilliges gesellschaftliches Engagement Geflüchteter („Give Something Back to Berlin“).

Ähnliches betonte die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli. Chebli sprach in Montréal über die Berliner Positionen zur Rolle der aufnehmenden Gesellschaft bei der Integration von Migranten und präsentierte ein Spektrum von Berliner Initiativen zur Integration von Geflüchteten.

Im Rahmen des Weltkongresses wurde der Regierende Bürgermeister in seiner Position als Metropolis Co-Präsident wiedergewählt. Ebenso wurde Barbara Berninger, Leiterin des Referates EU und Internationales der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, als Regionalsekretärin des Netzwerks für Europa bestätigt.


Metropolis Initaitive


Vorberichterstattung zum XII. Metropolis-Weltkongress in Montréal 2017

Vom 19. bis 22. Juni 2017 findet unter dem Motto "Global Challenges: Major Cities in Action" im kanadischen Montréal der zwölfte Weltkongress des internationalen Städtenetzwerks Metropolis statt. Der Weltkongress bietet Entscheidungsträgern aus den großen Städten der Welt sowie öffentlichen, institutionellen, privaten und akademischen Interessierten die Möglichkeit, in Austausch zu treten und Lösungsansätze für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Über 100 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, darunter Denis Coderre aus Montréal, Anne Hidalgo aus Paris und Manuela Carmena aus Madrid haben die Auswahl zwischen 200 verschiedenen Veranstaltungen, die sich an sechs Hauptthemen orientieren. Zu diesen zählen u.a. die Herausforderungen der "Smart Cities" und "Metropolitan Leadership and Governance".

Die Berliner Delegation wird vom Regierenden Bürgermeister, Michael Müller, angeführt, der sich in Montréal zur Wiederwahl als Co-Präsident von Metropolis aufstellt. Die Leiterin des Referates "EU und Internationales" der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Frau Barbara Berninger, wird erneut als Regionalsekretärin des Netzwerks für Europa kandidieren und die neue Berliner Initiative leiten.

Um die Implementierung der New Urban Agenda (NUA) sowie der Sustainable Development Goals zu unterstützen, wird Berlin am 21. Juni die Veranstaltung "Metropolises Meeting the Challenge of the NUA" anbieten. Die Sitzung wurde als eine von 18 Veranstaltungen aus über 180 Bewerbungen ausgewählt. Berlin hatte 2015 die "PrepCity"-Taskforce gegründet, die der Vorbereitung der Habitat-III-Konferenz der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr diente und deren Ergebnisse in die Beratungen zur NUA einflossen. Empfehlungen der Weltmetropolen an die UN wurden hier entwickelt. Die Sitzung in Montréal dient als Veranstaltung zur Bildung eines "Cities Sustainability Collaboratory" (CSC), mit dem ein praktischer Fahrplan für eine nachhaltige Stadtentwicklung in den teilnehmenden Städten formuliert werden soll. Das CSC wurde durch Metropolis unter den ersten drei Pilotprojekten aus 15 Einreichungen platziert. Aus dem Publikum tragen Rahmatouca Sow Dieye (Dakar) und Olivia Labonté (UN Habitat Youth Advisory Board North America) mit Statements zur Veranstaltung bei. Moderiert wird diese durch Prof. Paul James von der University of Western Sydney. Neal Peirce, Chefredakteur von Citiscope, wird einen Überblick zum Stand der bisherigen Umsetzungsanstrengungen zur NUA geben.

Eine Deklaration, die von den Teilnehmern des Kongresses verabschiedet wird und den Führungsanspruch von Städten bei der Lösung regionaler und globaler Herausforderungen, insbesondere im Bereich Klimaschutz unterstreicht, verdeutlicht die Notwendigkeit von internationaler Vernetzung. Die Inhalte dieser Deklaration werden von Berlin bereits seit längerer Zeit praktiziert und durch die Auftaktveranstaltung des CSC in Montreal aufgegriffen.

Der Regierende Bürgermeister wird als einer der Redner der Plenarsitzung "Living Together, Right to the City: How Can We Build Inclusive Cities?" auftreten und erläutern, wie gelebte Inklusion in Berlin aussieht und seine Visionen für die Zukunft vorstellen. Die unter Federführung Berlins entwickelte "Policy Transfer Platform", die einen Best-Practice-Austausch zwischen Städten ermöglicht, wird zudem während des gesamten Tagungszeitraums mittels einer Poster-Präsentation in der Ausstellungshalle des Kongresszentrums vorgestellt.

Das 1985 gegründete weltumspannende Netzwerk Metropolis bietet 136 Haupt- und Millionenstädten und großstädtischen Regionen ein internationales Austausch- und Kooperationsforum. Alljährlich beraten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im "Board of Directors" und entscheiden alle drei Jahre auf einem Weltkongress über die strategische Ausrichtung der jeweils dreijährigen Arbeitsphasen zu städtischen Handlungsfeldern. Das Netzwerk pflegt Partnerschaften mit anderen globalen Institutionen und Nichtregierungs-organisationen (z.B. UN-Habitat, Weltbank, Eurocities, GIZ) und ist so das einflussreichste Netzwerk für Metropolen.

Philippe Couillard, Premierminister der Provinz Quebec begrüßt einen Mohawk Ureinwohner. Links im Bild RBm Michael Müller und StS Sawsan Chebli.; Foto: Metropolis
Philippe Couillard, Premierminister der Provinz Quebec begrüßt einen Mohawk Ureinwohner. Links im Bild RBm Michael Müller und StS Sawsan Chebli.
Foto: Metropolis

Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, während seines Besuchs auf dem Weltkongress. Foto: Metropolis
Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, während seines Besuchs auf dem Weltkongress.
Foto: Metropolis

Der Metropolis-Vorstand der Arbeitsperiode 2018 – 2020. Foto: Metropolis
Der Metropolis-Vorstand der Arbeitsperiode
2018 – 2020. Foto: Metropolis

Der Eingangsbereich des Palais des Congrès in Montréal, Veranstaltungsort des Weltkongresses. Foto: H. B. Ramm
Der Eingangsbereich des Palais des Congrès in Montréal, Veranstaltungsort des Weltkongresses. Foto: H. B. Ramm

Aufzeichnung

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Deklaration XII. Metropolis-Weltkongress




Berlin intensiviert Zusammenarbeit mit Guangzhou im Rahmen der Metropolis- und UCLG-Strategietreffen in Barcelona


Regelmäßig treffen sich die Regionalsekretäre des Metropolis Städtenetzwerks, um über strategische Weichenstellungen und Verbesserungen in der internationalen Zusammenarbeit zu beraten. Metropolis ist Teil des globalen Dachverbands der Städtenetzwerke, United Cities and Local Governments, kurz UCLG. Beide Netzwerke mit Sitz in Barcelona veranstalteten ihre Strategietreffen in der Woche vom 20. bis 24. Februar 2017 unter Teilnahme von Berlin.

Auf Einladung des Generalsekretärs von Metropolis, Felip Roca, trafen sich die Regionalsekretäre des Netzwerks, um die Inhalte des Arbeitsplans für die kommenden drei Jahre, die Einführung von neuartigen Pilotprojekten sowie Budgetfragen zu besprechen.

Zum Abschluss des Treffens unterzeichneten die Metropolis Regionalsekretärin für Europa, Barbara Berninger, Berlins und der Regionalsekretär für Asien-Pazifik, Liu Baochun, ein Abkommen zur vertieften Partnerschaft der Städte Berlin und Guangzhou sowie eine engere Kooperation ihrer Metropolis-Aktivitäten mit Bezug auf die von Berlin entwickelte Policy Transfer Platform und dem Guangzhou Innovation Award, ein internationaler Preis für städtische Vorzeigeprojekte.

Am UCLG Strategietreffen nahmen zahlreiche institutionelle Mitglieder der Organisation teil, darunter Vertreter der Präsidentschaft, den Vizepräsidentschaften, UCLG-Sektionen und Komitees. Dabei wurden die Ergebnisse des letzten UCLG Weltkongresses in Bogota, des UN-Habitat III Treffens in Quito und die Herausforderungen und nächsten Schritte zur Implementierung der New Urban Agenda besprochen.

Ein Hauptaugenmerk lag auf den Themen Lernen und Kommunikation und einer besseren Koordination der unterschiedlichen Plattformen und Aktivitäten aller Teilnehmer. Auch hier wurde Berlins Arbeit an der Policy Transfer Platform als wichtiges internationales Lerninstrument vom UCLG-Generalsekretariat hervorgehoben und zu mehr Synergien bei der Zusammenarbeit aufgerufen.
Metropolis Initaitive

Unterzeichnung des Abkommens zur vertieften Partnerschaft der Städte Berlin und Guangzhou; Foto: Jonas Schorr
Liu Baochun, Metropolis-Regionalsekretär Asien-Pazifik und Direktor des Guangzhou Institute for Urban Innovation und Barbara Berninger, Metropolis-Regionalsekretärin Europa und Referatsleiterin EU & Internationales (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen) unterzeichnen am 23. Februar 2017 ein Memorandum of Understanding zur vertieften Zusammenarbeit.
Foto: Jonas Schorr