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Straßen und Brücken für Berlin

Autobahnausbau der A 10 in Pankow - Das Vorhaben


Die BAB A 10 (Nördlicher Berliner Ring) verknüpft als weiträumige Verkehrsverbindung den Raum Berlin mit anderen Wirtschaftszentren. Die prognostizierte Verkehrsbelastung erforderte den Ausbau der Bundesautobahn auf einen sechsstreifigen Querschnitt.

Der betroffene Autobahnabschnitt ist ca. 5,4 km lang und verläuft von der westlichen Grenze des Landes Berlin im Bereich des Autobahndreiecks Pankow in östlicher Richtung anbaufrei bzw. in Berlin-Buch und Berlin-Karow innerhalb bebauter Gebiete. Hierbei kreuzt die Autobahn die Bundesfernstraße B 109, den Lietzengraben, die Panke und die Karower Chaussee mit Brückenbauwerken. Die Hobrechtsfelder Chaussee, die Regionalbahnstrecke NE 27 der Niederbarnimer Eisenbahn, die Boenkestraße sowie die Gleisanlagen der DB AG (S-Bahn, Fernbahn) queren die Autobahn in diesem Abschnitt mit Überführungsbauwerken.

Aufgrund der Verbreiterung und der zum Teil geänderten Gradiente mussten alle Ingenieurbauwerke durch Brücken mit einer größeren lichten Weite ersetzt werden.

Geschlossene Regenwasserableitung

Die Entwässerungsanlagen der alten BAB A 10 befanden sich in einem schlechten Zustand und entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Deshalb entstand eine geschlossene Regenwasserableitung. Der Hochpunkt der Autobahntrasse in der Nähe der Bucher Chaussee teilt das Einzugsgebiet in zwei Abschnitte. Der westliche Abschnitt zwischen Hobrechtsfelder Chaussee und Bucher Chaussee wird über einen Bodenfilter entwässert, der sich in der Nähe des Geländetiefpunktes im Bereich Boenkestraße befindet. Der östliche Abschnitt jenseits der Bucher Chaussee entwässert in einen Bodenfilter, der sich aufgrund der topografischen Verhältnisse unmittelbar jenseits der Landesgrenze auf Brandenburger Gebiet befindet.

Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der Autobahn wurden die Brücken über die Schönerlinder Straße (B 109), den Lietzengraben, die Panke und die Karower Chaussee erneuert und entsprechend verbreitert. Um die Breite des neuen Autobahndamms im Bereich zwischen östlicher Landesgrenze und Karower Chaussee zu begrenzen, wurden Stützwände errichtet.

7,50 Meter hohe Lärmschutzwände

Zum Schutz der Anwohner erhielt die Autobahn auf der Nordseite auf einer Länge von ca. 1,5 km und auf der Südseite auf einer Länge von ca. 1.8 km Lärmschutzwände, die bis zu 7,50 m hoch sind. Bestandteil des Bauvorhabens waren auch umfangreiche landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen.

Zum Ausgleich, der für den Ausbau notwendigen Eingriffen in Natur und Landschaft, wurden u.a. Neuanpflanzungen von Bäumen und Gehölzen sowohl im Bereich der Autobahntrasse als auch im Rahmen eines trassenfernen Flächenpools angelegt.

Des Weiteren gehörten die Entsiegelung von ehemaligen Militärflächen und der Umbau von ehemaligen Bunkern zu Fledermausquartieren zu diesen Leistungen. Entlang der Trasse erfolgten im Vorfeld archäologische Untersuchungen des Geländes.

Durch die Verbesserung bzw. Erweiterung des aktiven und passiven Schallschutzes sowie die Verbesserung der Fahrbahnoberfläche konnte die Lärmbelastung im Einwirkungsbereich deutlich minimiert werden.

Der Planfeststellungsbeschluss für den im Land Berlin liegenden Abschnitt der BAB A 10 liegt seit März 2009 vor. Mit den Bauarbeiten wurde im gleichen Jahr begonnen.

Die Verkehrsfreigabe erfolgte fristgerecht am 07. Oktober 2015 durch die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Frau Dorothee Bär und den Staatssekretär bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin Herrn Christian Gaebler.

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Brücke Hobrechtsfelder Chaussee
Brücke Hobrechtsfelder Chaussee

Trassenfernen Flächenpool
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