Verkehr  
 

Radrouten – Europaradweg R1 (Ost)

Etappe von Alt-Treptow nach Oberschöneweide




9. Osthafen

Während sich im Westhafen der Containerverkehr konzentriert, siedeln sich in den Speichergebäuden des Osthafens zunehmend Medienunternehmen an. Das Südufer der Spree zwischen der Schleuse am Landwehrkanal und der Elsenbrücke hat nach der Wende das kreative Berlin angezogen. Am Flutgraben reihen sich diverse Strandbars aneinander. Im ehemaligen Straßenbahndepot, der heutigen Arena, finden spektakuläre Musikveranstaltungen statt, in der Spree schwimmt ein Badeschiff. Nicht zu übersehen ist der Molecular Man von Jonathan Borofsky, ein 30 m hohes Monumentalkunstwerk in der Mitte der ausgedehnten Wasserfläche.
 

10. Treptower Park

In der Mitte des 88 ha großen Wiesenparks wurde nach dem 2. Weltkrieg das zentrale Ehrenmal der sowjetischen Armee errichtet. Nordöstlich grenzt der Volkspark an die Spree und an die Anleger der Kreis- und Sternschifffahrt. Im östlichen Bereich des Parks befindet sich die historische Archenhold-Sternwarte.
 

11. Alt-Treptow

Ab dem 16. Jahrhundert befanden sich gegenüber der Stralauer Halbinsel ein Fischereibetrieb und eine Imkerei. Später siedelte sich hier ein Gasthaus mit dem Namen Spreebudike an, der Vorläufer des Restaurants Zenner. Bis heute wird in dem, von dem Schinkel-Schüler Carl Gotthard Langhans 1822 entworfenen Ausflugslokal Bier ausgeschenkt. Einen Sonntagsausflug wert sind die Uferpromenade an der Spree und die Insel der Jugend. Von hier startet ein Wasserflugzeug zu Rundflügen über Berlin.
 

12. Stralau

Gegenüber von Alt-Treptow ragt die Halbinsel Stralau in die Spree. Von dem alten Fischerdorf Stralau künden heute die Dorfkirche und der Friedhof. Berühmt ist der Stralauer Fischzug, der anlässlich des alljährlichen Anfischens gefeiert wird. Der erste Unterwasser-Straßenbahntunnel von 1899 ist heute zugeschüttet.
 

13. Plänterwald

Der 89 ha große Forst wurde seit 1760 mit Hilfe des Plenterverfahrens forstwirtschaftlich genutzt. 1969 entstand am Spreeufer ein ständiger Vergnügungspark, der jährlich von 1,5 Mio. Berlinerinnen und Berlinern besucht wurde. Zurzeit ist der Spreepark geschlossen. Das schon von Fontane beschriebene Restaurant Eierhäuschen steht seit 1990 leer.
 

14. Funkhaus Nalepastraße

Seit 1956 war das Funkhaus Sitz des Rundfunks der DDR. In den Studios mit der legendären Akustik wurden von 1956–90 die Funkprogramme aller Radiosender der DDR produziert und ausgestrahlt. Nach dem Ende der DDR stellte man den Sendebetrieb ein. Die Nachnutzung des denkmalgeschützten Funkhauses ist ungeklärt.
 

15. Trabrennbahn Karlshorst

Neben Mariendorf und Hoppegarten befindet sich in Karlshorst die dritte Pferderennbahn Berlins. Vor der deutschen Einheit war Karlshorst die einzige Trabrennbahn der DDR. Der verbliebene Teil steht unter Denkmalschutz und wird vom Pferdesportpark Berlin-Karlshorst e.V. betreut, der in der Saison Freitags die Rennen veranstaltet.


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