Umwelt  

 

Wasser und Geologie

Überschwemmungsgebiete

1954; Überschwemmungen Tiefwerder
Überschwemmungen in Tiefwerder im Jahr 1954;
Foto: Hans-Gerhard Kolat
1988; Überschwemmungen Tiefwerder
Überschwemmungen in Tiefwerder im Jahr 1988;
Foto: Hans-Gerhard Kolat

Der Gesetzgeber hat die Länder im Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) vom 31. Juli 2009 zur Ausweisung von Überschwemmungsgebieten verpflichtet. Das WHG schreibt vor, innerhalb der Risikogebiete die Gebiete als Überschwemmungsgebiet festzusetzen, in denen ein Hochwasserereignis statistisch einmal in 100 Jahren (100-jährliches Ereignis) zu erwarten ist. Die Hochwassergefahrenkarten stellen die Grundlage für die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten (§76 WHG) dar.

Die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten ist ein wesentliches Instrument der Hochwasservorsorge und des Hochwasserschutzes. Die Ausweisung und Bekanntmachung soll das Bewusstsein für mögliche Hochwassergefahren fördern. In Überschwemmungsgebieten gelten eine Reihe besonderer Schutzvorschriften und Restriktionen, die u.a. gewährleisten sollen, dass das Schadenspotential beispielsweise durch die Errichtung neuer Gebäude nicht erhöht wird, das Wasser frei abfließen kann und Retentionsraum nicht verloren geht.

Die Festsetzung der Überschwemmungsgebiete ist ein mehrstufiges Verfahren, welches folgende Schritte beinhaltet: