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Straßen- und Parkbäume: Neukölln

Der Ginkgo im Gutspark Britz


Herbstfärbung des Ginkgo
 
Der älteste Ginkgo (Ginkgo biloba) Berlins befindet sich im Gutspark Britz und spendet im Sommer mit seiner majestätischen Krone weithin Schatten. Er wurde etwa zwischen 1880 und 1890 gepflanzt, hat einen stattlichen Stammumfang von mehr als 3 m und ist etwa 20 m hoch. Damit ist er nicht nur der älteste, sondern auch einer der größten Ginkgobäume in Berlin.

Im 18. Jahrhundert pflanzte ein früherer Besitzer des Guts, der preußische Staatsminister Rüdiger von Illgen, im Gutspark eine der ersten Robinien oder auch Schein-Akazien (Robinia pseudoacacia) in Deutschland. Sie war ein Geschenk von König Friedrich I., der die Robinie von einer Amerikareise 1709 als Ziergehölz nach Europa brachte. 1952 musste der Baum gefällt werden, da er bereits abgestorben war. Diese Ur-Robinie, wahrscheinlich die Mutter aller Robinien in Berlin, soll einen Umfang von 5 m gehabt haben. 1985 wurde genau an diesen Platz eine Robinie nachgepflanzt.


Literatur:
Vieth, Harald Bemerkenswerte Bäume in Berlin und Potsdam

Ginkgo im Gutspark

Robinie im Gutspark

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