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Peter-Joseph-Lenné-Prize of Berlin

Ergebnis 2005


Bildausschnitte zu den Aufgaben 2005
Bildausschnitte zu den Aufgaben des Lenné-Preises 2005
Am 14. Oktober 2005 hat der Senat von Berlin die diesjährigen Lenné-Preise verliehen. In einem Festakt im Architekturgebäude der Technischen Universität Berlin am Ernst-Reuter-Platz nahm der Senatsbaudirektor Dr. Hans Stimmann die Preisverleihung vor und eröffnete die Ausstellung mit einer Auswahl der besten Arbeiten.

Für den 38. Jahrgang des Peter-Joseph-Lenné-Preisverfahrens 2005 hatten 213 Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt 114 Arbeiten zur Beurteilung durch das Preisgericht eingesandt.

Für die Aufgabe im Bereich A "Garten- und Landschaftsarchitektur" lagen 63 Arbeiten vor, für den Bereich B "Städtische Grünordnungsplanung" 42 Arbeiten und für den Bereich C "Landschaftsplanung" 9 Arbeiten.

Die Teilnehmer kamen aus Deutschland und aus 13 weiteren Ländern weltweit.
National und international hat das Lenné-Preisverfahren somit wiederum eine große Resonanz bei den jungen Fachleuten der Garten- und Landschaftarchitektur sowie in den angrenzenden Berufsgruppen erfahren.

Rein statistisch liegen die Ergebnisse im seit einigen Jahren üblichen Bereich. Das ist angesichts der stagnierenden Ausbildungszahlen, der schwierigen beruflichen Ausgangslage für junge Planer und der wachsenden Zahl kleinerer Förderwettbewerbe als gut zu bewerten.

Im Jahrgang 2005 dominierten ganz auffällig die Gemeinschaftsarbeiten. Herkunftsländer der einzelnen Teilnehmer, Studien- und Wohnorte sowie Arbeitsorte wechselten in internationaler Reihenfolge.
Die Zahl der Teilnehmer, die bereits einen beruflichen Abschluss haben, nahm leicht zu, auf vielen Verfasserbögen fand sich der Zusatz "arbeitssuchend". Viele deutsche Teilnehmer schickten ihre Beiträge aus Studien- und Arbeitsorten im Ausland - eine Tendenz, die sicher ambivalent zu bewerten ist.

Besonders positiv ist im Jahrgang 2005 die Tatsache, dass für alle drei Aufgabenbereiche eine angemessen hohe Anzahl guter und betrachtenswerter Arbeiten vorlag.
Somit konnte das Preisgericht eine große Anzahl guter und sehr guter Entwürfe miteinander vergleichen und daraus in allen drei Bereichen Peter-Joseph-Lenné-Preise und Peter-Joseph-Lenné-Anerkennungen vergeben. Auch zwei Karl-Foerster-Anerkennungen für besonders gute Pflanzenverwendung konnten ausgesprochen werden.

 

Aufgaben 2005


Bereich A - Garten und Landschaftsarchitektur

Berlin - Staudenpflanzung Karl-Marx-Allee

Bereich B - Städtische Grünordnungsplanung

Halle-Neustadt / Saaleaue Frei- und stadträumliches Entwicklungskonzept

Bereich C - Landschaftsplanung

Landschaftsplanung im Talraum der Fränkischen Rezat

In diesem Jahr geht besonderer Dank an die Hilfe, die wir durch die Stadt Halle für die Aufgabenstellung im Bereich "Städtische Grünordnungsplanung" erhalten haben. Ebenso danken wir den Kommunen Spalt, Georgensgmünd, und Röttenbach in Franken. Sie haben die Erarbeitung der Aufgabe in der Landschaftsplanung unterstützt.

Ziel der Aufgabe A "Berlin - Staudenpflanzung Karl-Marx-Allee" war es, den Umgang mit Staudenpflanzungen im öffentlichen städtischen Raum als eine originäre Aufgabe der Garten- und Landschaftsarchitektur wieder mehr in das Bewusstsein der jungen Entwerfer und Planer zu rücken. Angesichts der verpflichtenden räumlichen Situation sowie der Gliederung und Länge der Karl-Marx-Allee und der Forderung nach pflegearmen und pflegeleichten Pflanzungen war das ein schwieriges Feld. Fast alle Teilnehmer widerstanden der Versuchung, sich mit einem reinen Entwurf der pflanzlichen Thematik zu entziehen. In der Ausführung und der fachlichen Qualität unterschiedlich wurde der Auftrag, mit Pflanzen zu gestalten, wirklich wahrgenommen. Angesichts der in den Vorjahren oft mageren Ergebnisse zur Pflanzenverwendung ist das ein Fortschritt.

Ein besonderes Interesse hat die Aufgabe zum Thema "Stadtrückbau und Stadtumbau" am Beispiel der östlichen, an der Saaleaue und der Hallenser Innenstadt gelegenen Wohnquartiere von Halle-Stadt gefunden. Zunächst war die sehr hohe Zahl der Abforderungen der Aufgabenstellungen auffällig. Die Zahl der eingereichten Arbeiten fiel, wie in allen drei Aufgabenstellungen, zwar entsprechend niedriger aus, war jedoch für die Aufgabe im grünordnerischen Bereich sehr hoch.
Mit unterschiedlichen, aber immer engagierten Lösungen versuchten die Planer, das meist nur negativ besetzte Bild der Schrumpfung als eine Chance zur Bildung zukunftsfähiger städtischer Identität zu wandeln.

Die Aufgabe im landschaftsplanerischen Bereich war, wie fast immer im Verfahren, in ihrem räumlichen und inhaltlichen Umfang sehr groß. Ökologisch-naturräumliche und sozial- und wirtschaftliche Entwicklungen in einer "etwas abseitigen Landschaft" waren zu erfassen, zu verarbeiten und in ein Zukunftsbild zu setzen.
4 der 9 Arbeiten kam aus Neuseeland, der Lenné-Preis ging an eine finnisch-französische Gemeinschaftsarbeit. Die eigentliche Überraschung war jedoch, dass alle Arbeiten, so entfernt die Sicht (aus Neuseeland; Polen, Frankreich und Finnland) auf das Objekt auch war, akzeptable Lösungansätze formulieren konnten.

Insgesamt ist einzuschätzen, dass sich das Lenné-Preisverfahren 2005 in allen drei Bereichen durch gute Teilnahme und hohe Leistungsdichte auszeichnet. Das spiegelt sich in den Lenné-Preisen, die für alle drei Aufgabenbereiche vergeben werden konnten, besonders wider.

Das Preisgericht hatte für jede Aufgabe den mit jeweils 3850,- Euro dotierten Peter-Joseph-Lenné-Preis, die Peter-Joseph-Lenné-Anerkennungen (Buchpreis) und die Karl-Foerster-Anerkennung zu vergeben.

Im Festvortrag spricht der Berliner Architekturkritiker, Architekt und Publizist Wolfgang Kil zu gesellschaftlichen und städtebaulichen Problemen und Fragen, die sich aus dem Bevölkerungsrückgang und den damit verbundenen Umbauprozessen der Städte ableiten.

Das Preisgericht mit
  • Dipl.-Ing. Martin Buchholz,
    Landschaftsplaner, Technische Universität Berlin
  • Dipl.-Ing. Christian Giers,
    Landschaftsplaner, Wettenberg
  • Dipl.-Ing. Axel Lohrer,
    Landschaftsarchitekt BdLa, Magdeburg
  • Dipl.-Ing. Andrea Louisa Schöneich,
    Landschaftsplanerin, Lenné-Preisträgerin, Berlin
  • Prof. Dipl.-Ing. Hanns Stephan Wüst,
    Landschaftsplaner, Hochschullehrer, Kaiserslautern
hatte im August 2005 unter dem Vorsitz von Herrn Axel Lohrer in Berlin getagt und folgende Entscheidungen getroffen:

Bereich A - Garten- und Landschaftsarchitektur


Peter-Joseph-Lenné-Preis 2005

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Arbeit 142 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 142
Dipl.-Ing. Lena Knufinke, Berlin, Ausbildung TFH Berlin, jetzt tätig im Büro Lichtvision Berlin
Dipl.-Ing. Reinhard Busch, Berlin, Ausbildung TFH Berlin, jetzt tätig in privater Gala-Bau-Firma

 

Bereich B - Städtische Grünordnungsplanung


Peter-Joseph-Lenné-Preis 2005

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Arbeit 202 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 202, Kollektivarbeit
Anna Bollmann, Dresden, Studentin Landschaftsarchitektur, TU Dresden
Annika Dyllik-Brenzinger, Freiburg, Studentin Architektur und Stadtplanung, Universität Stuttgart
Imke Mumm, Stuttgart, Studentin Architektur und Stadtplanung, Universität Stuttgart
Sebastian Schwinge, Dresden, Student Landschaftsarchitektur, TU Dresden

 

Bereich C - Landschaftsplanung


Peter-Joseph-Lenné-Preis 2005

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Arbeit 307 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 307
Marion Porte, Oissez, Frankreich, Studentin Landschaftsarchitektur
Mikola Varpu, Helsinki, Finnland, Studentin Landschaftsarchitektur


Für weitere sehr gute Arbeiten wurden vom Preisgericht in den Bereichen A, B und C Peter-Joseph-Lenné-Anerkennungen vergeben.

Bereich A - Garten- und Landschaftsarchitektur


Peter-Joseph-Lenné-Anerkennung

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Arbeit 126 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 126
Dipl.-Ing. Maja Naumann, Berlin, jetzt Freie Mitarbeiterin Studio urban catalyst
Dipl.-Ing. Thomas Abicht, London, Ausbildung Landschaftsarchitektur TU Dresden, jetzt London, freies Büro

 

Bereich B - Städtische Grünordnungsplanung


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Arbeit 228 (Klick für Vergrößerung)
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Peter-Joseph-Lenné-Anerkennung

Arbeit 228
Melanie Forster, Braunschweig, Studentin Architektur, TU Braunschweig
Hann Lee, Braunschweig, Student Architektur, TU Braunschweig

 

Bereich C - Landschaftsplanung


Peter-Joseph-Lenné-Anerkennung

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Arbeit 301 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 301
Ehm Eike Ehrig, Berlin, Student, Landschaftsplanung TU Berlin
Ilko Köster, Berlin, Student, Landschaftsplanung TU Berlin


In die Engere Wahl kamen die folgenden Arbeiten:

Bereich A - Garten- und Landschaftsarchitektur


Engere Wahl

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Arbeit 111 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 111
Jana Mészáros, Kleinopitz
Kerstin Walther, Dresden

 
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Arbeit 117 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 117 (auch Karl-Foerster-Anerkennung)
Kathrin Taut, Höxter
Simon Micha Karsunke, Schlangen
Jesko Tamm, Höxter

 
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Arbeit 159 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 159
Petra Anders, Berlin

 

Bereich B - Städtische Grünordnungsplanung


Engere Wahl

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Arbeit 221 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 221
Anna Jan, Kassel
Lilith Schaffer, Rotenburg/Fulda

 
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Arbeit 227 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 227
Benjamin Schellmann, Braunschweig

 
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Arbeit 238 (Klick für Vergrößerung)
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Arbeit 238
André de Carvalho Serra Rosado
Daniela Fortuna, Carcavelos, Portugal

 

Bereich C - Landschaftsplanung


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Arbeit 304 (Klick für Vergrößerung)
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Engere Wahl

Arbeit 304
Ben Frost, Auckland New Zealand


Karl-Foerster-Anerkennungen für besonders gute Pflanzenverwendung wurden im Aufgabenbereich A für die Arbeit 117 aus der Engeren Wahl und die Arbeit 134 aus dem 3. Rundgang vergeben.

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Arbeit 134 (Klick für Vergrößerung)
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Karl-Foerster-Anerkennung

Arbeit 134
Julia Römstätter, Freising
Christian Berthold, Freising

 

Die Beschreibungen des Preisgerichts für die Arbeiten der Lenné-Preise, der Lenné-Anerkennungen und der Engeren Wahl sind aus dem Preisgerichtsprotokoll zu entnehmen. Die Platzierung der Arbeiten und die Herkunft der Teilnehmer ist aus der dem Protokoll beigefügten Teilnehmerliste ersichtlich.

Während des Festaktes wird die Broschüre mit der Dokumentation der wichtigsten Ergebnisse des Peter-Joseph-Lenné-Preises 2005 vorgestellt.

Die Teilnehmer des Verfahrens erhalten die Broschüre als Anerkennung und Würdigung zugesandt.

Die Broschüre ist auch über den Kulturbuchverlag Berlin für 7,50 Euro zzgl. Versandkosten und Porto erhältlich.

Öffentliches Kolloquium
14. Oktober 2005
10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
in der Ausstellung

Festakt zur Preisverleihung
14.Oktober 2005
Beginn 15.00 Uhr

Ausstellung der Ergebnisse
14. Oktober bis 30. Oktober 2005

Öffnungszeiten:
Montags - Freitags
9.00 Uhr - 18.00 Uhr
Sonnabends und Sonntags
12.00 Uhr - 18.00 Uhr


Alle Veranstaltungen finden im
Fakultätsforum im Architekturgebäude
der Technischen Universität Berlin
Straße des 17. Juni 152
Ernst-Reuter-Platz / Ecke Marchstraße,
statt.

Interessierte Gäste sind herzlich willkommen, zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.