Städtebau  
 

Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin

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Ergebnis 2010 - Fachsymposium


IGA Berlin 2017 – Landschafts-EXPO der Zukunft


Die IGA Berlin 2017 wird an einem der spektakulärsten Orte Berlins stattfinden – im Tempelhofer Park, dessen Entwicklung international auf große Resonanz stößt. Welche Aufgaben, strategischen Ziele und Leitbilder werden mit der IGA Berlin 2017 verfolgt, die einen Beitrag zur Stadtgesellschaft des 21. Jahrhunderts liefern soll.

Nach der Begrüßung durch die Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Maria Krautzberger, schloss sich eine inhaltliche Einführung von Beate Profé, Referatsleitung Freiraumplanung an. Frau Profé erläuterte das strategische Konzept „Stadtlandschaft Berlin – natürlich, urban, produktiv“, das die Verwaltung gegenwärtig erarbeitet. Das Konzept soll den fachlichen Rahmen für die kommenden Jahre prägen und die Diskussion über den öffentlichen Freiraum in Berlin fördern. In diese Themenstellung ordnet sich auch die IGA Berlin 2017 ein.

Andrea Gebhardt, die Präsidentin des Bund Deutscher Landschaftsarchitekten veranschaulichte ihr Statement zur „Zukunft von Gartenschauen aus Sicht der Landschaftsarchitekten“ durch Beispiele bereits durchgeführter Projekte und wies insbesondere auf die Bedeutung der Intendanz von Gartenschauen hin.
 
Hauptredner des Symposiums war Martin Heller, Heller Enterprises. Der Schweizer Kulturmanager versteht Kultur und kulturelle Großprojekte als Ressource für künstlerische und gesellschaftliche Entwicklungen. Dieses Potenzial sollte gezielt und sinnstiftend genutzt werden - auf hohem Niveau und zugleich publikumsnah. Martin Heller wies auf die Bedeutung eines prägnanten Mottos für die IGA Berlin 2017 hin, das kommuniziert und durch geeignete Maßnahmenbündel der Öffentlichkeit vermittelt werden müsse. Gartenschauen sind demnach nicht mehr nur gärtnerische Leistungsschauen, sondern stadtpolitische und -marketingorientierte Instrumente, die die Bedeutung des städtischen Grün- und Freiraums zum Ziel hätten.
Über den aktuellen Stand der IGA-Planungen und die beiden komplexen Wettbewerbsverfahren (Tempelhofer Park und IGA) berichtete Christoph Schmidt, Geschäftsführer der IGA Berlin 2017.

In der anschließenden Diskussion wies Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft auf den Marketingeffekt und die stadtpolitische Bedeutung einer IGA hin. Der Standort Tempelhof sei eine besondere gestalterische und stadtpolitische Herausforderung, der zeigen könne, wie im 21. Jahrhundert eine Gartenschau in einer multireligiösen, multi-ethnischen Gesellschaft durchgeführt werden könne. Das abschließende Resümee zog Reiner Nagel, Abteilungsleiter Stadt- und Freiraumplanung, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Das Symposium wurde von Thies Schröder, ts l pk, moderiert.