Städtebau  
 

Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin

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Ergebnis 2010: Preisverleihung


Die Preisträger mit Dr. Forell-Briggs, der Senatorin (Mitte), Nele Hertling, Prof. Antje Stokmann, Prof. Dr. Swantje Duthweiler und Dieter Kosslick; Foto: Holger Koppatsch
Die Preisträger mit Dr. Forell-Briggs, der Senatorin (Mitte), Nele Hertling, Prof. Antje Stokmann, Prof. Dr. Swantje Duthweiler und Dieter Kosslick
Foto: Holger Koppatsch

Die Vorsitzende des Preisgerichts, Frau Prof. Antje Stokmann erläuterte die Wettbewerbsarbeiten in den drei Aufgabengebieten. Insgesamt reichten 92 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und Europa Arbeiten zu den drei Aufgaben ein (25 Arbeiten für den Bereich A, 18 Arbeiten für den Bereich B und 6 Arbeiten für den Bereich C). In der Preisgerichtssitzung vom 6. und 7. September 2010 wurden die Arbeiten bewertet und die besten Arbeiten prämiert.

Dem Preisgericht gehörten an:
  • Frau Prof. Antje Stokman (Vorsitzende des Preisgerichts)
    Universität Stuttgart, Institut für Landschaftsplanung und Ökologie, Freie Landschaftsarchitektin, BDLA
  • Frau Dr. Constanze A. Petrow
    Technische Universität Darmstadt, FB Architektur, FG Entwerfen und Freiraumplanung
  • Frau Dipl.-Ing. Melanie Müller
    Landschaftsarchitektin AKNW, LAND Milano
  • Herr Dr. Claus Peinemann
    Verband Region Rhein – Neckar, Referent für Regionalplanung
  • Herr Dipl.-Ing. Markus Kohlke
    Freischaffender Landschaftsarchitekt, Lenné-Preisträger 2009
Als Gast nahm Frau Annina Gräfin Fugger–Babenhausen, Vertreterin des Garden Club of Bavaria und Landschaftsarchitektin am Preisgericht teil.


Die Peter-Joseph-Lenné-Preise 2010


Aufgabe A Mailand, Italien – Corsico-Cesano

  • Der Peter-Joseph-Lenné-Preis ging an Herrn Tobias Dobratz und Herrn Florian Depenbrock, Studenten der Universität Hannover. Ihre Arbeit zeigt eine repräsentative Vernetzung der zahlreichen Parks im Nordosten sowie eine thematische Eingliederung des Planungsgebietes in den „corridoi fluviale“. Der Entwurf überzeugt durch seinen klaren Bezug zum Masterplan „Raggi Verdi“ und besticht durch eine fundiert Analyse, aus der ein starkes Konzept abgeleitet wird.
     
  • Herr Christoph Richter, Dipl.-Ing. Architektur, Dresden, wurde ebenfalls mit dem Peter-Joseph-Lenné-Preis ausgezeichnet. Sein Entwurf vermittelt mit neuen öffentlichen Freiraumqualitäten zwischen den beiden Identitäten, dem dicht gewachsenen Gefüge von Cesano Boscano/ Corsico und der Weite des angrenzenden Landwirtschaftsraums. Die überzeugende graphische Plandarstellung vermittelt in hervorragender Weise die Verwendung räumlich-funktionaler und gestalterischer Komponenten.
     

Aufgabe B Berlin, Grünzug Hauptbahnhof – Flughafen Tegel

  • Im Bereich B erhielten Frau Heike Kluge, Herr Andreas Boden und Herr Martin König, alle Freising und Studenten der Hochschule Weihenstephan–Triesdorf den Peter-Joseph-Lenné-Preis. Ihr Konzept verfolgt das Ziel, eine Abfolge unterschiedlicher „Intensitäten“ entlang des Grünzugs von „Urban“ bis „Ländlich“ aufzuzeigen und erlebbar zu machen. Die Vernetzung mit den umgebenden Stadträumen und die Steigerung der Erlebnisqualität wird durch diverse Maßnahmen erzielt, darunter verbesserte Platzgestaltung, Anbindung an den ÖPNV und Öffnung zum Kanal. Der Entwurf überzeugt ferner durch seine hohe graphische Qualität.
     
Die Verleihung des Peter-Joseph-Lenné-Preises in der Aufgabe B erfolgte durch die Senatorin für Stadtentwicklung und die Präsidentin des Garden Club of Bavaria.

Aufgabe C Metropolregion Rhein-Neckar - Blaue Landschaften

In diesem Jahr konnte kein Peter-Joseph-Lenné-Preis vergeben werden.

Die Peter-Joseph-Lenné-Anerkennungen 2010


Aufgabe A Mailand, Italien – Corsico-Cesano

  • Die Lenné-Anerkennung ging an Frau Christine Sima, Valley, und Herr Luc Walter Knödler, Freising, Studenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Ihre ansprechende Darstellungsform als Comic stellt eine ungewöhnliche Form der Erläuterung konzeptioneller Ideen dar, die die Rolle der Entwerfer und ihre Überlegungen klar erläutert und verschiedene Entwurfs- und Darstellungsebenen zu einem komplexen Erzählstrang verwebt.
     

Aufgabe B Berlin, Grünzug Hauptbahnhof – Flughafen Tegel

  • Mit der Lenné-Anerkennung wurde Herr Johann Laudan, Student der TU Dresden ausgezeichnet. Sein Entwurf stellt ein zeitgenössisches Gestaltungskonzept dar, das durch angemessene Eingriffe und einen behutsamen Umgang mit dem Bestand überzeugt. Dem Verfasser gelingt es, das Konzept eines Systems aus Stegen vom Uferweg in die Grünzüge hinein zu erweitern und den Ufergrünzug mit dem zukünftigen Entwicklungsraum Tegel zu verbinden.
     

Aufgabe C Metropolregion Rhein-Neckar - Blaue Landschaften

Es wurden zwei Lenné-Anerkennungen vergeben.
  • Frau Katharina Imgenberg, Hamm, und Frau Regina Raulf, Nandlstadt, Studentinnen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf verfolgten in ihrem Entwurf das Ziel, vorhandene Siedlungsbereiche entlang der Flüsse zu stärken, d.h. zu verdichten und eine weitere Bebauung und Verdichtung in anderen Gebieten zu verhindern. Aus den Potentialen der verschiedenen Teilräume der Metropolregion Rhein-Neckar werden thematische Routen abgeleitet und als zukünftige Entwicklungsachsen aufgezeigt.
     
  • Frau Carolin Wächter und Herr Nicolas Waltz, beide Mörfelden-Walldorf und Studenten der Hochschule Rhein-Main lieferten eine detaillierte Analyse der Metropolregion, aus der Leitziele entwickelt wurden. Der Schwerpunkt des Entwurfs liegt auf der Gewässerthematik und dem ursprünglichen historischen Verlauf von Rhein und Neckar.
     

Karl-Foerster-Anerkennungen 2010


Leider konnten keine Karl-Foerster-Anerkennungen in den drei Aufgabengebieten vergeben werden. Die Leistungen in der Pflanzenverwendung überzeugten die Jury und die Stiftung nicht. Frau Prof. Swantje Duthweiler, stellvertretende Vorsitzende der Karl-Foerster-Stiftung und Professorin für Pflanzenverwendung an der Hochschule Weihenstephan ging auf die Bedeutung der Pflanzenverwendung ein und rief dazu auf, diesem künstlerisch-gestalterischem, aber auch klimatisch wichtigen Aufgabenfeld deutlich mehr Beachtung zu schenken.