Natur + Grün  

 

Ausgewählte Grünanlagen in Steglitz-Zehlendorf

Glienicker Park


Löwenbrunnen am Eingang zum Glienicker Park

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Schlosspark/ Pleasureground
Stiftung Preußische Schlösser u. Gärten Berlin-Brandenburg

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Bezirk Steglitz- Zehlendorf von Berlin

Der Glienicker Park als Teil der Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft ist ein bedeutendes Dokument der Gartenkultur des 19. Jahrhunderts. Die Anlage entstand in mehreren Abschnitten. 1814 kaufte der preußische Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg das Gut Glienicke und beauftragte Peter Joseph Lenné, das Gelände zu gestalten. 1816 legte Lenné einen Entwurf für den Bereich zwischen Schloss und Havelbrücke vor. Es entstand das früheste Beispiel eines klassischen Landschaftsgartens in Preußen mit raumbildenden Gehölzen, weiten, sich zur Havel hin öffnenden Rasenflächen und einem geschwungenen Wegenetz mit Ausblicken in die Havellandschaft, der nach englischer Gartentheorie als Pleasureground bezeichnet wird. Charakteristisches Element der Gestaltung sind eingefasste, meist runde oder ovale Blumenbeete.
 
Nachdem Prinz Carl von Preußen 1824 den Besitz erwarb, wurde die Anlage mit exotischen Gehölzen, Brunnen, Sitzplätzen und zahlreichen Kunstwerken weiter ausgeschmückt. Die im Park befindlichen Gebäude wurden nach italienischen Vorbildern von den Architekten Karl Friedrich Schinkel und Ludwig Persius umgebaut bzw. ergänzt, wie z.B. das Schloss, die Orangerie und das Kasino mit den seitlichen Pergolen. Der Park wurde nach Entwürfen von Lenné bis zum Nikolskoer Weg beträchtlich erweitert. Entlang der Havel entstand ein großzügiger Landschaftspark mit Wegen und Plätzen, weiten Wiesenflächen sowie abwechslungsreichen Baum- und Gehölzgruppen. Auch Brücken und Gebäude wurden in das hügelige Gelände eingefügt. Die Vielfalt an Eindrücken wurde jedoch durch Kriegsschäden und Veränderungen in der Nachkriegszeit geschmälert. 1978 begannen umfangreiche Maßnahmen zur Wiederherstellung der Parkanlagen. Zusammen mit dem Böttcherberg und dem Jagdschlosspark südlich der Königstraße stellt der Glienicker Park in seiner Einheit von Architektur und Garten heute wieder ein herausragendes Gesamtkunstwerk dar, das seit 1990 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO steht.
 
Ein Rundgang durch die Parklandschaft ist unbedingt zu empfehlen. Mit jedem Schritt eröffnen sich neue Ein- und Ausblicke. Das Schloss ist vom 15. Mai bis 15. Oktober an den Wochenenden geöffnet und bietet wechselnde Ausstellungen an. Im Sommer finden hier regelmäßig Konzerte statt. Die Remise, ein Restaurant mit schön gelegener Terrasse, lädt zum Verweilen ein.
 
Glienicker Park
Größe 90,1 ha
Freizeitangebote Spazieren, Besichtigen, Verweilen, Gastronomie
Rechtsstatus Gewidmete öffentliche Grün- und Erholungsanlage, Landschaftsschutzgebiet, Gartendenkmal, Weltkulturerbe
Entstehungszeit 1816 Anlage des Pleasureground, Erweiterungen ab 1824, Veränderungen 1939, Wiederherstellung ab 1979
Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné
Pflege und Unterhaltung Schlosspark/Pleasureground
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg  Kontakt
Landschaftspark
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf / Straßen- und Grünflächenamt  Kontakt
Verkehrsverbindungen siehe Stadtplan (Schloss Glienicke bzw. Glienicker Brücke)
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Galerie weiterer Bilder zum Glienicker Park


Literatur:
Der Landschaftsgarten von Klein-Glienicke
Parks und Gärten in Berlin und Potsdam
Berlin Grün, Historische Gärten und Parks der Stadt
Das grüne Berlin erholen, besichtigen, erleben
Grüne Oasen in Berlin, Freizeit & Erholung in Parks und Gärten