Natur + Grün  

 

NATURA 2000

NATURA 2000-Gebiet Spandauer Forst


Alteichenbestand, Foto: Florian Möllers
Foto: Florian Möllers

erlebbarinteressante Florainteressante Säugetiereinteressante Vogelweltinteressante Amphibieninteressante Kleintierfaunalandschaftlich reizvoll
  Lage des NATURA 2000-Gebietes Spandauer Forst und Spandauer Luchwald im Bezirk Spandau
Bezirk: Spandau



Waldschnepfen (Scolopax rusticola), Foto: Jürgen Schiersmann
Foto: Jürgen Schiersmann

Kuhlake, Foto: Florian Möllers
Foto: Florian Möllers
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Fläche: 1.347,3 ha
Lage: Am Nordwestrand von Berlin
  Als FFH- und SPA-Gebiet gemeldet
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Dieses Waldgebiet ist mit seinen Mooren, Gewässern und Wiesen besonders vielfältig. Reizvoll sind die Moore Teufelsbruch, Großer und Kleiner Rohrpfuhl sowie die Kienhorst-, Schwanenkruger- und die Laßzinswiese. Neben ausgedehnten bodensauren Eichenwäldern ist der Luchwald - ein Eichen-Hainbuchenwald - mit seinen Flatter-Ulmen, Eschen und der üppigen Krautschicht eine der Besonderheiten des Gebietes. Nördlich des Waldes schließen sich Frischwiesen mit Kalk- und Sandmagerraseninseln an, bei zunehmender Feuchte gehen sie in Pfeifengraswiesen über. Am Übergangsbereich von Luchwald und Wiesen findet man eine besonders artenreiche Lebensgemeinschaft seltener Tier- und Pflanzenarten. Das weitverzweigte Wegesystem bietet immer wieder neue Möglichkeiten das Gebiet zu erleben und ausgedehnte Wanderungen zu unternehmen.
 

BesuchertippsBesuchertipps

Am besten lernt man das Natura 2000-Gebiet Spandauer Forst kennen, wenn man am Parkplatz oder an der Bushaltestelle an der Einmündung der Hakenfelder Straße in die Schönwalder Allee startet. Folgt man dem Verlauf des Kuhlaken-Teiches und biegt dann am ersten Gestellweg nach Südwesten ab. Dieser Teil des Forstes ist als "Stadtpark" bekannt und ein großzügiges Hundeauslaufgebiet. Nach rund 200 Metern gelangt man in einen Altholzbestand aus Eichen im Jagen 10 und Rotbuchen im Jagen 16. Der Weg führt weiter in südlicher Richtung bis zur ehemaligen Revierförsterei Radeland und dann in nordwestlicher Richtung bis zum Bahnübergang über die Bötzowbahn. Nach Nordosten schwenkend führt er an einem Alteichenbestand im Jagen 20 und den Wildgehegen in den Jagen 19 und 18 vorbei bis zur Großen Kuhlake. Der Wald ist hier durch bodensaure Eichenwälder geprägt, in deren Krautschicht das Nordische Labkraut als typische Art vorkommt. Folgt man dem Lauf der Kuhlake nach Nordwesten, gelangt man in eine sehr abwechslungsreiche Landschaft.

Erlenbeschattete Partien reißen plötzlich auf und geben den Blick auf sonnendurchflutete, weitläufige Gewässerpartien mit zum Teil abgestorbenen Erlen frei. Im Jagen 44 liegt die Senke der Kleinen Kuhlake, wo der seltene Siebenstern seinen letzten Standort in Berlin hat. Ist man am Oberjägerweg angelangt, biegt man nach Südwesten ab und erreicht nach einigen Metern den Erlen- und den Natternteich. Im Frühjahr wird man hier von einem vielstimmigen Froschkonzert empfangen. Wer einen Blick auf die Wasserflächen werfen will, kann dies von einer Aussichtsplattform auf der Südwestseite des Natternteiches tun.

Nach Umrunden des Teiches folgt man dem Waldweg zwischen den Jagen 56 und 58 vorbei an einer Überschwemmungsfläche bis zur Kreuztränke. Hier vereinen sich die Kuhlake und der Kreuzgraben. Wendet man sich entlang der Kuhlake nach Nordwesten, erreicht man im Jagen 69/70 den feuchten Teil des Spandauer Forstes, den Luchwald. Der ehemalige Grenzweg führt entlang der Wiesen nach Westen zum Eiskeller. Zum Abschluss der Erkundung sollte man noch den Laßzinssee nördlich des Jagens 68 besuchen. Auf zwei Aussichtsplattformen kann man in das Vogelschutzgebiet hineinsehen und eine Vielzahl von Vögeln beobachten.

Ausflugstipps - Auf Försters Wegen

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