Natur + Grün  

 

Ausstellung natürlich BERLIN!

Alles Schiebung

 Audiodatei zur Ausstellungstafel (mp3, 3:25 min; 8 MB)

Ein Luftaufnahme der Flusslandschaft Müggelsee zeigt die Region im Südosten Berlins von der Mündung der Müggelspree rechts unten im Bild, über den kleinen und den großen Müggelsee, bis zum Abfluss der Müggelspree in Friedrichshagen am oberen Bildrand. Im Bereich der Mündung stehen Häuser zwischen dichtem Wald auf verschiedenen Spreeinseln und im Stadtgebiet. Dagegen ist das linke Ufer des kleinen Müggelsees kaum bebaut. Das dunkle Blau des 7,4 Hektar großen Müggelsees reicht fast bis zum Horizont. Dahinter verschwimmt die Stadt im Dunst.
Flusslandschaft Müggelsee; Foto: Florian Möllers

Vor den dicken Stämmen von vier Buchen liegen mächtige, grün-graue Felsbrocken, sogenannte Findlinge. Sie wurden in der Eiszeit von wandernden Gletschern transportiert und blieben nach dem Schmelzen zurück. Die kaum kantige Oberfläche dieser Exemplare ist durch Witterungseinflüsse grünlich verfärbt. Im Hintergrund fällt Sonnenlicht auf Baumkronen.
Findlinge – Relikte der Eiszeit; Foto: Florian Möllers
In der letzten Eiszeit wurde die Berliner Landschaft "zurechtgeschoben". Im Urstromtal liegen der Müggelsee, die von Südosten fließende Spree und Dahme, große Teile der Innenstadt und die aus Norden kommende Havel. Begrenzt wird das Tal von den Hochflächen des Barnims und Teltows.

Im Naturschutzgebiet "Murellenschlucht und Schanzenwald" ist die eiszeitliche Formung der Landschaft auch heute noch gut zu erkennen. Andere Spuren der Eiszeit findet man im Naturschutzgebiet "Kalktuffgelände am Tegeler Fließ". Auch die Kesselmoore im Naturschutzgebiet "Teufelsseemoor" sowie die Binnendünen im Naturschutzgebiet "Wilhelmshagen-Woltersdorfer Dünenzug" zeugen von der Eiszeit.
 
Die Aufnahme in der Murellenschlucht zeigt eine ansteigende Böschung mit Bewuchs durch unterschiedliche Laubbäume, darunter Birke, Ahorn und Eiche. Sonnenlicht durchbricht das Blattwerk der Bäume und malt goldene Flecken auf dem spärlich bewachsenen Boden.
Die Hänge der Murellenschlucht; Foto: Florian Möllers