Natur + Grün  

 

Ausstellung natürlich BERLIN!

Mehr als eine Schippe Sand

 Audiodatei zur Ausstellungstafel (mp3, 3:36 min; 8,4 MB)

Ein Blick von schräg unten auf die aus hellem, feinem Sand bestehende Düne vor blauem Himmel. Weit entfernt sitzt jemand links oben auf der Dünenkuppe. Eine weitere Person steht daneben. Von der Mitte des Bildes bis zum rechten Rand der Düne stehen kahle Laubbäume und grüne Nadelbäume.
Binnendüne Baumberge; Foto: SenUVK

Eine Kreiselwespe gräbt mit ihren gelben Vorderbeinen in einem Sandboden. Hinter ihr fliegt der helle Sand hoch. Die Kreiselwespe gehört zu den Grabwespen und wird etwa 2,5 Zentimeter groß. Sie hat einen schmalen schwarz-gelb gestreiften Hinterleib. Darüber liegen ihre transparenten Flügel. Die grünlichen Facettenaugen sind sehr groß ausgeprägt. Die Oberlippe ist für das Graben ihrer Brutröhren schnabelartig verlängert.
Kreiselwespe; Foto: Josef Vorholt
Nach der Eiszeit verteilte der Wind feinen Sand über Teile der noch vegetationsarmen Landschaft. An einigen Stellen entstanden Binnendünen wie die 30 Meter hohen Baumberge.

An den trocken-warmen Standorten fühlt sich die Zauneidechse wohl. Der Sandlaufkäfer jagt nach Insekten und die Kreiselwespe gräbt ihre Brutröhre in den Sand. Silbergras und Sandsegge finden ideale Bedingungen. Karthäuser-Nelke, Grünblütiges Leimkraut und Dünen-Schwingel zählen zu den bemerkenswerten und bestandsbedrohten Arten.

Im heutigen Naturschutz- und Natura 2000-Gebiet kommen Lebensraumtypen vor, die europaweit geschützt sind.
 
Vor einer verschwommenen Wiese mit Karthäuser-Nelken zwei ihrer purpurfarbenen Blüten in Großaufnahme. Die Karthäuser-Nelke hat schmale grüne Blätter und erreicht eine Höhe von 45 Zentimeter. Ein Blütenstand umfasst 7-15 Blüten. Die fünf Kronblätter sind an den Rändern gezackt. Die aufragenden filigranen Staubblätter sind bläulich gefärbt.
Die Blütezeit der Karthäuser-Nelke reicht von Juni bis September.; Foto: Josef Vorholt