Natur + Grün  

 

Ausstellung natürlich BERLIN!

Parks aus fürstlichen Zeiten

 Audiodatei zur Ausstellungstafel (mp3, 3:42 min; 8,7 MB)

Goldgelbes Sonnenlicht fällt auf drei mächtige Platanen, die rechts im Bild auf einer grünen Wiese stehen. Ihre ausladenden Äste verdecken zum Teil das weißgetünchte Schloss Pfaueninsel im Hintergrund. Zwei Rundtürme mit jeweils vier Etagen und hohen Rundbogenfenstern flankieren die niedrigere Hauptfassade mit ruinenhaften Zinnen und einem aufgemalten Torbogen. Eine gusseiserne Brücke verbindet die Türme miteinander.
Pfaueninsel; Foto: Florian Möllers

In der Bildmitte sitzt ein Grünspecht an einem entrindeten und zerklüfteten Baumstamm. Er ist von der Seite vor grünem, verschwommenem Hintergrund abgebildet. Der Vogel wird bis zu 30 Zentimeter lang und hat einen fast fünf Zentimeter langen, kräftigen Schnabel. Besonders auffällig sind seine kaminrote Haube und eine schwarze Gesichtsmaske. Das Gefieder an Rücken und Flügeldecken ist dunkelgrün gefärbt, am Bauch dagegen hell- bis graugrün.
Grünspecht; Foto: Josef Vorholt
Die Pfaueninsel und der Landschaftspark Klein Glienicke gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Gleichzeitig sind sie wegen ihrer Naturausstattung als Natura 2000-Gebiet geschützt. Die großzügig gestalteten Parkanlagen bestechen durch historische Bauten, blütenreiche und naturnahe Wiesen sowie einen sehr alten Baumbestand.

In den uralten Eichen leben europaweit geschützte Käfer: der Große Heldbock und der Eremit. Der Eremit ernährt sich von absterbendem Holz, das es in einem modernen Wirtschaftswald kaum gibt. Alte Parkanlagen dienen als Ersatzlebensraum und sind wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt.
 
Eine Pechnelkenpflanze mit purpurrosafarbenen Blüten vor unscharfem, grünem Hintergrund. Der aufrechte Stängel der Staudenpflanze verzweigt sich nach oben. Daran wachsen die sternförmigen Blüten in einer dichten Rispe. Fünf Kronblätter umgeben die Staubgefäße, ebenfalls in rosa. Ihren Namen verdankt die Pflanze einem klebrigen Sekret an Stängel und Blütenstand. Die Pechnelke erreicht eine Wuchshöhe bis zu 50 Zentimeter.
Pechnelke; Foto: Dr. Jochen Halfmann