Natur + Grün  

 

Ausstellung natürlich BERLIN!

Stadt der Artenvielfalt

 Audiodatei zur Ausstellungstafel (mp3, 3:40 min; 8,6 MB)

Die Aufnahme zeigt eine Trauerseeschwalbe mit kleinem Fisch im Schnabel vor dunkelgrüner Unschärfe. Mit ausgebreiteten Schwingen ist sie im Anflug auf ihr Junges. Dieses steht auf dem Blatt einer Seerose und reckt dem Elternteil den weit geöffneten spitzen schwarzen Schnabel entgegen. Das flauschige Federkleid des Jungtieres ist am Rücken grau-braun-meliert und am Bauch weißlich. Neben ihm eine weitere Trauerseeschwalbe. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge bis zu 25 Zentimeter und sind an Kopf, Brust und Bauch schwarz gefiedert, unter den Flügeln hellgrau.
Trauerseeschwalben; Foto: Florian Möllers

Drei Haussperlinge, auch Spatzen genannt, auf einem Tisch mit Wachstuchdecke und Zuckerstreuer. Zwei der gedrungenen kräftigen Vögel mit großen Köpfen und konischen Schnäbeln, sitzen auf der Tischkante. Links ein Männchen, mit schwarzer Kehle, schwarzem Brustlatz und schwarzem Schnabel. Rechts ein Weibchen mit matt-braunem, fein gezeichnetem Gefieder und hellerem Schnabel, den das Tier weit aufreißt. Das Weibchen in der Mitte schwebt knapp über dem Tisch und hält im Startflug die Flügel angelegt.
Haussperlinge; Foto: Dennis Klingspor
Mit mehr als 20.000 Tier- und Pflanzenarten ist die Hauptstadt überaus artenreich. Das liegt an der Vielgestalt der Lebensräume. Die Gesamtartenzahl der Brutvögel ist im bundesweiten Vergleich bemerkenswert. Der allseits bekannte "Berliner Spatz" lebt sehr gerne hier. Weniger bekannt ist, dass Trauerseeschwalbe, Ringelnatter und Seidenbiene ebenfalls hier zu Hause sind. Auch der Biber hat sich wieder angesiedelt. Eine Berliner Besonderheit ist das Vorkommen bundesweit gefährdeter Habichtskräuter auf Stadtbrachen.

In Berlin gelten fast die Hälfte der Pflanzenarten, die meisten Amphibien und Reptilien sowie mehr als 40 Prozent der Säugetier- und Vogelarten als gefährdet.
 
Die verzweigten, hier blattlosen, grünen Stängel des Habichtskrautes stehen aufrecht vor verschwommenem sonnigen Hintergrund. Die zarten gelben Blüten, mit zahllosen länglichen Blütenblättern, ragen pinselartig aus den körbchenförmigen Blütenständen. Weitere grüne Blütenstände sind noch geschlossen.
Wiesen-Habichtskraut; Foto: Andreas Langer