Umwelt  

 

Klimaschutz

Forschungsvorhaben "Urbane Wärmewende"

Partizipative Transformation von gekoppelten Infrastrukturen mit dem Fokus auf die Wärmeversorgung am Beispiel Berlin
Fernwärmeanlage im Keller
Foto: Ashkan Nasirkhani - Fotolia.com

Projektbeschreibung

Für eine klima- und sozialverträgliche, intelligent mit der Strom- und Gasversorgung vernetzte und resiliente Wärmeversorgung kann eine sozial-ökologische Transformation der städtischen Energieinfrastrukturen einen entscheidenden Beitrag leisten. Darüber hinaus könnte dadurch die Verwirklichung der Vision einer klimaneutralen und ressourcenschonenden Stadt, die heute noch durch einen hohen Energieverbrauch und der Nutzung von fossilen Energieträgern geprägt ist, maßgeblich unterstützt werden.

Da es nur wenige entsprechende Beispiele gibt, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ein hohes Interesse an der Bearbeitung solcher Fragestellungen. Daher arbeitet sie mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH, der Technischen Universität zu Berlin und der Universität Bremen zusammen, um im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojekts "Partizipative Transformation von gekoppelten Infrastrukturen mit dem Fokus auf die Wärmeversorgung am Beispiel Berlin" entsprechende Lösungen zu entwickeln. Das Vorhaben knüpft an laufende Prozesse der Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft an, die mit der Erarbeitung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK) etabliert wurden. Es ermöglicht eine vertiefte Behandlung im komplexen Themenfeld der Wärmeinfrastrukturen, in dem alle Akteure erheblichen Diskurs-, Wissens- und Beratungsbedarf haben.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, am Beispiel der Stadt Berlin mögliche Transformationsprozesse bezüglich der nachhaltigen Gestaltung und Organisation von Wärmeversorgungsstrukturen wissenschaftlich in konkreten "Reallaboren" (Quartiere/Stadtteile) sowie für die Gesamtstadt zu untersuchen und entsprechende Empfehlungen zu entwickeln. Die zentralen operativen Projektziele sind:
  • Integrierte Bewertung verschiedener Systemoptionen der netzgebundenen Wärmeversorgung, die sozial-ökologische, institutionen-ökonomische Aspekte, Resilienz und Vulnerabilität unter Berücksichtigung von Kopplungsoptionen zwischen Strom-, Wärme-, und Gasinfrastruktur zusammenführt
  • Empfehlungen für geeignete Rahmenbedingungen und Planungsinstrumente für eine resiliente Transformation von Energieinfrastrukturen
  • Entwicklung von Instrumenten zur Gestaltung von Teilhabemöglichkeiten
  • Etablierung eines Beteiligungsprozesses unter Einbeziehung geeigneter und neuer Formate sowie Empfehlungen für eine Governancestruktur für den Transformationsprozess
  • Erstellung von geeigneten Bewertungsmethoden, Leitfäden und Tools sowie konkrete Empfehlungen für das Land Berlin


Fördermittelgeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung zum Themenschwerpunkt "Nachhaltige Transformation urbaner Räume"

Projektlaufzeit

1. Juni 2016 bis 31. Mai 2019

Verbundkoordinator und Projektleitung

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Berlin

Kooperationspartner

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin, Sonderreferat Klimaschutz und Energie
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik
Universität Bremen, Fachgebiet Resiliente Energiesysteme

Kontakt

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Sonderreferat Klimaschutz
Brückenstraße 6
10179 Berlin

Jana Spieß, SR KE 21
Tel.: 030 9025-2416
E-Mail: Jana.Spiess@senuvk.berlin.de