Umwelt  

 

Klimaschutz

Kooperationsvereinbarung mit dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU)


Foto: Dajana Jentsch (BBU)


Die Kooperationsvereinbarung des Landes Berlin mit dem BBU knüpft an eine über 15 Jahre andauernde erfolgreiche Zusammenarbeit an. Im Rahmen des Landesenergieprogramms 2006-2010 wurde sie durch Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung im Dezember 2007 untermauert.

Ludwig Burkardt, Mitglied des Vorstandes des BBU, dazu: "Diese Vereinbarung bekräftigt die Fortsetzung der Klimaschutzpartnerschaft... Der BBU bestätigt erneut seine Vorreiterrolle im Klimaschutz der Wohnungswirtschaft, denn wir ruhen uns nicht auf unseren Erfolgen aus. Wir leisten weiter unseren Beitrag und setzen dabei auf die freie Wahl der dafür geeigneten Maßnahmen. Deshalb will der BBU die positiven Erfahrungen nutzen und gemeinsam mit dem Land Berlin Hemmnisse für zukünftige Energiesparmaßnahmen abbauen."

Der BBU vereint die städtischen Wohnungsbaugesellschaften und viele Berliner Genossenschaften, die zusammen Eigentümer von 40 Prozent des Berliner Mietwohnungsbestandes sind. Damit nehmen die Mitgliedsunternehmen des BBU bedeutenden Einfluss auf Investitionsentscheidungen im Berliner Gebäudesektor, der einer der zentralen Zielsektoren der Klimaschutzaktivitäten des Landes ist. Denn etwa die Hälfte der CO2-Emissionen in Berlin werden im Gebäudesektor, und zwar überwiegend für Heizung und Warmwasser im Wohnraumbestand, erzeugt.

Durch Gesamtinvestitionen von 18,5 Milliarden Euro in die energetische Sanierung, zum Beispiel durch Wärmedämmung und Heizungsmodernisierung, konnten die CO2-Emissionen aus dem Wohnungsbestand des BBU von 1991 bis 2005 bereits um 631.000 Tonnen gesenkt werden. Das entspricht rund einem Viertel der Emissionen von 1991. Laut Kooperationsvereinbarung sollen bis 2010 weitere Einsparungen von 106.000 Tonnen CO2 erreicht werden.

Die Vereinbarungen des Kooperationsvertrages mit der BBU sollen durch Einzelvereinbarungen des Landes mit den Wohnungsunternehmen des BBU konkretisiert werden, um die jeweils besonderen sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen berücksichtigen zu können. Die vereinbarten Maßnahmen zielen auf:
  • weitere Verbesserungen des energetischen Gebäudezustands
  • die Einbeziehung und den Einsatz effizienter und wirtschaftlicher Nahwärmelösungen mit Kraft-Wärme-Kopplung
  • die Nutzung regenerativer Energieträger
Unterstützung erhalten der BBU und seine Mitgliedsunternehmen durch das Berliner ImpulsE-Programm. Außerdem sind einige der Aktivitäten mit Angeboten von gesellschaftlichen Akteuren wie Kebab e.V.oder den Maßnahmen der GASAG verzahnt, die das Gasversorgungsunternehmen als Klimaschutzpartner des Landes zugesagt hat.

 

Städtische Wohnungsunternehmen unterzeichnen Klimaschutzvereinbarungen mit dem Land Berlin

Ein wichtiger Schritt bei der Zielerreichung sind die am 13. Januar 2009 abgeschlossenen Einzelvereinbarungen mit den sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften DEGEWO, GESOBAU AG, GEWOBAG, HOWOGE, Stadt und Land und WBM.

Inhalt dieser Vereinbarungen ist eine Reduzierung der CO2-Emissionen um rund 10 Prozent bzw. um rund 56.000 Tonnen bis 2010, bezogen auf 2006.

Durch die sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften werden allein rund 268.000 Wohnungen bewirtschaftet. Mit ihren Investitionsentscheidungen im Berliner Gebäudesektor nehmen damit die Mitgliedsunternehmen des BBU erheblichen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen, deren Reduzierung zu den zentralen Klimaschutzzielen des Landes zählt.

Die Wohnungsbaugesellschaften leisten damit einen wichtigen und sichtbaren Beitrag für die Berliner Klimaschutzpolitik. Der Abschluss ist ein großer Erfolg und zeigt, dass Vereinbarungen ein guter Weg zur Umsetzung der Berliner Klimaschutzziele sind.

Kooperationsvereinbarungen

 

Link

Berliner Informationsstelle Klimaschutz (BIK)
 

Presse

Klimaschutzbilanz der Wohnungswirtschaft vom 06.07.2011