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Ausflugstipps - Auf Försters Wegen - Im Mai 2007

Ein Waldspaziergang auf Berlins höchsten "Berg"


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Revier Teufelssee
Art des Angebots Spaziergang
Kombinierbar mit
Ausflugstipp
Kilometer (ca.) 5,5
Dauer (ca.) 2 Stunden
Verkehrsverbindung

VBB fahrinfo - fahrinfo.vbb.de

Der höchste Berg Berlins. Wo liegt der denn?
Das ist nicht leicht zu beantworten. Denn genaugenommen haben wir in Berlin zwei "Berge" die gleich hoch sind. Das ist der Teufelsberg mit einer Höhe von 115 Metern / NHN (Normalhöhennull) und der große Müggelberg mit 115 Metern.

Dieser Spaziergang führt jedoch im Köpenicker Forst auf den Kammweg des großen Müggelberges.
Gestartet wird in Müggelheim an der Bushaltestelle "Ludwigshöheweg" des Busses X 69. Von dort geht es in den gleichnamigen Weg bis zum nächsten Abzweig nach Westen (rechts) in die Phil.-Jacob-Rauch-Straße. Diese führt bis zur Straße "Am Müggelberg", wo sich auch der Zugang in den Wald befindet. Der Pfad schlängelt sich nun bergauf bis zum asphaltierten Kammweg. Schon nach 20 Metern auf dem Kammweg zweigt ein Weg nach Norden (rechts) ab. Dies ist der Weg, um ganz nach oben zu kommen. Denn folgt man diesem, findet man bereits nach wenigen Metern ein Hinweisschild "Zum höchsten Berg Berlins". Von dort ist es dann nicht mehr weit bis ganz nach oben und immer dem Schild nach, kann man sich nicht mehr verlaufen.

Der eigentliche Spaziergang führt jedoch weiter auf dem Kammweg. Also bitte nach dem Abstecher zur Spitze wieder auf den asphaltierten Weg zurück gehen. Schon nach wenigen Metern stößt man auf ein Schild mit der Aufschrift "Referenzfläche".
Überall in den Berliner Wäldern gibt es solche ausgewiesenen Flächen. Diese Flächen sind Bestandteile der Zertifizierung der Berliner Wälder. Seit dem 16. Juni 2002 sind die Berliner Forsten und damit auch die Wälder nach FSC (Forest Stewardship Council) und Naturland zertifiziert. Durch diese Zertifizierung gibt es festgelegte Bewirtschaftungsgrundsätze für die Waldflächen. Diese Referenzflächen bleiben der natürlichen Entwicklung überlassen. Es dürfen keine Eingriffe durch Menschenhand erfolgen. Z.B. werden kranke und tote Bäume nicht entnommen.

Vorbei an dieser Fläche sieht man durch die Bäume rechter Hand den ersten Sendemast des Fernmeldeamts 1 von Berlin. Und einige Minuten später erscheint auch die zweite Sendeanlage. Diese Anlage wird ein Stück umrundet und auf dem befestigten Weg gelangt man auf eine neu angelegte Aussichtsplattform. Von diesem Punkt hat man durch eine Sichtschneise einen freien Blick über den großen Müggelsee nach Friedrichshagen. Nach einer schönen Pause geht man zurück bis zum Zauntor der Sendeanlage. Genau gegenüber führt ein Weg hinab zurück auf "Bergrücken". Auf diesem befestigten Sandweg geht man zurück auf den Kammweg. Immer wieder öffnen sich versteckte Einblicke links und rechts hinunter in die schönen Wälder. Kurz bevor man den Müggelturm erreicht, findet man linker Hand eine weitere Stelle mit einem schönen Blick nach Süden auf den Langen See.
Der Müggelturm ist der äußerste Punkt dieses Spazierganges.
Der Müggelturm steht auf dem kleinen Müggelberg in einer Höhe von 88 Metern / NHN. Dieser dort zu besichtigende Turm (bitte beim Imbiss nach Besichtigungsmöglichkeiten fragen) ist an dieser Stelle bereits der dritte Turm.
Den erste Turm namens Spindlerturm ließ an dieser Stelle 1880 Carl Spindler, Eigentümer der Cöpenicker Wäscherei und Färberei, errichten. Dieser 10 Meter hohe hölzerne Aussichtsturm bot auf Grund seiner geringen Höhe jedoch keinen schönen Fernblick. 1889 ließ Herr Spindler den Turm vom Baumeister Max Jacob im chinesischen Pagodenstil für 40.000 Mark erweitern. Am 01. April 1890 wurde der nun 27 Meter hohe Holzaussichtsturm eröffnet. Das im Turm befindliche Restaurant und die Aussichtsplattform mit einem Fernblick von bis zu 50 Kilometern entwickelte sich schnell zu einem Besuchermagneten.


Am Fuß des Turmes befindet sich ein Imbiss der täglich ab 10.00 Uhr geöffnet hat.

Der Spaziergang führt nun wieder hinab in südliche Richtung über eine Treppenanlage in Richtung Langer See. Am Ende der Treppe stößt man auf eine Straße, die nach Osten (links) zurück am Fuße der Müggelberge nach Müggelheim führt. Auf dieser Straße, die für den öffentlichen Straßenverkehr gesperrt ist, läuft man durch eine schöne dichte Waldlandschaft. Auf ca. halben Weg durch die Köpenicker Bürgerheide kommt man an den Toren des ehemaligen Wasserwerkes von Köpenick vorbei.
Dieses im englischen Jagdhausstil errichteten Wasserwerk wurde 1907 vom Stadtbaudirektor Hugo Kinzer entworfen. 1926 wurde ein dritter Maschinensatz aufgestellt. 1996 wurde das Wasserwerk stillgelegt und ist heute noch für jeden historisch Interessierten ein echtes Erlebnis.

Weiter geht es auf der verkehrsberuhigten Straße bis nach Müggelheim. Auf dem Grünstadter Weg stößt man direkt wieder auf den Ludwigshöheweg. Diesem weiter geradeaus folgend, erreicht man wieder den Müggelheimer Damm, wo der Spaziergang begonnen hatte.


Text und Fotos: T. Wiehle, Berliner Forsten
Berlin-Übersicht
Revier Teufelssee


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Wanderkarte



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Zugang Müggelberge

Bergauf - Klick für Vergrößerung (84 kb)
Bergauf

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Kammweg

Telekom Sendeturm 1 - Klick für Vergrößerung (89 KB)
Telekom Sendeturm 1

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Telekom Sendeturm 2

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Fernblick Müggelsee

Sichtfenster Langer See - Klick für Vergrößerung (79 KB)
Sichtfenster Langer See

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Müggelturm

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Treppe vom Müggelberg

Wasserwerk - Klick für Vergrößerung (79 KB)
Wasserwerk

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Kurz vor Müggelheim