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    Bauen  
 

Straßenbau

Marzahner Knoten


Planungsphase

Aktueller Stand der Planungen für den Verkehrsknoten Marzahn (Draufsicht, Darstellung nicht detailgetreu); Quelle: © INTER OFFICE und EIBS / Setzpfandt
Aktueller Stand der Planungen für den Verkehrsknoten Marzahn (Draufsicht, Darstellung nicht detailgetreu)  © INTER OFFICE und EIBS / Setzpfandt

Ist-Zustand
Die Planung
Zeitraum und Baukosten
Service und Downloads

Der Verkehrsknoten Marzahn betitelt den Kreuzungsbereich der Landsberger Allee mit der Märkischen Allee und den Fern- und S-Bahn-Gleisanlagen der Deutschen Bahn im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, Ortsteil Marzahn.

Das geplante Bauvorhaben umfasst den Neubau des Verkehrsknotens mit drei Straßenbrücken und den dazugehörigen Rampen- und Verbindungsfahrbahnen sowie die Instandsetzung des Fußgängertunnels (Verkehrsknoten Marzahn). Die Trambrücke der BVG wird im Zuge der Baumaßnahme ebenfalls erneuert.

Auslöser für die aktuellen Planungen ist der teils schlechte Zustand der Brückenbauwerke, der schlechte Zustand der Fahrspuren und die fehlenden Rad- und Fußwege, die den veränderten Anforderungen an die Mobilität schon heute nicht gerecht werden können.

Der Beginn der Maßnahme ist für Anfang 2022 mit der Baufeldfreimachung geplant, konkrete Bautätigkeiten werden Ende 2022 starten. Mit einer Fertigstellung ist Ende 2028 zu rechnen.



Ist-Zustand

Die Landsberger Allee ist eine Hauptverkehrsstraße im Osten Berlins. Die Märkische Allee verbindet die Landsberger Allee mit der Straße Alt-Friedrichsfelde / Alt Biesdorf (B 1 / B 5). Beide Straßen sind übergeordnete Straßenverbindungen.

Übersicht über die drei Brückenbauwerke im Verkehrsknoten Marzahn; Quelle: Quelle: Geoportal Berlin
Aktuelles Luftbild vom Verkehrsknoten Marzahn
Quelle: Geoportal Berlin

Beispiele für Brückenschäden im Verkehrsknoten Marzahn; Quelle: Quelle: SenUVK
 
 
Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf wird die Landsberger Allee über die Anlagen der Fern- und S-Bahn sowie über die Märkische Allee geführt und ist an diese über innen- und außenliegende Rampen angeschlossen. Parallel zur westlichen Fahrbahn der Märkischen Allee und zur nördlichen Fahrbahn der Landsberger Allee kreuzt die Straßenbahn niveaugleich.

Der Verkehrsknoten ist geprägt von einer Vielzahl an Ingenieurbauwerken (den sogenannten "Marzahner Brücken" und einem Fußgängertunnel) im Zuge der Landsberger Allee, die sich zum Teil in einem desolaten Zustand befinden.

Die gegenwärtige Verkehrsführung der Landsberger Allee im Zuge der Marzahner Brücken ist bezüglich der Verknüpfungen zum Gewerbekomplex der Knorrbremse und weiter nördlich angesiedelter Gewerbegebiete schwer begreifbar und unübersichtlich. Der Anschluss über innenliegende Rampen ist untypisch und führt zu Orientierungsschwierigkeiten, Falschfahrten und daraus resultierend zu Konflikten und Sicherheitsproblemen im Verkehrsablauf.

Ferner ist die niveaugleiche Querung der Straßenbahntrasse, die sich in Seitenlage befindet, als Konfliktpunkt zu nennen. Die Führung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs im Bestand ist ebenfalls unbefriedigend gelöst.

Sowohl der Zustand der Ingenieurbauwerke, als auch die gegenwärtige Verkehrsführung für alle Verkehrsarten und die Erreichbarkeit der anliegenden Gewerbegebiete erfordern eine Neuordnung des gesamten Kreuzungsbereiches. Da diese Umsetzung nur durch einen Knotenneubau zu erreichen ist, wurde durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eine Machbarkeitsstudie mit Lösungsmöglichkeiten bzw. Varianten erarbeitet.



Die Planung

Die Vorzugsvariante der Machbarkeitsstudie sieht zur Erhaltung und Verbesserung der verkehrstechnischen Leistungsfähigkeit sowie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Tragfähigkeit der Ingenieurbauwerke vor, die vorhandenen fünf Straßen-Brückenbauwerke durch drei neue Brückenbauwerke zu ersetzen und die Fahrbahnbereiche der Landsberger Allee zwischen den Brücken neu zu gestalten.

Übersicht über die drei Brückenbauwerke im Verkehrsknoten Marzahn; Quelle: © EIBS / Setzpfandt
Übersicht über die drei Brückenbauwerke im Verkehrsknoten Marzahn
© EIBS / Setzpfandt

Beispiel für die Komplexität des Bauvorhabens; Quelle: © EIBS / Setzpfandt
Beispiel für die Komplexität des Bauvorhabens; © EIBS / Setzpfandt

Der Knoten Landsberger Allee / Märkische Allee soll zu einer höhenungleichen Stadtstraßenkreuzung mit Ampelschaltung umgebaut und die derzeit vorhandenen innenliegenden Auf- und Abfahrtsrampen zurück gebaut werden.

Der Anschluss der Gewerbegebiete "Knorr-Bremse" und "ALBA" wird über eine durch Ampeln geregelte Kreuzung erfolgen. Der Fußgängertunnel im Bereich der Straßenbahnhaltestelle für das Gewerbegebiet soll instandgesetzt werden. Im Zuge der Maßnahmenumsetzung ist auch die Erneuerung des westlichen BVG-Bauwerks (Straßenbahn-Brückenbauwerk) geplant.

Blick Richtung Norden auf den aktuellen Stand der Planungen (Darstellung nicht detailgetreu); Quelle: © INTER OFFICE und EIBS / Setzpfandt
Blick Richtung Norden auf den aktuellen Stand der Planungen
© INTER OFFICE und EIBS / Setzpfandt

Eine Sperrung des gesamten Verkehrsknotens würde die Baumaßnahme beschleunigen, aber auch für einen kompletten Stopp des Verkehrs sorgen. Es wird darum im Bestand gebaut und besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Einschränkungen für den laufenden Verkehr möglichst gering zu halten.

Der Planung gehen viele Gutachten und Analysen voraus, dazu gehört auch ein erster Entwurf für mögliche Entlastungsstrecken. Alle Maßnahmen werden zudem eng mit der BVG abgestimmt – so dass zu besonders stauanfälligen Zeiten eine höhere Taktung des Öffentlichen Nahverkehrs einsetzen kann.


Zeitraum und Baukosten

Die Baumaßnahme wird mit GRW-Mitteln gefördert. Die geprüften Vorplanungsunterlagen liegen in Höhe von 82 Millionen Euro vor. Die belastbaren Kosten können erst nach Vorlage der Bauplanungsunterlagen benannt werden.
Zeitleiste der geplanten Arbeiten von Planungsbeginn Mitte 2016 bis zur voraussichtlichen Fertigstellung Ende 2028
 



Service und Downloads

Am 19. Februar 2020 fand mit einer ersten Informationsveranstaltung im UCI Kino am Eastgate der Auftakt zur Bürgerbeteiligung zum "Verkehrsknoten Marzahn" statt. 350 Interessierten wurde an diesem Abend die Baumaßnahme vorgestellt.
Es gab außerdem die Möglichkeit, mit den Kolleg*innen aus den Fachabteilungen ins Gespräch zu kommen, um Fragen und Anregungen weiterzugeben.

Im voll besetzten Kinosaal erhielten Interessierte am 19. Februar 2020 alle Informationen aus erster Hand. Foto: © Fromlowitz + Schilling
Im voll besetzten Kinosaal erhielten Interessierte am 19. Februar 2020 alle Informationen aus erster Hand.  Foto: © F+S

Das Protokoll zur Veranstaltung können sie hier downloaden:

Die am Abend vorgestellte Präsentation können Sie mit einer formlosen E-Mail an marzahnerknoten@senuvk.berlin.de anfragen.


Kontakt

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Württembergische Straße 6
10707 Berlin

E-Mail: marzahnerknoten@senuvk.berlin.de




Icon Kalender Baubeginn: offen


Aktuelles

Am 19.02.2020 hat eine Bürgerveranstaltung zum Verkehrsknoten Marzahn stattgefunden.
siehe auch Service und Downloads


Anmeldung zum Einladungsverteiler


Abmeldung vom Einladungsverteiler



Die Baumaßnahme wird vom Land Berlin im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" mit Landes- und Bundesmitteln gefördert.