Bauen  
 

Straßen und Brücken für Berlin: Grundinstandsetzung des Gerickesteges über die Spree in Berlin-Mitte

Der Bau


Gerickesteg über die Spree
Gerickesteg über die Spree

Aktueller Stand (07/2017)


Die Bauarbeiten zur Grundinstandsetzung des Gerickesteges inklusive Erneuerung der Fernwärmeleitungen der Firma Vattenfall laufen in Teilabschnitten weiter.

Auch der 2. Bauabschnitt ist von der erheblichen Kleinteiligkeit und untrennbaren Abfolge der Einzelgewerke geprägt. Die Korrosions­schutz­arbeiten an der Brücken­konstruktion sind abgeschlossen. Die Stahl­beton­platten des Gehweg­bereiches wurden vollständig zurückgebaut. Die neuen Gehweg­stahl­platten werden zur Zeit im Werk beschichtet. Die Montage erfolgt vom 27.07 bis 09.08.2017. Im Vorfeld erneuert die Firma Vattenfall die Fernwärme­leitungen auch über den eigentlichen Brücken­bereich hinaus. Insbesondere im Bereich des neu hergestellten Wider­lagers müssen hierzu verschiedene Einzelteile ineinander greifen und in Handarbeit eingebaut werden. Diese, einem Puzzle gleich­kommenden Arbeits­schritte müssen für drei Fernwärme­leitungen ausgeführt werden.

Aktuell werden die Arbeiten in den Anschluss­bereichen der Brücke im Auftrag der Vattenfall ausgeführt. Im August sollen die Stahlplatten für den 2. Bauabschnitt des Gehweg­bereichs verschweißt und der Gehweg­belag eingebaut werden. In dieser Zeit kann wiederum nicht an den Fernwärmeleitungen gearbeitet werden, da die Platz­ver­hältnisse das aus arbeits­schutz­rechtlichen Gründen nicht zu lassen. Der Umschluss­termin der Fernwärme­leitungen soll Anfang September erfolgen. Anschließend können die Treppen­anlagen, das Geländer, die Beleuchtung, die Schiff­fahrtszeichen, die Straßen- und Gehwegbeläge komplettiert werden, so dass wetterabhängig die Öffnung des Gerickesteges im Oktober erfolgen kann.

Baufortschritt 04/2017
Nachdem die Schutzeinhausung für den 2. Bauabschnitt aufgebaut war, wurde umgehend mit den kleinteiligen Strahlarbeiten zum Abtrag der alten Korrosionsschutzbeschichtung begonnen. Weiterhin wurden die Arbeiten an der Treppenanlage und den Widerlagerbereichen fortgesetzt bzw. fertig gestellt. Analog zu den Arbeiten aus dem 1. Bauabschnitt müssen die einzelnen Stahlgehwegplatten ausgebaut und erneuert werden. Hierzu laufen bereits die erforderlichen Bauleistungen im Stahlwerk.

Baufortschritt 02/2017
Die Bauarbeiten am Gerickesteg kommen schrittweise voran. Bauen im Bestand bedeutet ‎immer einen Eingriff in bestehende, gewachsene Verkehrs- und Bedarfsbeziehungen.

Hieraus erwächst die Notwendigkeit zum Bauen in mehreren Abschnitten, mit beengten Platzverhältnissen und in einer kleinteiligen Bearbeitungsreigenfolge. So auch bei der Baumaßnahme Gerickesteg, wo auf Grund der Aufrechterhaltung des Schiffsverkehr nur eine zweigeteilte Bearbeitung des Brückenüberbau möglich wird. Die Baumaßnahme muss unter halbseitiger Aufrechterhaltung des Schiffsverkehr und unter sehr beengten Platzverhältnissen an den beiden Uferseiten ausgeführt werden. Hierbei mussten auf Grund der erforderlichen Arbeiten zum Neuauftrag des Korrosionsschutzsystem und unter Berücksichtigung der winterlichen Eisgangbewegungen auch bautechnologische bzw. witterungsbedinge Baupausen eingeplant werden. Eine Wiederinbetriebnahme war für diesen Zeitraum nicht möglich. Aus den v.g. Gründen stehen ohnehin nur sehr kleine Bauabschnitte zur Verfügung, welche nur durch eine begrenzte Anzahl an Arbeitskräften genutzt werden können.

Weiterhin kann ein 100-prozentiges Leistungsbild der auszuführenden Bauarbeiten erst nach entsprechenden Rückbau bzw. Abbruch entstehen. Trotz bauvorbereitender Untersuchungen und Vorlage von Bestandsunterlagen ist immer wieder festzustellen, dass infolge fehlender Aktualität und Genauigkeit dieser Unterlagen, während der Bauausführung ein weiterer Bedarf an Umplanung und/oder Neuplanung entstehen kann.

Auch bei der Grundinstandsetzung des Gerickesteges mussten weitergehende Kampfmitteluntersuchungen, Anpassungen an den Widerlagern infolge der unsachgemäßen Einbindung der Fernwärmeleitung und weitere Arbeiten zur Sicherung der angrenzenden Bestandsbebauung untersucht, geplant, genehmigt und ausgeführt werden.

Die kleinteiligen Arbeiten zum 1. Bauabschnitt sind weitestgehend abgeschlossen. Trotz schlechter Witterungsbedingungen, wurden kurze frostfreie Zeitfenster genutzt, um die erforderlichen Arbeiten zur Kampfmittelsondierung in der Spree und zur Umsetzung der aufwendigen Hilfskonstruktion aus dem 1. Bauabschnitt in den 2. Bauabschnitt abzuschließen.

Der 2. Bauabschnitt ist vollständig eingerichtet, die Arbeiten zum Aufbau eines Witterungs- und Korrosionsschutzzeltes haben begonnen. Nachdem die schifffahrtspolizeiliche Genehmigung vorlag, konnte die Schifffahrt auf die bislang gesperrte Spreeseite verlegt werden. Auch im 2. Bauabschnitt können die Arbeiten zur Herstellung des Korrosionsschutzes, zum Austausch der Stahlbauelemente und zum Wiedereinbau der Fernwärmeleitung nur in sehr kleinen und komplizierten Einzelschritten ausgeführt werden. Mit Beginn besserer Witterungsbedingungen werden die Arbeiten an den Treppenanlagen fortgesetzt.
Gerickesteg Bildergalerie
Fotostrecke: Gerickesteg

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