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Straßen und Brücken für Berlin: A 100 - 16. Bauabschnitt

Die wichtigsten Fragen und Antworten


Grünstreifen für Fußgänger und Radfahrer entlang der Autobahntrasse
Grünstreifen für Fußgänger und Radfahrer entlang der Autobahntrasse

Wird der Verlust an Flora und Fauna ausgeglichen? Wo gibt es Ausgleichsmaßnahmen?
Die Eingriffe in die Umwelt werden möglichst in der unmittelbaren Umgebung ausgeglichen. Dies sind der trassenbegleitende Grünzug, die parkartige Begrünung der Tunneldecke, die Grünverbindung Görlitzer Bahndamm, die Begrünung der Lärmschutzwände sowie die Neupflanzung von ca. 650 Bäumen. Für darüber hinaus gehende Ersatzleistungen werden weitere Maßnahmen im Stadtraum Berlins realisiert.
Hat der Bau der A100 positive Auswirkungen für Fußgänger und Radfahrer?
Der parallel zur Autobahn vorgesehene Betriebsweg kann auf ganzer Länge von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden und ergänzt damit das Rad- und Gehwegnetz im Land Berlin. Dabei wird eine Radwegverbindung von der Grenzallee im Bezirk Neukölln bis zum Treptower Park im Bezirk Treptow - Köpenick geschaffen.
Welche Verkehrsänderungen sind zu erwarten?
Während der Bauzeit müssen bauzeitliche Umfahrungs- bzw. Umleitungsstrecken im Bereich der Stadtstraßen eingerichtet werden. Insbesondere für die Sonnenallee und die Kiefholzstraße werden Umfahrungen zur Aufrechterhaltung des Verkehrs eingerichtet.
Welche Geschwindigkeitsbegrenzung wird auf dem neuen Teilstück der A100 gelten und wie viele Fahr- spuren stehen zur Verfügung?
Die Höchstgeschwindigkeit wird, wie auf den anderen Abschnitten der A100, 80 km/h betragen. Die Autobahn besitzt jeweils drei Fahrspuren und einen durchgehenden Standstreifen pro Richtung.
Werden der Lärm und die Luftverschmutzung steigen? Welche Maßnahmen werden vorgenommen, um dies zu verhindern?
Durch die gewählte Trasse und die geplanten Schutzmaßnahmen wird es, nach Fertigstellung des 16. Bauabschnitts, wegen der Verlagerung des Durchgangsverkehrs zu einer spürbaren Lärm- und Schadstoffreduzierung in den Wohnquartieren kommen.Um diese Reduzierung zu erreichen, wird die Autobahn in einem bis zu sieben Meter tiefen Trog geführt, es werden bis zu sechs Meter hohe Lärmschutzwände errichtet und zusätzlich ein lärmoptimierter Asphalt, der sogenannte "Flüsterasphalt", verwendet.
Wie wird sich der Neubau der A100 auf die Lebensqualität, das Unfallrisiko und die Sicherheit der Anwohner auswirken?
Durch die Verlagerung der gebietsfremden Durchgangsverkehre aus den Wohnquartieren auf die Autobahn, wird vor allem in den Ortsteilen Neukölln und Alt-Treptow eine Verkehrsabnahme auf den Stadtstraßen erzielt. Vorrangig wird es hier nur noch den Verkehr geben, der hier seinen Ausgangspunkt oder Zielort hat. Damit einhergehend reduzieren sich die Lärm- und Schadstoff und die Lebensqualität steigt.
Welche konkreten Maßnahmen werden vorgenommen, um eine höhere Lärmbelastung zu verhindern?
Da sich die Autobahn überwiegend in Troglage befindet und Flüsterasphalt eingebaut wird, werden die Lärmpegel an den Hauptfahrbahnen deutlich niedriger ausfallen, als dies bei anderen Autobahnabschnitten in Berlin der Fall ist. Zusätzlich werden zwischen Sonnenallee und Dieselstraße auf der Ostseite und zwischen der Ringbahnquerung und der Straße Am Treptower Park auf der Westseite sechs Meter hohe Lärmschutzwände errichtet. Diese drei Maßnahmen führen dazu, dass an fast allen Gebäudefassaden die Immissionsgrenzwerte eingehalten werden können. Wo dies nicht der Fall ist, werden Ansprüche auf passiven Schallschutz erfüllt.
Wie wird die Umwelt während der Bauzeit geschützt?
Während der Bauzeit sind Biotopschutzzäune für angrenzende Flora und Fauna sowie Amphibienschutzzäune und Amphibienlaichgewässer zur Sicherung der Bestände vorgesehen. Grundsätze der Bauplanung sind die Minimierung der beanspruchten unversiegelten Flächen, die Sicherung des Oberbodens in Deponien und die Verhinderung von Schadstoffbelastungen für das Grundwasser.


Anschlussstelle Sonnenallee
Anschlussstelle Sonnenallee

Regelquerschnitt
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