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Sanierung Rummelsburger See

Bildvergrößerung: Gesamtes Sanierungsgebiet Rummelsburger See
Gesamtes Sanierungsgebiet Rummelsburger See
Bild: SenStadtWohn, Dirk Laubner, 2019

Aktuell

Der Bauauftrag für die Spundwandarbeiten im Uferbereich des Rummelsburger Sees wurde erteilt, so dass nun die Umsetzungsarbeiten durch den Bauunternehmer durchgeführt werden. Dazu wurden die notwendigen Flächen an Land durch Bauzäune und auf dem Wasser durch Tonnen gesichert.

Das Vorhaben

Der Rummelsburger See ist ein 45 Hektar großer seenartiger Seitenarm der Spree in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg. Am nordwestlichen Ende des Sees befindet sich die drei Hektar große Schadensanierungsfläche (Wasserfläche).

Die Sedimente der Schadensanierungsfläche sind mit Schadstoffen, insbesondere Mineralölkohlenwasserstoffen, Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen und Schwermetallen der industriellen Nutzung des Umfeldes aus dem 19. und 20. Jahrhundert belastet.

Die Sanierung soll durch das Entfernen der stark belasteten Sedimente und das Abdecken der verbleibenden, aber nur schwach oder unbelasteten Sedimente auf der Schadensanierungsfläche erfolgen.

Die Sanierung besteht aus drei Schritten:
  1. Vorbereitungsmaßnahmen u.a. landseitige Geländesicherung mittels Spundwandverbau
  2. Sedimententnahme, jeweilige Tiefe an die Schadstoffbelastung angepasst
  3. Mineralische Abdeckung und begrenzter Röhrichtstreifen

Projektablauf – schematische Darstellung

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Planungsstand

Die durchgeführten Versuche in den angelegten Testfeldern für die Sanierungsmethode wurden abgeschlossen. Darüber hinaus fanden ergänzende Untergrunderkundungen statt, um die erforderlichen Entnahmetiefen für die Sanierung genauer bestimmen zu können.

Zahlen und Daten

  • Lage

    Berlin – Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg

  • Sanierungsfläche

    Ufernaher Gewässerstreifen (3,4 ha entspricht ca. 7 % der Seefläche)

  • Kernleistung

    Entnahme von hochbelastetem Sediment

  • Ergänzende Leistungen

    • Drei Testfelder (0,12 ha entspricht 4 % vom Sanierungsbereich)
    • Bauzeitlicher Spundwandverbau (275 m)
    • Abdeckung mit mineralischem Substrat
    • Lokale Schilfanpflanzung
    • Pflanzung von Bäumen und Vogelschutzhecken

Infomaterial

Sanierung Rummelsburger See, Information für Anwohnerinnen und Anwohner

PDF-Dokument (5.7 MB)

März/April 2021: Information für See-Nutzende

PDF-Dokument (6.4 MB)

Januar 2020: Information Sanierung Rummelsburger See

PDF-Dokument (515.5 kB)

Rückblick

Auftaktveranstaltung Multiplikatoren

Am 18. März 2021 wurden die Vertreterinnen und Vertreter von insgesamt 15 Vereinen, Institutionen, Behörden und Unternehmen zu den anstehenden Arbeiten und den weiteren Planungen für die Sanierung des Rummelsburger Sees als Multiplikatoren in einer digitalen Veranstaltung informiert.

Die komplette Veranstaltung ist als Video auf YouTube zu finden:

Sanierung Rummelsburger See - Informationsveranstaltung 18.03.2021

Sanierung Rummelsburger See - Informationsveranstaltung 18.03.2021

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Formate: video/youtube

Der Rummelsburger See ist ein 45 Hektar großer seenartiger Seitenarm der Spree in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg. Am nordwestlichen Ende des Sees befindet sich die drei Hektar große Schadensanierungsfläche.

Die Sedimente der Schadensanierungsfläche sind mit Schadstoffen, insbesondere Mineralölkohlenwasserstoffen, Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen und Schwermetallen der industriellen Nutzung des Umfeldes aus dem 19. und 20. Jahrhundert belastet.

Die Sanierung soll durch das Entfernen der stark belasteten Sedimente und das Abdecken der verbleibenden, aber nur schwach oder unbelasteten Sedimente auf der Schadensanierungsfläche erfolgen.

Ziel der Maßnahme ist die ordnungsbehördlich angeforderte Gefahrenabwehr.

Herausgeberin: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

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Ein digitales Teams-Event mit insgesamt 22 Personen aus 15 Vereinen, Behörden und Unternehmen als Multiplikatoren fand am 18.03.2021 von 16:30 bis 18:15 Uhr statt.

Ziel der Veranstaltung war die Vorstellung der anstehenden Vorbereitungs- und geplanten Sanierungsarbeiten im Rummelsburger See.

Nach der Präsentation durch die Senatsverwaltung zur Sanierung stellten die Teilnehmenden noch eine Reihe von Fragen zu den Hintergründen der Sanierung, dem Prozess und den konkreten Arbeitsschritten.

  • Die Senatsverwaltung erläuterte auf Nachfrage, die Festlegung des Sanierungsgebietes durch Untersuchungen seit den 90er Jahren sowie die Abgrenzung gegenüber dem Uferbereich und der weiteren Wasserflächen. Darüber hinaus stellte sie klar, dass derzeit nur Aussagen zu den Sanierungsgebieten möglich sind, die Beurteilung des Zustands und damit eine Aussage zu einer möglichen zukünftigen Sanierung der weiteren Seeflächen ist damit nicht verbunden.
  • Die Dauer des Prozesses kann aufgrund des aktuellen Planungsstands sowie der fortwährend notwendigen Anmeldung von finanziellen Mitteln nicht benannt werden, erklärten die Referenten zu den Fragen der Teilnehmenden. Sie ergänzten, dass sie sich bei allen Teilschritten mit den beiden betroffenen Bezirken abstimmen werden und auch die Seenutzenden sowie die Anrainer kontinuierlich informieren werden, so dass geeignete Lösungen für alle Beteiligten gefunden werden können. Fragen zum Umgang mit den Seenutzenden wurden für die Weitergabe an die zuständigen Behörden mitgenommen.
  • Bei den Arbeitsschritten wurden Themen der Spundwandsetzung, des Bauablaufs, der Wiederherstellung der Uferbereiche und der weiteren Begleitung nach dem Ende der Arbeiten nachgefragt. Die Senatsverwaltung sagte dazu, dass die Spundwände der heutigen Uferlinie folgen werden. Die weitere Verwendung der Spundwände und die Gestaltung des Ufers wird erst im weiteren Prozess geklärt werden. Auch die thermische Verwertung der entnommenen Sedimente wurde angesprochen.
  • Der Bauablauf werde die Wegeführung im Uferbereich nur durch temporäre Tunnel zeitweise begrenzt werden, sagten die Vertreter der Senatsverwaltung. Sie fügten an, dass sie auch auf dem Wasser nur begrenzte Flächen für die Zufahrtswege benötigen, die erst bei der Sanierung ausgetonnt werden müssen.
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Fragen und Antworten

Zeitplan des Projekts

Das Einbringen der Spundwände soll bis Mitte 2022 erfolgen. Auf Basis der kommenden Planungen und finanziell verfügbaren Mittel wird das weitere Vorgehen bestimmt.

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Sanierungsgebiet

Die Maßnahme basiert auf der Anforderung der Wasserbehörde und ist auf den 3,4 Hektar großen Bereich bezogen. Damit ist keine Aussage zu den anderen Teilen des Sees verbunden.

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Landseitig bildet die Uferlinie den Abschluss des Gewässers und ist zuständigkeitshalber Projektgrenze. Die Abgrenzung im Wasser erfolgte entlang der baupraktisch sinnvollen geraden Linie, die eine Wassertiefe von mindestens zwei Metern ermöglicht.

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Verfahren der Sanierung

Der eigentlichen Sanierung sollen keine weiteren, umfangreichen Vorleistungen vor der eigentlichen Sanierung vorausgehen.

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Die entnommenen Stoffe sollen nicht deponiert werden, sondern durch geeignete Verfahren u.a. die Bodenwäsche aufbereitet bzw. wenn dies nicht möglich ist, thermisch verwertet werden.

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Finanzierung

Die finanziellen Mittel werden über die Beantragung alle zwei Jahre gesichert. Die Höhe der finanziell zu Verfügung stehenden Mittel beeinflusst den Ablauf.

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Spundwandsetzung

Insgesamt soll die Spundwandsetzung der bisherigen Uferlinie folgen. Die Spundwände werden nach den Arbeiten wieder entfernt.

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Umwelt und Naturschutz

Die ufernahen Bäume wurden gefällt, um einen Verbau (Spundwand) als temporäre Sicherung des Ufergeländes herstellen zu können.

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Das Holz wurde dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg für ingenieurbiologische Ufersicherungsmaßnahmen auf Alt-Stralau und dem NABU für die Einfriedung eines geschützten Uferbiotops am Rummelsburger See übergeben. Das Restholz wurde entsorgt.

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Dialog

Die Maßnahme finden im Austausch mit den beteiligten Behörden, Firmen und Organisationen im Bereich des Sees statt.

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Die Wiederherstellung des Ufers wird erst im weiteren Verfahren ein Thema werden.

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Weitere Seebereiche