Baden in stark erwärmten Gewässern – Was ist zu beachten?

Pressemitteilung vom 02.08.2019

Mit den hochsommerlichen Temperaturen in Berlin hat sich auch das Wasser in den Berliner Badegewässern stark erwärmt. In der nächsten Zeit ist mit anhaltend hohen Wassertemperaturen zu rechnen. Das Algenwachstum und damit eine Zunahme von Blaualgen in nährstoffreichen Gewässern wird dadurch begünstigt. Einige der Blaualgen Toxine produzieren, die in erhöhten Konzentrationen die Gesundheit der Badenden beeinträchtigen können. Die aktuellen Untersuchungsergebnisse zeigen, dass derzeit in keinem Berliner Badegewässer gesundheitlich bedenkliche Konzentrationen von Blaualgen und Blaualgentoxinen vorkommen. Das Auftreten von Algenblüten kann sich wind- und strömungsabhängig innerhalb weniger Stunden ändern. Blaugrüne Schlieren an der Wasseroberfläche deuten auf Algenansammlungen hin, meist einhergehend mit erhöhter Konzentration von Blaualgen.

Die warmen Temperaturen können auch das kurzzeitige Auftreten von Zerkarien in den Badegewässern begünstigen. Zerkarien treten vermehrt in Uferbereichen mit vielen Wasserpflanzen und Wasservögeln auf und können Hautentzündungen (Badedermatitis) beim Badenden verursachen. Aktuell gibt es für den Jungfernheideteich eine Meldung zu Hautreizungen, die durch Zerkarien verursacht sein könnten. Der Nachweis von Zerkarien im Wasser ist schwierig und ein Ausschwärmen der Zerkarien in einem stark erwärmten Gewässer ist zeitlich begrenzt und nicht vorhersehbar.

Folgende Verhaltenshinweise sollten deshalb vorsorglich beim Baden beachtet werden:

  • Baden Sie nicht in trüben Gewässern mit stark verringerter Sichttiefe.
  • Meiden Sie wasserpflanzenreiche Uferbereiche und Bereiche mit sichtbaren, grünen oder blaugrünen Schlieren oder “Teppichen”. Dies gilt insbesondere für Kinder.
  • Wechseln Sie die Badebekleidung unmittelbar nach dem Baden und rubbeln Sie sich kräftig mit dem Handtuch ab.
  • Duschen Sie nach dem Baden und spülen Sie Ihre Badebekleidung gut aus.
  • Verwenden Sie wasserfeste Sonnenschutzmittel.
  • Locken Sie Wasservögel nicht durch Füttern an.
  • Wenn nach dem Baden Hautreizungen, Reizungen der Atemwege oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Über die jeweilige Badestelle und die hygienische Beurteilung der Badegewässerqualität können jederzeit Informationen abgerufen werden über: