Antrag stellen

Ausschnitt des Antrages auf Feststellung des Grades der Behinderung (GdB) und von Merkzeichen
Bild: LAGeSo

Wenn Sie im alltäglichen Leben durch eine aktuelle, dauerhafte oder von Geburt an bestehende Erkrankung stark beeinträchtigt sind, können Sie einen Antrag nach dem Schwerbehindertenrecht stellen.

Voraussetzung ist, dass Sie in Deutschland wohnen oder einer Arbeit nachgehen.
Ab dem 15. Lebensjahr können Sie Ihren Antrag selbst stellen.

Antragsformulare erhalten Sie vom Versorgungsamt im Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin und vom Bürgertelefon unter 115.

Hier finden Sie

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Hinweise zum Antragsformular

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Hinweise zum Antragsformular in leichter Sprache

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Hinweise zum Antrag - Merkzeichen in leichter Sprache

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Sie können den Antrag am Bildschirm ausfüllen und ausdrucken.

Dieses Formular können Sie auch ausfüllen, wenn sich Ihre bereits vom Versorgungsamt festgestellten Behinderungen verschlimmert haben oder neue Behinderungen eingetreten sind. Geben Sie dann bitte das Geschäftszeichen des letzten Bescheides an.

Bearbeitungszeiten

Die Bearbeitungszeit umfasst den Zeitraum vom Eingang des Antrages bis zur Erteilung des Bescheides. Bei den angegebenen Werten handelt es sich um rechnerische Durchschnittsgrößen. Im konkreten Einzelfall kann die Bearbeitungsdauer sowohl nach oben, als auch nach unten von den angegeben Werten abweichen.

Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für einen Erstantrag beträgt aktuell 111 Tage.

Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für einen Neufeststellungsantrag beträgt aktuell 135 Tage.

Angaben zur Person

Bitte fügen Sie eine Kopie Ihres Personalausweises (Vorder-und Rückseite) bei.

Personen, die aus anderen Ländern nach Deutschland gezogen sind, sollten dem Antrag eine Farbkopie des Passes oder des Aufenthaltstitels beifügen. Für die Länder der Europäischen Union, sowie Island, Norwegen und Liechtenstein gilt das nicht.

Bevollmächtigte, Betreuer oder gesetzlicher Vertreter

Sie können sich bei der Antragstellung durch eine andere Person vertreten lassen. Dafür braucht die Person eine Vollmacht von Ihnen. Die Person muss volljährig sein. Die Vollmacht endet in der Regel, wenn der Bescheid erteilt wurde. Bis dahin wird die Post an die bevollmächtigte Person geschickt.
Eine Betreuung kann vom Betreuungsgericht angeordnet werden, wenn keine Hilfe beispielsweise durch Familienangehörige, Bekannte, Nachbarn oder soziale Dienste möglich ist. Die Betreuung kann nur für volljährige Personen übernommen werden. Die Betreuung ist gesetzlich geregelt. Die betreute Person kann ihre Angelegenheiten weiterhin selbst regeln. Die Post wird an die Betreuungsperson geschickt.

Gesetzliche Vertreter sind in der Regel die Eltern von minderjährigen Kindern. Werden die Kinder volljährig, endet die gesetzliche Vertretung.

Rückwirkende Anerkennung

Die Feststellung einer Schwerbehinderung beginnt in der Regel mit dem Datum, an dem der Antrag eingegangen ist. Die Anerkennung zu einem früheren Zeitpunkt ist nur möglich, wenn ein besonderes Interesse (z.B. steuer- oder rentenrechtliche Vergünstigungen) vorhanden ist. Für die rückwirkend geltend gemachte Gesundheitsstörung sind aussagekräftige Befunde aus dieser Zeit vorzulegen. Oder Sie geben an, wo die Befunde angefordert werden können.

Datenschutz

Im Antragsformular werden nur Informationen erfragt, die für die Bearbeitung Ihres Antrages erforderlich sind. Sie werden elektronisch und in Papierform gespeichert. Der Schutz Ihrer Daten ist gewährleistet. Die elektronischen und Papierdaten werden nur so lange gespeichert wie es in den verwaltungsrechtlichen Dokumentationspflichten vorgeschrieben ist. Der Zeitraum variiert von 1 bis 10 Jahren. Folgende Rechte stehen Ihnen nach Art. 15 bis 22 DSGVO in Verbindung mit§§ 83 – 84 SGB X zu:
1. Recht auf Auskunft über die zu Ihrer Person verarbeiteten Daten.
2. Recht auf Berichtigung unrichtiger Daten zu Ihrer Person.
3. Recht auf Löschung nicht (mehr) benötigter Daten zu Ihrer Person.
4. Recht auf Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu Ihrer Person.
5. Recht auf jederzeitigen Widerspruch gegen die Datenverarbeitung. Ein derartiger Widerspruch kann jedoch wegen fehlender Mitwirkung zu einer Ablehnung Ihres Antrags führen.
6. Recht auf Ausschluss einer ausschließlich automatisierten Entscheidung.
7. Recht, jederzeit die Behörde der/des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informations- freiheit anzurufen.