Der Schwerbehindertenausweis

Wenn mit einem Bescheid eine Schwerbehinderung festgestellt wurde, kann das Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis ausstellen. Der Ausweis ist bundesweit gültig und dient als Nachweis für die Inanspruchnahme von Rechten und Nachteilsausgleichen.

In Berlin wird ausschließlich der Schwerbehindertenausweis in Scheckkartenformat ausgestellt. Die bisherigen Ausweise bleiben gültig bis zum aufgedruckten Ablaufdatum. Alle Nachteilsausgleiche können auch mit diesem Ausweis in Anspruch genommen werden. Sie müssen also nicht umgetauscht werden.
Alle Schwerbehindertenausweise im alten Format können nach Ablauf ihrer individuellen Gültigkeit nicht mehr verlängert werden. Dann wird immer der neue Ausweis in Scheckkartenformat ausgestellt. Für die Ausstellung des neuen Schwerbehindertenausweises wird immer ein Passfoto des Ausweisinhabers benötigt (ein Farbausdruck auf Papier reicht hier nicht aus!). Kinder benötigen erst ab dem 10. Lebensjahr ein Foto.

Im Kundencenter kann ein Foto für den Schwerbehindertenausweis gefertigt werden.

Senden sie ca. vier Wochen vor Ablauf des alten Ausweises ein Passbild mit Namen und Geburtsdatum des Ausweisinhabers ein. Auch die Übersendung per Mail ist in den Formaten JPG, PNG, BMP möglich. Die Ausweiskarte wird innerhalb von 10 Tagen zugesandt. Das zur Verfügung gestellte Passfoto wird für die Ausweisausstellung eingescannt , für 4 Wochen in einer Datei gespeichert und dann automatisch gelöscht. Das Originalfoto wird nach Fertigung der SB-Ausweiskarte vernichtet.

Der Ausweis wird im KundenCenter zu den Öffnungszeiten ausgestellt.

Bestimmte gesundheitliche Folgen einer Behinderung – die Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Rechten und Nachteilsausgleichen sind – werden im Schwerbehindertenausweis durch eingetragene Merkzeichen (siehe Merkzeichen) dargestellt.
Schwerbehinderte Menschen im Sinne des Gesetzes (GdB von mindestens 50) erhalten einen Schwerbehindertenausweis (einfarbig grün).

Einen zweifarbigen Schwerbehindertenausweis (grün-orange) erhalten schwerbehinderte Menschen, wenn auf Grund ihrer Funktionsbeeinträchtigung ein Anspruch für vergünstigte oder unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr festgestellt wurde. Um dieses Recht in Anspruch nehmen zu können, erhalten sie auf Antrag ein Beiblatt, das mit einer (aufgedruckten) Wertmarke versehen ist. Das Beiblatt ist Bestandteil des Schwerbehindertenausweises und nur zusammen mit diesem gültig (siehe Personenbeförderung ).

Bescheinigung (mehrsprachig) für Auslandsaufenthalte

Das Versorgungsamt stellt auf Wunsch eine Bescheinigung aus, mit der im Ausland nachgewiesen werden kann, dass der/die Inhaber/in nach deutschem Recht als schwerbehindert anerkannt ist. Die Bescheinigung ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch abgefasst. Die Inhaber/innen dieser Bescheinigungen müssen sich selbstständig über die Angebote und Vergünstigungen im Ausland informieren.