Der Schwerbehindertenausweis

Wenn mit einem Bescheid eine Schwerbehinderung festgestellt wurde, kann das Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis ausstellen. Der Ausweis ist bundesweit gültig und dient als Nachweis für die Inanspruchnahme von Rechten und Nachteilsausgleichen.

Bestimmte gesundheitliche Folgen einer Behinderung – die Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Rechten und Nachteilsausgleichen sind – werden im Schwerbehindertenausweis durch eingetragene Merkzeichen dargestellt.

Schwerbehinderte Menschen im Sinne des Gesetzes (GdB von mindestens 50) erhalten einen Schwerbehindertenausweis (einfarbig grün).

Einen zweifarbigen Schwerbehindertenausweis (grün-orange) erhalten schwerbehinderte Menschen, wenn auf Grund ihrer Funktionsbeeinträchtigung ein Anspruch für vergünstigte oder unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr festgestellt wurde. Um dieses Recht in Anspruch nehmen zu können, erhalten Sie auf Antrag ein Beiblatt, das mit einer (aufgedruckten) Wertmarke versehen ist. Das Beiblatt ist Bestandteil des Schwerbehindertenausweises und nur zusammen mit diesem gültig (siehe Personenbeförderung).

Der Schwerbehindertenausweis wird im Scheckkartenformat ausgestellt. Schwerbehindertenausweise im alten Format können nach Ablauf der Gültigkeit nicht mehr verlängert werden. Sie erhalten eine neue Ausweiskarte, wenn Sie ca. vier Wochen vor Ablauf des alten Ausweises ein Lichtbild mit Namen und Geburtsdatum des Ausweisinhabers einsenden.

Bescheinigung (mehrsprachig) für Auslandsaufenthalte

Das Versorgungsamt stellt auf Wunsch eine Bescheinigung aus, mit der im Ausland nachgewiesen werden kann, dass der/die Inhaber/in nach deutschem Recht als schwerbehindert anerkannt ist. Die Bescheinigung ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch abgefasst. Die Inhaber/innen dieser Bescheinigungen müssen sich selbstständig über die Angebote und Vergünstigungen im Ausland informieren.