749 betreute gemeinschaftliche Wohnformen hat die Berliner Heimaufsicht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) im Jahr 2024 geprüft. Im Vergleich zum Jahr 2023 ist dies ein deutlicher Anstieg um 182 Prüfungen. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht 2024 der Heimaufsicht hervor, der seit heute auf der Webseite des LAGeSo veröffentlicht ist. Ihren gesetzlichen Prüfauftrag nach dem Wohnteilhabegesetz hat die Heimaufsicht damit vollständig erfüllt. In einigen auffälligen Einrichtungen wurden zudem wiederholte anlassbezogene Prüfungen vor Ort durchgeführt.
Beschwerden: Trotz der Prüfungen durch die Heimaufsicht oder andere Prüfinstitutionen können Bewohnerinnen in stationären Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe bzw. Nutzer in betreuten Wohngemeinschaften beeinträchtigt oder gefährdet sein. Die Heimaufsicht geht Hinweisen oder Beschwerden nach und klärt, ob weitere Schritte erforderlich sind. Im Jahr 2024 verfolgte die Heimaufsicht 545 Beschwerden. Die überwiegende Anzahl der Beschwerden betraf Pflegeeinrichtungen und Pflege-Wohngemeinschaften.
- Alexander Straßmeir, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin: „Die Berliner Heimaufsicht hat sich erneut als starke Fürsprecherin vulnerabler Gruppen bewiesen. Das Team aus 38 Mitarbeitenden engagiert sich effizient für die gute Unterbringung der rund 45.000 pflegebedürftigen und behinderten volljährigen Menschen, die in betreuten gemeinschaftlichen Wohnformen leben. Das sind in Berlin nicht weniger als 578 verschiedene stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe, 796 Pflege-Wohngemeinschaften und ca. 1000 betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderungen.“
Beratungen: Die Heimaufsicht berät Bewohner von Einrichtungen und Nutzerinnen in betreuten Wohngemeinschaften, Angehörige, aber auch die Leistungsanbieter zum Wohnteilhabegesetz und dazugehörenden Rechtsverordnungen. Die Anzahl der durchgeführten Beratungen lag im Jahr 2024 bei 1.254.
Während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis April 2023 zählten zu den Beratungsleistungen der Heimaufsicht auch die Informationen im Rahmen eines SARS-CoV-2-Ausbruchsgeschehens in betreuten gemeinschaftlichen Wohnformen. Dadurch hatte sich die Anzahl der Beratungen in den Jahren der Pandemie deutlich auf 11.018 im Jahr 2022 erhöhte. Seit dem Ende der Pandemie liegt die Anzahl der Beratungen der Heimaufsicht wieder auf dem Niveau der Vorjahre.
Sie finden den Tätigkeitsbericht 2024 der Heimaufsicht des LAGeSo auf unserer Webseite.